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Tahiti

Gate D16 · Französisch-Polynesien · Oktober 2025

Tahiti

Inseltraum Tahiti

GateD16
ZeitOKT 25
RubrikDestinationen
QueerSzene
StatusBoarding

Die Südseeinsel Tahiti ist ein Sehnsuchtsort, an dem queere Reisende willkommen sind. Keine andere Insel im Südpazifik heisst sie so offen und herzlich willkommen.

Ob romantisch oder abenteuerlustig unterwegs, hier können Paare nicht nur über, sondern auch unter Wasser einiges erleben. Taucht ab und entdeckt eine kunterbunte Welt aus Korallen, Mantas und Delfinen. An der Küste chillt ihr an puderweissen Stränden, in ruhigen Lagunen und auf kleinen Schiffen geniesst ihr das sanfte Wiegen des Meeres. Und über dem Wasser locken tropische Pfade, sattgrüne Hänge und Ausblicke, die euch den Atem rauben.

Sunset-Dive im Tiputa-Pass

Tahiti

Die Anfahrt auf dem Schlauchboot ist bereits die erste abenteuerliche Prüfung. Die Wellen spritzen dir ins Gesicht, du spürst das Salzwasser auf den Lippen. Die Küste von Rangiroa zieht langsam vorbei, wir halten auf den Tiputa-Pass zu.

Draussen bei Carlo wäre es jetzt entspannter, schiesst es mir durch den Kopf. Mein Kollege ist mit einem Katamaran draussen, schnorchelt in der Lagune. Später wird er von einem Schwarm grosser Mantas erzählen, von flirrenden Lichtreflexen auf dem Meeresboden. Ich hingegen… bin jetzt dran für den Tauchgang. Die Maske sitzt fest. Die Flossen sind bereit. Auf ein Zeichen meines Tauchbuddys lasse ich mich nach hinten fallen, ins faszinierende Blau.

Tahiti

Unter der Oberfläche ist alles anders, magisch. Keine Geräusche. Ich höre nur mein Atmen und spüre mein Herz schlagen. Barrakudas und ein Dutzend graue Riffhaie ziehen gelassen vorbei. Die Strömung im Pass nimmt uns mit. Keine Chance, sie zu kontrollieren. Mein Adrenalinspiegel steigt. Hier zu tauchen erfordert Konzentration. Respekt. Und ja, auch Demut.

Dann – ein Schatten löst sich vom Blau, schiesst heran. Es ist ein Delfin. Er ist so nah, dass ich seinen interessierten Blick spüre. Für Sekunden teilen wir denselben Raum, dieselbe Geschwindigkeit, denselben Atemrhythmus. Und dann zieht er weiter.

Tahiti

Zurück am Steg wartet Carlo. Er strahlt. Wir tauschen unsere Geschichten aus. Später sitzen wir zusammen barfuss am Kai. Die Sonne verschwindet hinter den Palmen. Der Wind riecht nach Kokos und Algen. Und irgendwo schrammelt jemand heiter auf einer Ukulele.

Das grüne Herz Tahitis

Tahiti

Wer den Blick vom Strand hebt, hinauf zu den sattgrünen Berghängen, merkt schnell: Das Inselinnere erzählt eine ganz andere Geschichte als das Meer. Eine, die leiser ist und dichter. Eine, die sich nur zu Fuss erleben lässt.

Wir starten früh. Unser Ziel: das Fautaua-Tal, nur wenige Minuten oberhalb von Papeete. Der Pfad führt vorbei an bemoosten Ruinen aus der Kolonialzeit, über glitschige Steine und durch seichte Wasserläufe. Nach zwei Stunden Trecking wird plötzlich alles licht und hell: Ein Wasserfall stürzt 130 Meter in die Tiefe. Es gibt keine Absperrung. Wer mag, springt ins erfrischend kühle Becken.

Doch Tahitis Pfade bieten mehr als Ausblick und Natur. Viele Wege führen an uralten Marae vorbei, heiligen Orten der Polynesier, an denen Rituale stattfanden und die Ahnen geehrt wurden. Dank dem lokalen Guide wird aus einer Wanderung eine Erzählung: über Mythen, über Geister im Wind, über Pflanzen, die heilen oder schützen.

Erlebnisparadies unter Wasser

Auf den Inseln von Tahiti gibt es eine Vielzahl von Tauchzentren mit Kursen und geführten Tauchgängen für Anfänger und Fortgeschrittene. Tahiti setzt auf den Schutz der Meereswelt: Viele Basen arbeiten umweltschonend und kooperieren mit Organisationen zum Erhalt der Riffe.

Eine Reportage von Raphael Hadad · Bilder: Raphael Hadad und Bernd Beaussier

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