Hakenkreuz-Foto von Hudson Williams: Was bisher bekannt ist

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Ein junger Mann mit dunklen Haaren blickt in die Kamera. Er trägt ein weisses Tanktop und ist vor einem dunklen Hintergrund warm ausgeleuchtet.
Hudson Williams in der Peloton-Kampagne «Let Yourself Go». (Bild: Peloton)
Ein altes Foto soll den «Heated Rivalry»-Star als Teenager mit einem Hakenkreuz im Gesicht zeigen. Die Aufnahme sorgt seit Tagen für Kritik. Im Netz kursierte zudem die Vermutung, Peloton habe deshalb seine Kampagne mit dem Schauspieler entfernt. Laut einer Quelle gegenüber Deuxmoi stimmt das nicht.

Seit dem Wochenende kursiert ein Foto, das Hudson Williams während seiner Schulzeit zeigen soll. Der heute 25-jährige Schauspieler trägt darauf ein blaues T-Shirt, sein Gesicht und seine Kleidung sind mit Edding beschriftet. Neben Namen und anderen Zeichnungen sind auch ein Hakenkreuz und das Wort «AIDS» zu erkennen.

Das Foto verbreitete sich schnell auf X. Zwei Posts, die auf die Markierungen aufmerksam machten, kamen zusammen auf mehr als 14 Millionen Aufrufe. Unabhängig authentifiziert wurde das Bild bislang nicht.

Das Foto, das aktuell die Runde macht. (Bild: X/@unsexuaIIy)

Williams wurde Ende 2025 durch die queere Eishockeyserie «Heated Rivalry» bekannt. Er spielt darin Shane Hollander, einen Profisportler, der über Jahre eine geheime Beziehung mit seinem Rivalen Ilya Rozanov führt.

Was aus Williams’ Umfeld gesagt wird

Williams selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Foto geäussert.

Aus seinem Umfeld hiess es gegenüber TMZ, das Bild sei während seiner Schulzeit bei einem jährlichen «Campout» in Kanada entstanden. Jugendliche hätten dort getrunken und sich gegenseitig mit Edding bemalt. Williams habe damals nicht gewusst, was ihm ins Gesicht gezeichnet worden sei.

Eine anonyme Person aus seinem Umfeld erklärte, die Markierungen hätten nie seinen Überzeugungen, Werten oder seinem Charakter entsprochen. Er verstehe, wie verletzend das Bild sei.

Peloton-Kampagne offenbar entfernt

Im April war Williams das Gesicht der Peloton-Kampagne «Let Yourself Go». Der Fitnessanbieter setzte dabei ziemlich bewusst auf seine Popularität nach «Heated Rivalry»: sehr kurze Shorts, Training, Tanzschritte und David Bowies «Fame» als Soundtrack.

Nachdem die alten Fotos aufgetaucht waren, fiel Fans auf, dass Kampagneninhalte mit Williams nicht mehr auf Pelotons Kanälen verfügbar waren. Im Netz wurde schnell vermutet, das Unternehmen habe auf die Kontroverse reagiert.

Laut einer Quelle, die mit Deuxmoi sprach, besteht dieser Zusammenhang aber nicht. Die Kampagne sei planmässig ausgelaufen. Die Entfernung der Inhalte habe nichts mit den Fotos zu tun.

Eine öffentliche Stellungnahme von Peloton liegt bislang nicht vor. 

Simu Liu verteidigt Williams

Schauspieler Simu Liu hat sich inzwischen öffentlich hinter Williams gestellt. Auf Threads schrieb er von einer «massive hate campaign» und warnte davor, wie schnell sich Vorwürfe und persönliche Angriffe im Netz verselbstständigen können. Liu verwies dabei auch auf Anfeindungen, die Schauspieler of Color treffen.

Fünf Nominierungen für «Heated Rivalry»

Während online weiter über das Foto diskutiert wird, hat «Heated Rivalry» fünf Nominierungen bei den Television Critics Association Awards erhalten. Die Serie ist unter anderem als bestes Drama und als beste neue Serie nominiert.

Hudson Williams und Connor Storrie treten zudem in derselben Kategorie gegeneinander an: Beide sind für ihre Einzelleistung in einem Drama nominiert.

Eine zweite Staffel von «Heated Rivalry» ist bereits bestätigt.

Was offen bleibt

Williams selbst hat sich bislang nicht öffentlich geäussert. Die bisherige Einordnung stammt aus seinem Umfeld: Er habe damals nicht gewusst, was ihm ins Gesicht gezeichnet worden sei, und bedauere die Verletzungen, die das Bild ausgelöst habe.

Auch das Foto wurde bislang nicht unabhängig authentifiziert. Es kursiert über nicht verifizierte Accounts im Netz.

Bei Peloton ist die Lage inzwischen klarer: Die verschwundenen Kampagnenbeiträge waren laut einer Quelle gegenüber Deuxmoi keine Reaktion auf die Bilder, sondern Teil des regulären Kampagnenendes.

Maurice Müller

Online Redakteur
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

13.06.2026

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