Zurich Pride Festival 2026 abgesagt – Demo und Partys finden statt

Politik

Die Mitglieder*innen des Vereins Zurich Pride Festival haben heute mit sehr deutlicher Mehrheit entschieden: Das Festival 2026 findet nicht statt. 

Der Verein wollte Gegensteuer geben: Umzug auf den Turbinenplatz, erstmals Eintritt, kleineres Format. Der Turbinenplatz hätte 11’000 bis 12’000 Menschen gefasst – auf der Landiwiese waren es bis zu 17’000. Die Community wollte das so nicht. Ein Antrag von Einzelpersonen aus der Community setzte sich durch. 186 Stimmberechtigte waren anwesend.

Dazu kam: Die Stadt verlangte Einzäunung und Einlasskontrolle und bot wenig finanzielle Unterstützung.

Lea Herzig brachte die Stimmung vieler auf den Punkt: «Wo zur Hölle soll die ganze Community Platz finden? Lassen wir uns als Community spalten? Dann gehen wir auf die Landiwiese, mit Picknickdecke. Wir nehmen uns den Raum.» Doch auch das ist mit bis zu 40’000 Teilnehmenden der Demo nicht einfach so möglich.

Die Mitglieder*innen stimmten aus unterschiedlichen Gründen für die Absage: kein Eintritt, keine Halbierung der Besuchermenge, Angst vor erneutem Defizit. Im Budget klafft ein grosses Loch.

Bemerkenswert: Auch der Vorstand selbst empfahl die Absage: durchatmen, Kräfte sammeln, neu orientieren. Der Verein ist derzeit zudem ohne Präsidium.

Die Demonstration findet statt. Die Partys auch. 2027 soll ein neues Festival folgen.

Der Vorstand hat in einem schwierigen Jahr Verantwortung übernommen, trotz Gegenwind, auch auf Social Media. Dieser Einsatz verdient Anerkennung.

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DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

17.02.2026

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