Zum 25. Mal wird Luzern regenbogenbunt: Vom 18. bis 21. November zeigt das PinkPanorama Filmfestival Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie zwei Kurzfilmprogramme. Höhepunkte sind neben drei neuen Gay-Movies die Schweizer Premiere von «Bearcave» und die Retrospektive «Katzenball» von Veronika Minder.
Das Programm: lesbisch, schwul, trans – und vieles dazwischen
Schwule Geschichten erzählen drei ausgewählte Filme:
«Plainclothes» (USA 2025) handelt von einem Undercover-Polizisten im Amerika der 1990er-Jahre, der sich in einen der Männer verliebt, die er überwachen soll. Ein Highlight des Films ist aus Sicht von DISPLAY der grandiose Russell Tovey.
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«Du fioul dans les artères» (Frankreich/Polen 2026) erzählt die Geschichte zweier Lastwagenfahrer, die sich auf der Strasse näherkommen. Unter dem Titel «Flesh & Fuel» hat der Film am Zurich Film Festival das Goldene Auge gewonnen.
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«Downtown» (Niederlande 2026) handelt von drei Freunden in einem Amsterdamer Nachtclub während der Aids-Krise. Ein bewegend-heiteres Hohelied auf die Freundschaft.
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Ein Höhepunkt des Festivals ist die Schweizer Premiere von «Bearcave»: Eine schwangere junge Frau macht sich mit ihrer Jugendfreundin, die heimlich in sie verliebt ist, auf die Suche nach einer sagenumwobenen Bärenhöhle.
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In «Montréal, ma belle» verliebt sich eine chinesische Einwanderin in eine jüngere Québécoise.
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Mehr Informationen«Skiff» begleitet die 15-jährige Ruderin Malou durch einen Sommer, in dem sie ihre Identität neu entdeckt.
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Mehr InformationenTrans Perspektiven zeigen «Warla» (Philippinen), nach einem wahren Kriminalfall über eine Bande von trans Frauen.
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Mehr InformationenDazu kommt der Dokumentarfilm «Apolo» (Brasilien) über ein trans Paar, das sein erstes Kind erwartet.
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Mehr InformationenDer Animationsfilm «Tangles» (USA/Kanada) erzählt von einer Tochter, die ihre an Alzheimer erkrankte Mutter pflegt.
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Mehr InformationenRetrospektive: «Katzenball»
Zum Jubiläum durfte das Publikum mitkuratieren: In einem Onlinevoting konnten die Besucher ihren Lieblingsfilm aus den Anfangsjahren des Festivals wählen. Gewonnen hat «Katzenball».
Die Berner Regisseurin Veronika Minder schuf 2005 mit «Katzenball» den Dokumentarfilm zur Lesbengeschichte der Schweiz. Fünf lesbische Frauen erzählen ihre Geschichte: die zupackende Fotografin, die elegante alte Dame aus der Romandie, die Modedesignerin, die Paartherapeutin und die Studentin.
Sie berichten direkt und oft herzhaft konkret über ihre lesbische Identität, ihre Beziehungen und internationalen Netzwerke, ihre politischen Kämpfe und oft geheimen Treffpunkte. So ermöglicht «Katzenball» einen seltenen Einblick in die verborgene Geschichte einer Minderheit in der Schweiz des 20. Jahrhunderts.
Im anschliessenden Gespräch erzählt Veronika Minder, wie der Film entstanden ist und was seither geschehen ist.
Kurzfilme: international und vielfältig
Ein Highlight sind die Kurzfilmprogramme. Filme von Brasilien über Österreich bis Kanada geben Einblick in das queere Kurzfilmschaffen und zeigen eine grosse Vielfalt an Themen.
Poetisch, eigenwillig, humorvoll oder anarchisch erkunden sie queere Freiheiten und Begehren, hinterfragen Geschlechterrollen, Familie und Beziehungen und erzählen von Menschen auf der Suche nach ihrem Platz.
Programm abseits der Leinwand
Pre-Event am Sonntag, 15. November, ist der Dragbrunch mit Rachel Harder. Das Festival beginnt dann am Mittwoch mit einem Eröffnungsapéro. An den Festivaltagen laden gemeinsames Basteln, ein Pubquiz mit einem Auftritt von Breastfeeding Zaddy und ein Tanzworkshop mit Diva zum Mitmachen, Feiern und Austauschen ein. Zum Abschluss wird am Samstag ab 23 Uhr gefeiert.
PinkPanorama Filmfestival Luzern, 18. bis 21. November 2026. Das vollständige Programm ist unter pinkpanorama.ch abrufbar.
Seit diesem Herbst ist Luzern übrigens die sechste Regenbogenstadt der Schweiz. Ebenfalls im November: das Berner Queersicht Filmfestival, an dem DISPLAY Tickets für «On the Sea» verlost.
