Sir Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Der britische Schauspieler, der als Captain Jean-Luc Picard in «Star Trek» und als Professor Charles Xavier in «X-Men» Film- und Fernsehgeschichte schrieb, starb am 28. Oktober 2026 in seinem Zuhause in Los Angeles. Sein Tod wurde am folgenden Tag öffentlich bekannt gegeben.
Doch Stewart hinterlässt nicht nur ein beeindruckendes schauspielerisches Erbe. Auch für die LGBTQ+-Community war er eine wichtige Stimme. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Sir Ian McKellen, der offen schwul lebt, setzte er sich für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz ein. Stewart machte immer wieder deutlich, dass die Rechte queerer Menschen nicht nur respektiert, sondern aktiv geschützt werden müssen.
Seine Unterstützung zeigte sich auch ganz konkret: Als 2015 eine Bäckerei in Nordirland einen Kuchen mit einer Botschaft zur Unterstützung der Ehe für alle ablehnte, stellte sich Stewart öffentlich gegen diese Entscheidung. Er machte damit klar, dass Diskriminierung nicht einfach hingenommen werden darf.
Auch «Star Trek» stand für ihn sinnbildlich für eine offenere und vielfältigere Gesellschaft. Stewart unterstützte die Weiterentwicklung des Franchise hin zu mehr queerer Sichtbarkeit und Repräsentation. In «Star Trek: Picard» wurde diese Entwicklung unter anderem durch die Beziehung zwischen Seven of Nine und Raffi sichtbar.
Besonders berührend ist seine jahrzehntelange Freundschaft mit Ian McKellen. Die beiden Schauspieler verband nicht nur ihre gemeinsame Arbeit, unter anderem in der «X-Men»-Reihe, sondern auch eine tiefe persönliche Verbundenheit. McKellen traute Stewart 2013 mit seiner heutigen Ehefrau Sunny Ozell. Nach dem Tod seines Freundes würdigte er ihn als einen Menschen, dem man vertrauen, den man bewundern und lieben konnte.
Patrick Stewart war weit mehr als Captain Picard oder Professor Xavier. Er war ein Schauspieler von aussergewöhnlicher Bandbreite und ein Verbündeter, der seine Bekanntheit nutzte, um sich für Menschlichkeit, Vielfalt und Gleichberechtigung einzusetzen. Sein Vermächtnis wird deshalb auch in der queeren Community weiterleben.
