«Wie ein zweites Zuhause»: Basel bekommt sein erstes queeres Gemeinschaftszentrum. Das Offene Kulturhaus will der LGBTQI+-Community einen festen Ort für Begegnung, Austausch und Kultur bieten.
An der Kreuzung Socinstrasse/Eulerstrasse entsteht das erste queere Gemeinschaftszentrum von Basel. In der ehemaligen Schlettwein-Villa wächst ein Ort, an dem sich Menschen inspirieren, zusammenarbeiten oder einander unterstützen können. Genauer gesagt: «Wir möchten einen Ort schaffen, der queeren Projekten Platz zum Wachsen bietet», sagt die Projektleiterin Elle Casano.
Grundlegend wird davon ausgegangen, dass das Gemeinschaftszentrum vor allem queere Jugendliche und junge Erwachsene anspricht, «da diese oft weniger Zugang zu sicheren privaten Räumen haben», erläutert Casano. Gerade junge queere Menschen erleben immer noch häufig ein Elternhaus oder später auch andere Lebenssituationen, in denen sie sich nicht vollständig sicher oder akzeptiert fühlen. «Einsamkeit ist ebenfalls ein ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko, das queere Menschen vermehrt betrifft», sagt Casano.

Deswegen seien Orte, die einen einfachen Zugang zu Gemeinschaft und quasi ein zweites Zuhause bieten, umso wichtiger.
Der Kanton zieht mit
Der Basler Regierungsrat unterstützt die Pilotphase vom 1. Oktober 2026 bis Ende September 2029 mit einem einmaligen Beitrag von 180'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds, wie er am 22. September 2026 mitteilte. Laut Bajour ist der Swisslos-Beitrag eine von mehreren Geldquellen für die drei Pilotjahre.
Wer die queere Szene der Stadt schon jetzt erkunden will, findet Bars, Partys und Treffpunkte im Basel Gay Guide 2026 von DISPLAY.
