Andrew Garfield lässt beim Thema queerer Spider-Man nicht locker. Mehr als ein Jahrzehnt nachdem er erstmals öffentlich gefragt hatte, warum Peter Parker nicht auf Jungs stehen könne, bekräftigt der ehemalige Spider-Man-Darsteller seine Haltung. Seine Idee: Der berühmte Superheld sollte nicht auf eine einzige sexuelle Orientierung festgelegt sein.
Für Garfield liegt genau darin die Magie der Figur. Unter der ikonischen Maske verschwinden äusserliche Merkmale – und damit auch Geschlecht und Sexualität. Spider-Man könne deshalb für jede Person stehen, unabhängig davon, wer sie ist oder wen sie liebt.
Eine alte Idee, die noch immer aktuell ist
Garfield brachte das Thema bereits 2013 während der Promotion von The Amazing Spider-Man ins Rollen. Damals spielte er mit der Idee, Peter Parker seine Sexualität erkunden zu lassen und sogar einen männlichen MJ ins Spiel zu bringen. Die Aussagen sorgten für Schlagzeilen – und Garfield bezeichnet seine damalige Haltung heute rückblickend als bewussten Akt des Widerstands, hinter dem er noch immer steht.
Seither hat sich im Spider-Verse einiges bewegt. In den Comics existiert mit Web-Weaver seit 2022 bereits ein offen schwuler Spider-Man. Auf der grossen Leinwand wurde ein queerer Spider-Man hingegen bislang nicht als Hauptfigur umgesetzt.
Garfields Botschaft ist deshalb weniger eine konkrete Forderung nach einem neuen Casting als eine Frage der Repräsentation: Wer entscheidet eigentlich, wer hinter der Maske stecken darf?
Und vielleicht ist genau das die spannendste Superkraft von Spider-Man: dass sich möglichst viele Menschen vorstellen können, selbst der Held zu sein.
