Die heimischen Seen sind schön und gut – aber manchmal will die Sehnsucht weiter. Dorthin, wo der Sand weiss, der Cocktail kalt und die Strandbar zum Laufsteg wird. Wo sich die halbe queere Welt ein Handtuch neben das andere legt und aus einem Sonnenbad ein kleines Fest wird. Wir haben für dich die sieben legendärsten Gay-Strände rund um den Globus zusammengetragen – von der katalanischen Partymeile bis zur Fähre nach Fire Island. Sonnenbrille auf, Reisepass raus.
1. Sitges, Spanien – die Mutter aller Gay-Strände
Rund 35 Kilometer südlich von Barcelona liegt das Städtchen, das seit Jahrzehnten als queere Hauptstadt des Mittelmeers gilt. Direkt im Zentrum feiert die Platja de la Bassa Rodona den ganzen Sommer über – Cocktail in der Hand, Musik im Ohr, Blicke inklusive. Wer es freizügiger und ruhiger mag, wandert raus zur Platja de l’Home Mort («Playa del Muerto»), dem textilfreien Gay-Nudistenstrand hinter den Felsen. Party oder Puls-Runterfahren – hier hast du beides.
2. Mykonos, Griechenland – Glamour zwischen weissen Häusern
Die Kykladen-Insel ist ein Klassiker, und ihre Strände sind Legende. Der Super Paradise Beach ist die grosse Bühne: türkises Wasser, Beach-Bars, DJ-Sets bis in den Abend und ein Publikum, das gern gesehen wird. Etwas entspannter und teils textilfrei geht es am langen Elia Beach zu. Dazwischen weisse Gassen, blaue Kuppeln und laue Nächte – Mykonos macht aus dem Strandtag gern ein ganzes Wochenende.
3. Gran Canaria, Spanien – Dünen soweit das Auge reicht
Die Dünen von Maspalomas sind ein Naturwunder – und mittendrin liegt einer der bekanntesten Gay-Treffpunkte Europas. Zwischen Playa del Inglés und Maspalomas, rund um den «Kiosco 7», sonnt sich die Community textilfrei im feinen Sand, während sich in den Dünen dahinter das eine oder andere Abenteuer anbahnt. Dank subtropischem Klima läuft der Betrieb praktisch das ganze Jahr – Winterflucht im besten Sinn.
4. Ipanema, Rio de Janeiro – wo die Regenbogenfahne weht
Die Dünen von Maspalomas sind ein Naturwunder – und mittendrin liegt einer der bekanntesten Gay-Treffpunkte Europas. Zwischen Playa del Inglés und Maspalomas, rund um den «Posto 7», sonnt sich die Community textilfrei im feinen Sand, während sich in den Dünen dahinter das eine oder andere Abenteuer anbahnt. Dank subtropischem Klima läuft der Betrieb praktisch das ganze Jahr – Winterflucht im besten Sinn.
5. Fire Island, USA – die Legende vor New York
Nur per Fähre erreichbar und seit den 1960ern eine Institution: Die schmale Insel vor Long Island besteht aus zwei queeren Dörfern – dem geselligen, bunten Cherry Grove und dem schickeren The Pines. Keine Autos, dafür Holzstege, Strandhäuser und Tea Dances, die in die Geschichtsbücher der Bewegung eingegangen sind. Ein Stück lebendiges queeres Erbe mit Meerblick.
6. Kapstadt, Südafrika – Sundowner unterm Tafelberg
Zum Finale ein Sprung auf die Südhalbkugel: Der Clifton Third Beach ist Kapstadts queerer Lieblingsstrand, eingerahmt von Granitfelsen und mit Postkartenblick auf die zwölf Apostel des Tafelbergs. Das Wasser des Atlantiks ist frisch bis eisig – aber der Sonnenuntergang mit Sundowner in der Hand entschädigt für alles. Wenn bei uns der Winter kommt, ist hier gerade Hochsaison.
7. Ibiza, Spanien – Freiheit am Es Cavallet
Ibiza kann Party – aber der Zauber der Insel liegt auch in ihren entspannten Momenten. Am Es Cavallet Beach, südlich von Ibiza-Stadt, trifft sich seit Jahren ein internationales, queeres Publikum zwischen Dünen, türkisfarbenem Wasser und lässigen Beach-Bars. Der Strand verbindet mediterrane Schönheit mit dem typischen Ibiza-Gefühl: ein bisschen glamourös, ein bisschen wild und immer mit dem Versprechen, dass der Tag noch lange nicht vorbei ist.
8. Miami Beach, USA – Sonne, Speedos und South Beach-Vibes
Miami Beach gehört seit Jahrzehnten zu den ikonischen LGBTQ+-Reisezielen der Welt. Besonders der Bereich rund um den 12th Street Beach am South Beach ist ein Klassiker: Regenbogenflaggen, muskulöse Sonnenanbeter, Musik aus den Strandbars und die berühmte Art-déco-Kulisse direkt dahinter. Hier wird der Strand zur Bühne – perfekt für alle, die Meer, Mode und Grossstadtenergie kombinieren wollen.
9. Sydney, Australien – Lady Bay mit Aussicht
Versteckt im Hafen von Sydney liegt Lady Bay Beach, ein kleiner, entspannter Strand mit grosser queerer Geschichte. Die geschützte Bucht in der Nähe von Watsons Bay ist bekannt für ihre offene Atmosphäre und den optionalen FKK-Bereich. Statt Party rund um die Uhr gibt es hier Natur, nackte Haut und einen spektakulären Blick über den Hafen – ein ruhiger Gegenpol zum wilden Nachtleben der Stadt.
10. Phuket, Thailand – Tropenfeeling am Patong Beach
Thailand ist längst ein Fixpunkt auf der LGBTQ+-Reisekarte Asiens – und Phuket ist einer der bekanntesten Orte dafür. Der Patong Beach verbindet tropische Strandkulisse mit dem pulsierenden queeren Leben der Insel: Tagsüber Sand, Sonne und Andamanensee, abends ist das nahe Paradise Complex das Zentrum der LGBTQ+-Szene. Der Strand selbst ist offen und international – perfekt für alle, die Badeferien mit Nachtleben kombinieren möchten.
Bevor du buchst
So verlockend die Ferne ist – ein Blick auf die Rechtslage lohnt sich. Nicht überall auf der Welt ist queeres Leben so entspannt möglich wie an diesen Stränden; informiere dich vor der Reise über die Situation vor Ort und respektiere lokale Gepflogenheiten. Sonnencreme mit hohem Schutz gehört ins Gepäck, Rücksicht auf Natur und Mitmenschen sowieso. Dann heisst es nur noch: abheben, ankommen, abtauchen – und die schönsten Strände der Welt geniessen.
