Meta sperrt unseren Mister Gay – warum, bleibt rätselhaft

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(Bild: Michael Pereira)
Nach seiner Wahl zum Mister Gay Europe wurden Michael Pereiras Social-Media-Konten gesperrt. Bis heute fehlt eine klare Begründung von Meta.

Seit der Kinderarzt Michael Pereira 2025 zum Mister Gay Europe gewählt worden ist, postet er fleissig auf Social Media. Er setzt sich für queere Anliegen ein und teilt sein Leben mit seinen Followern, von denen er allein auf Instagram 7000 hat.

Doch plötzlich war es damit vorbei. Meta sperrte am 24. August all seine Konten, ohne eine Begründung zu liefern.

«Ich war sehr schockiert und aufgebracht», sagt Michael Pereira auf Anfrage von DISPLAY. «Leider gibt Meta keinerlei konkrete Auskunft darüber, weshalb meine Accounts gesperrt wurden. Sämtliche Versuche, mit Meta Kontakt aufzunehmen, waren bisher erfolglos.»

(Bild: Michael Pereira)

Die Begründung für die Sperrung ist schwammig. Der Verdacht liegt nahe, dass der Terminus «Gay» die prüden Meta-Bosse triggert. Doch dieser Verdacht lässt sich nicht erhärten: «Die einzige Information, die ich zu Beginn erhalten habe, war, dass die Sperrung aufgrund einer sogenannten ‹Integritätsproblematik› erfolgt sei», erklärt Pereira, «im Rahmen der Überprüfung musste ich sogar ein Video meines Gesichts zur Identitätsbestätigung einreichen. Damals wurde mir mitgeteilt, dass die Überprüfung in der Regel innerhalb eines Tages abgeschlossen sei. Mittlerweile sind jedoch Wochen vergangen, ohne dass ich irgendeine weitere Information erhalten habe.»

Die Aussichten für Michael Pereira sind nicht gerade rosig: «Das Einzige, was aktuell direkt auf meinem Profil angezeigt wird, ist, dass meine drei Accounts nach Abschluss der Überprüfung wieder freigeschaltet werden, sofern kein Verstoss gegen die Richtlinien festgestellt wird. Sollte Meta hingegen einen Verstoss feststellen, würden die Accounts offenbar dauerhaft gelöscht, mit der ausdrücklichen Information, dass ich dagegen keinen weiteren Einspruch einlegen könne», sagt der verzweifelte Mister Gay zu DISPLAY.

«Was mich dabei besonders beschäftigt, ist, dass ich bis heute nicht weiss, was der konkrete Grund für die Sperrung ist und worauf sich die sogenannte ‹Integritätsproblematik› bezieht. Ich hatte somit auch keine Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen oder etwas zu erklären beziehungsweise gegebenenfalls zu korrigieren. Und dies, obwohl ich einen verifizierten Account habe, für den ich monatlich zahle. Auch auf seinem mittlerweile erstellten Back-up-Kanal werden Follower von ihm gewarnt.

Ein weiterer Skandal im Meta-Universum, das seit Donald Trumps Machtergreifung immer queerfeindlicher wird.

DISPLAY Online

Redaktion
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

03.10.2026

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