Eine Python um die Schultern, der Blick direkt in die Kamera: Im September 2001 sang Britney Spears an den MTV Video Music Awards «I'm a Slave 4 U» und verabschiedete sich damit vom braven Teenie-Pop. Im November folgte das Album dazu, schlicht «Britney» getauft. Sie war 19 und wollte endlich niemand anderes sein als sie selbst. Die Platte lieferte neben «I'm a Slave 4 U» auch «Overprotected» und «I'm Not a Girl, Not Yet a Woman» und holte in den USA Vierfach-Platin.
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Mehr InformationenJetzt öffnet Legacy Recordings zum Jubiläum das Archiv. Die erweiterte Ausgabe ist seit dem 6. November digital zu hören und umfasst 23 Titel: das Original, zusätzliche Aufnahmen und zwei Remixe. CD und Vinyl folgen am 22. Januar 2027.
Das Herzstück sind fünf Songs, die bisher nie offiziell erschienen sind. «She'll Never Be Me» schrieb Britney 2001 zusammen mit Justin Timberlake, damals noch ihr Freund. Der Song blieb unfertig liegen und flog vom Album, weil andere Stücke Vorrang hatten. Seit Oktober ist er als Vorbote draussen, und allein der Titel liest sich heute wie ein Kommentar zur berühmtesten Trennung der Nullerjahre.
«My Big Secret» stammt von den Neptunes, also von Pharrell Williams und Chad Hugo, die schon «I'm a Slave 4 U» produziert hatten. Angeblich war der Song zuerst für Janet Jackson gedacht. Britney hat ihn behalten, ein Vierteljahrhundert lang. «Right Now (Taste the Victory)» kennen Fans mit gutem Gedächtnis aus ihrer Pepsi-Werbung zur Fussball-WM 2002. Dazu kommen «Am I a Sinner» und «When I Say So».
Für die Tanzfläche gibt es «Overprotected» im Darkchild-Remix und «Boys» in der Co-Ed-Version, bei der Pharrell Williams mitsingt. Ein Titel, den wir unserem Publikum nicht weiter erklären müssen.
Ein Comeback ist das alles nicht. Britneys letztes Studioalbum «Glory» erschien 2016. Seit ihre Vormundschaft im November 2021 nach fast 14 Jahren endete, hat sie klargemacht, dass sie keine Musik mehr machen will. Ihre Geschichte erzählte sie 2023 lieber als Buch, in «The Woman in Me». Und im Februar wurde bekannt, dass sie ihre Rechte am eigenen Musikkatalog an die Firma Primary Wave verkauft hat.
Die fünf Songs sind also ein Blick zurück auf den Moment, in dem Britney zum ersten Mal selbst bestimmen wollte. Für die Community, die ihr in den dunkelsten Jahren unter #FreeBritney die Treue hielt, ist das trotzdem ein schönes Geschenk.
«Britney (25th Anniversary Edition)» ist ab sofort auf allen Streaming-Plattformen zu hören.
