An der Pride gingen Tausende in der Bundesstadt unter dem Motto
«Stark. Und zusammen noch stärker»
für ihre Rechte auf die Strasse. Die SP-Nationalrätin und queere Aktivistin Anna Rosenwasser kritisierte in ihrer Rede die «reiche und moderne Schweiz», die in Sachen Rechte für queere Menschen nur «hinteres Mittelmass» sei. Noch immer kämpften Regenbogenfamilien mit Gesetzeslücken, und in vielen Kantonen sei es nach wie vor legal, queere Menschen zu hassen oder «heilen» zu wollen.
An die Teilnehmenden wandte sich auch Lea Blattner. Bekannt wurde sie, nachdem sie sich gegen queerfeindliche Anfeindungen und Hass zur Wehr gesetzt hatte. Nach ihrem Coming-out und ihrem Austritt aus der EVP engagiert sie sich heute bei den Grünen für eine offene Gesellschaft.
Blattner forderte ein Verbot von Konversionsmassnahmen. Der Nationalrat hat 2022 ein Verbot beschlossen. Seither liegt der Ball beim Ständerat, der auf einen Bericht des Bundesrates wartet. Es müsse nun endlich vorwärtsgehen, postulierte die Queer-Aktivistin.
Sie weiss, wovon sie spricht. Denn auch ihr sollte das Lesbischsein «weggebetet» werden. Solche angeblich «gut gemeinten» Umkehrversuche seien «Gewalt in Zeitlupe», sagte Lea Blattner.
Am anschliessenden Festival begeisterten queere Künstler*innen wie Sivilian die Community. Ein gelungener Anlass, der glücklicherweise ohne grössere Zwischenfälle wie in Berlin über die Bühne ging
