Tanz in den Sommer: Die Fotografien von AdeY

Kultur

Blick von oben auf eine Betontreppe. Drei nackte Männer steigen auf allen Vieren die Treppe hinauf.
Clamber, 2016
AdeYs humorvolle, nicht sexualisierte Fotografien wirken wie Tänze in einer alternativen Welt. Einer Welt der Gleichberechtigung und Inklusion, in der jede*r einfach sich selbst sein kann – unabhängig davon, wer man ist.

Wenn Fotografie zu Tanz wird

AdeY war einst professioneller Tänzer – etwas, das in seinen Werken deutlich sichtbar wird. Sie verbinden Fotografie, Choreografie und Performance zu einer einzigartigen Bildsprache.

Niemand weiss wirklich, wer AdeY ist. Der binationale britisch-schwedische Künstler hält seinen bürgerlichen Namen, sein Alter und seinen Wohnort bis heute geheim. «Ich begann zu fotografieren, als ich noch als professioneller Tänzer arbeitete. Damals hatte ich das Bedürfnis, meine Vergangenheit hinter mir zu lassen, um als Künstler ernst genommen zu werden. Menschen zweifeln oft an dir, wenn du die Kunstform wechselst. Ausserdem möchte ich nicht, dass der Fokus auf meiner Herkunft liegt, sondern auf meinem Werk», sagt AdeY.

Tanz in eine bessere Welt

Mit Humor und Feingefühl thematisiert AdeY das Recht, unterschiedlich zu sein – hinsichtlich Körperform, Geschlecht, Sexualität, Religion oder Hautfarbe. Die Arbeiten zeigen den menschlichen Körper in seiner reduziertesten, nackten Form. Ziel ist es jedoch, Bilder zu schaffen, die weder sexualisiert noch von Vorurteilen geprägt sind, sondern auf dem Ideal von Akzeptanz beruhen. Es sind Bilder einer gerechteren Welt ohne Grenzen, Vorurteile, Nationalismus, Rassismus und Krieg, so wie sie einst John Lennon in seiner humanitären Friedenshymne «Imagine» besungen hat.

AdeY hat mehrere Fotobücher und Zines veröffentlicht, darunter JOY (The Little Black Gallery, 2026) und Uncensored (The Little Black Gallery, 2021).

Über BOYS! BOYS! BOYS!

BOYS! BOYS! BOYS! ist ein Projekt von The Little Black Gallery zur Förderung queerer und schwuler Fine-Art-Fotografie, geleitet von Mitbegründer und Direktor Ghislain Pascal.

Heute vertritt BOYS! BOYS! BOYS! mehr als 90 Fotografen aus 34 Ländern, darunter China, Indien, Iran, Kenia und Russland, Staaten, in denen LGBT*-Rechte unterdrückt werden und queeres Leben unter Druck steht.

Das Projekt umfasst Ausstellungen, Bücher, ein halbjährlich erscheinendes Magazin, Zines, Fotografiekurse, Portfolio-Reviews und eine umfassende Online-Kunstplattform.

Im Oktober 2024 eröffnete das erste BOYS! BOYS! BOYS! Gallery Café in Fitzrovia, London: BOYS! BOYS! BOYS! Gallery Café, 30C Warren Street, London.

boysboysboys.org

@boysfineart

@boysgallerycafelondon

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Veröffentlicht:

14.08.2026

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