Hello WorldPride!

Community

Die WorldPride steht vor der Tür und lässt Washington, DC in Regenbogenfarben erstrahlen. Die Stadt bietet alles, was das Herz begehrt: pulsierende Paraden, inspirierende Events und eine lebendige queere Community.

Doch es lohnt sich, auch über die Stadtgrenzen hinauszuschauen. Das Umland überrascht mit charmanten Orten, faszinierenden queeren Storys und beeindruckender Natur. Hier gibt es viel zu entdecken – von historischen Städtchen wie Alexandria bis zu ruhigen Landschaften, die perfekt sind, um zwischen den Feierlichkeiten durchzuatmen.


Eröffnung mit Paukenschlag

Ein spektakuläres Konzert und Reden im Nationals Park geben den Startschuss für die Pride-Feierlichkeiten.

Ein Meer aus Regenbogen

Die grosse WorldPride Parade führt durch die Stadt und verwandelt Washington, DC in ein farbenfrohes Fest der Vielfalt. Zum Finale begeistert ein Abschlusskonzert mit internationalen Künstler:innen und letzten gemeinsamen Feiern.

Kino, das bewegt

Das Pride Film Festival zeigt beeindruckende internationale LGBTQ+-Filme und Geschichten.

 

Tipp:

Übernachten ohne Stress

Die Hotels in der Hauptstadt sind bald ausgebucht. Entspannter wird’s
im Umland, zum Beispiel in Alexandria. Von dort kannst du sogar mit dem Velo direkt zur Pride fahren.

Infos: capitalregionusa.de

 


Richmond

Kunst, Geschichte und urbane Coolness in Virginias Hauptstadt

Richmond ist der perfekte Mix aus Geschichte, Kreativität und modernem Stadtleben. Ein idealer Startpunkt ist das Quirk, ein stylisches Boutique-Hotel, das mit Kunst und Design glänzt.

Von dort aus liegt das Jackson Ward Viertel direkt um die Ecke. Einst als «Harlem of the South» bekannt, beeindruckt es heute mit coolen Wandgemälden, kleinen Galerien und hippen Cafés. Geschichte trifft hier auf kreatives Stadtleben. 

Wer sich für Kunst interessiert, kommt im Virginia Museum of Fine Arts (VMFA) voll auf seine Kosten – die Sammlung reicht von Klassikern bis zu zeitgenössischen Werken, und das bei freiem Eintritt.

Auch die Food-Szene kann sich sehen lassen: Ob lässige Brunch-Spots oder Südstaaten-Küche auf gehobenem Niveau, hier gibt’s alles. Dazu punktet Richmond als Craft-Beer-Hotspot mit zahlreichen Brauereien, die zum Probieren einladen.

Für eine Auszeit geht’s an den James River. Egal ob Kajakfahren, Wandern oder Chillen am Wasser – die grüne Flusslandschaft mitten in der Stadt ist ein Highlight. 

Wer sich für Geschichte interessiert, sollte das American Civil War Museum nicht verpassen. Es zeigt Richmonds bedeutsame Rolle im Amerikanischen Bürgerkrieg.

Richmond ist vielseitig, entspannt und definitiv einen Trip wert – von Kunst und Geschichte bis zu gutem Essen und Outdoor-Action bietet die Stadt alles, was das Herz begehrt.

 

 


Alexandria

Historisches Flair und moderne Coolness am Potomac

Direkt am Potomac River vor den Toren von Washington, DC, ist Alexandria der perfekte Ort für ein paar entspannte Tage. Die Altstadt beeindruckt mit Kopfsteinpflasterstrassen, restaurierten Häusern aus dem 18. Jahrhundert und einem lässigen Charme, der Geschichte und Moderne mühelos kombiniert.

Ein Spaziergang entlang der King Street ist der beste Einstieg, um die Stadt zu entdecken. Die als «Great Street» Amerikas ausgezeichnete Meile bietet alles: von kleinen Boutiquen für besondere Fundstücke bis zu Cafés, die den perfekten Espresso servieren. Wer die Füsse schonen will, nimmt den kostenlosen King Street Trolley, der die gesamte Strasse abfährt.

Nicht verpassen solltest du die Alexandria Waterfront. Der Blick auf den Potomac und die Restaurants am Wasser machen sie ideal für eine kleine Pause. Besonders cool: Die Wassertaxis und die Sightseeing-Kreuzfahrten, die hier starten. Ob in die City zu den bekannten Denkmälern, nach Mount Vernon oder nach National Harbor – der Perspektivenwechsel vom Wasser aus lohnt sich.

Kulturinteressierte kommen im Torpedo Factory Art Center auf ihre Kosten. In der ehemaligen Torpedofabrik arbeiten heute Künstler live vor Publikum. Von Malerei über Schmuckdesign bis hin zu Keramik: Es gibt genug zu sehen und vielleicht auch ein passendes Mitbringsel. Abends locken die Restaurants in historischen Gebäuden mit einer besonderen Atmosphäre.

Die Geschichte Alexandrias zieht sich durch die gesamte Stadt. Das Gadsby’s Tavern Museum, einst Treffpunkt für die ersten US-Präsidenten, ist nur eines von vielen historischen Highlights. Wer noch tiefer eintauchen will, nimmt an einer der nächtlichen Geistertouren teil. Mit einer Laterne in der Hand führen kostümierte Guides durch verwunschene Viertel und erzählen Geschichten, die Alexandria in einem ganz neuen Licht zeigen.

Den Abend lässt man in Alexandria am besten bei einem Drink ausklingen. Ob Craft Beer in Alexandrias West End oder Cocktails in einer der versteckten Kneipen wie Captain Gregory’s – die Stadt weiss, wie man Genuss zelebriert. In Alexandria trifft historisches Ambiente auf modernes Stadtleben – unaufgeregt, stilvoll und genau richtig für uns.

Für ein unvergessliches Seafood-Erlebnis führt kein Weg an Hank’s Oyster Bar in Old Town North vorbei. Das Restaurant wird von der gefeierten Gastronomin Jamie Leeds (Bild) geführt, einer der angesehensten Köchinnen der US-Ostküste. Leeds, die für ihren Einsatz zur Förderung von LGBTQ-Gleichberechtigung bekannt ist, präsentiert kulinarische Perfektion in einer einladenden Atmosphäre.

 

Ein Besuch bei Salon Monte ist ein Erlebnis.
Monte, der charismatische Besitzer, ist grosszügig und herzlich. Und er kennt geradezu unglaubliche Geschichten. Bekannt aus Sendungen auf CNN, ist Monte Alexandrias berühmtestes Aushängeschild der Gay-Community und ein leidenschaftlicher Hundeliebhaber. Sein Einsatz für die Vierbeiner und die Community macht ihn zu einer echten Inspiration. Gemeinsam mit seinem Mann lebt Monte unweit des Potomac River, und sein Salon ist nicht nur ein Ort für exzellentes Grooming, sondern auch ein Treffpunkt, der von seiner unverwechselbaren Energie geprägt ist. Wer Monte begegnet, versteht sofort: Dieser Mann hat nicht nur Stil. sondern auch ein riesengrosses Herz.


Baltimore

Eine Stadt voller Charakter, Geschichte und lebendiger Kultur

Baltimore, liebevoll Charm City genannt, ist eine Stadt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Zwischen rauem Industrieerbe und kreativer Aufbruchstimmung entfaltet sie eine Energie, die gleichzeitig bodenständig und überraschend ist. Hier treffen Vergangenheit und Moderne aufeinander, und jede Strasse erzählt ihre eigene Geschichte.

Im kulturellen Herzen der Stadt, Mount Vernon, zeigt uns Gary von der LGBTQ Heritage Initiative, wie lebendig Geschichte hier wirkt. Das imposante Washington Monument thront wie eine Kulisse aus einem Batman-Film, nur echter und lebendiger. Drumherum prächtige Fassaden, gemütliche Cafés und kleine Galerien – ein Quartier, das pulsierend und doch entspannt wirkt.

Baltimore ist auch eine Stadt der Kunst. Im Baltimore Museum of Art erwarten uns Werke von Matisse, Warhol und Rodin, doch die Kunst lebt längst nicht nur in Museen. Sie zeigt sich auf grossen Hauswänden, in der Graffiti Alley oder in verborgenen Ateliers. Wer weiterzieht, landet in Fells Point, wo Kopfsteinpflaster, alte Hafengebäude und moderne Pubs ein urbanes und gleichzeitig nahbares Flair schaffen. Hier geniesst man ein kühles Bier oder den Blick aufs Wasser und spürt die Geschichte des alten Hafenviertels.

Auch nachts hat Baltimore Charakter. Die älteste Gay-Bar der Stadt, Leon’s, lädt zu einer lockeren Karaoke-Runde ein, während das glamouröse Bloom’s im Hotel Ulysses opulente Cocktails serviert. Zwischen Live-Musik und stilvollen Drinks spürt man, wie die Stadt ihre Gegensätze feiert: roh und kunstvoll, leise und laut, historisch und modern.

 

 

Baltimore ist auch eine Stadt der Kunst. Das Baltimore Museum of Art beeindruckt mit Meisterwerken von Matisse, Warhol und Rodin. Doch Kunst findet hier nicht nur in Museen statt. Aktuell zeigt auch der queere Künstler Raúl de Nieves seine farbenfrohen Skulpturen.

In Baltimore gibt es einen Ort, der sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert: ein Laden voller Farben, Kreativität und Charme. Geführt wird E.C. Pops von Doug Yeakey und seinem Ehemann Lance – zwei herzlichen Männern, die den Ort zu mehr als nur einem Shop machen. Unten erwarten dich köst-
liches Gourmet-Popcorn und liebevoll ausgesuchte Geschenke. Doch das Highlight liegt im oberen Stockwerk: der Rainbow Room. Hier findest du alles rund um Pride.

Tipp: Frage nach dem Hidden Room – da warten noch mehr Schätze auf dich.

 

Gertrude’s ist eine Institution in Baltimore. Gegründet 1998 von John Shields und John Gilligan, war das Restaurant Vorreiter der Farm-to-Table-Bewegung. Es pflegt enge Beziehungen zu lokalen Bauern und Fischern in Maryland. Die preisgekrönte Küche, gelobt von Food & Wine, Travel & Leisure und der Washington Post, feiert die Chesapeake-Kulinarik mit frischen, regionalen Zutaten.

Das Papermoon Diner ist ein echter Hingucker. Neben seiner vielseitigen American Fusion-Küche – von veganen Nachos bis zu PB&J French Toast – beeindruckt es vor allem durch sein farbenfrohes Design. Mehr als 20 Jahre sammelte Designer David Briskie Kunstwerke, Skulpturen und kuriose Fundstücke, die das Innere und Äussere des Diners in eine skurrile Galerie verwandeln. Lokale Künstler sind ein fester Bestandteil: ihre Werke schmücken die Wände, und selbst die T-Shirt-Designs des Diners stammen aus der kreativen Szene Baltimores. 

 

Das Washington Monument am Mount Vernon Place, aus dem Hotelzimmer betrachtet, wirkt wie eine Kulisse aus einem Batman-Movie – ikonisch und voller Atmosphäre.

 

Mount Vernon, oft als Baltimores Gay-borhood bekannt, ist ein Viertel voller LGBTQ+-Geschichte und kultureller Bedeutung. Die LGBTQ+ Walking Tour mit Guide Gary führt zu wichtigen Orten, wie Gertrude Steins ehemaligem Zuhause und Drehorten früher John-Waters-Filme.
Von den feministisch geprägten Kämpfen der 1890er-Jahre bis zur AIDS-Aktivismusbewegung bietet die Tour spannende Einblicke in die bewegte Geschichte und das Engagement der LGBTQ+-Community Baltimores.

 


Frederick

Kleinstadt mit Charme

Frederick, eine charmante Kleinstadt in Maryland, ist der ideale Mix aus historischem Flair und lebendigem Stadtleben. Die gut erhaltene Altstadt beeindruckt mit Kopfsteinpflastergassen, alten Backsteinhäusern und kleinen Boutiquen, die zum Bummeln einladen. Cafés und Restaurants entlang des malerischen Carroll Creek verführen zu entspannten Pausen am Wasser.

Doch Frederick hat noch mehr zu bieten: eine grosse, engagierte queere Community, die das Stadtleben bereichert. Am Dienstagabend trifft man sich in geselliger Runde zu Dinner und Bier, am Donnerstag steht Karaoke auf dem Programm. Zahlreiche Gruppen und starke Organisationen wie The Frederick Center setzen sich für die LGBTQ+-Community ein. Ein Highlight ist die jährliche Pride, die hier mit viel Herz und Engagement organisiert wird. Neu eröffnet wurde auch ein Regenbogen-Haus in einer ehemaligen Kirche – ein starkes Symbol für Vielfalt und Zusammenhalt.

Die Stadt steckt voller Geschichte. Im National Museum of Civil War Medicine erhält man spannende Einblicke in die medizinische Versorgung während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Gleichzeitig lebt Frederick von seiner kreativen Szene. Kunstgalerien, Vintage-Läden und kleine Theater prägen das Stadtbild.

Herzlich begrüsst wurden wir von Kris Fair, der uns die Community und ihre wichtigsten Orte zeigte. Sein Engagement spiegelt sich überall wider und macht deutlich, wie stark die LGBTQ+-Bewegung in Frederick verwurzelt ist.

Auch kulinarisch punktet Frederick. Ob Craft-Bier in den lokalen Brauereien oder Fine Dining in ausgezeichneten Restaurants – hier wird Genuss grossgeschrieben. Dazu kommen Parks und Wanderwege in der Umgebung, die zu Ausflügen in die Natur einladen.

Frederick ist klein, aber voller Leben. Ein Ort, der Geschichte, Gemeinschaft und Kultur vereint und dabei immer wieder überrascht.

 

Die Cunningham Falls bieten eine beeindruckende Kulisse für Erholung und Naturgenuss. Touristen
finden hier Ruhe zwischen klaren Wasserfällen und grünen Wäldern – nur einen Steinwurf entfernt
von Camp David, dem berühmten Rückzugsort der US-Präsidenten. Wer nicht alleine gehen möchte, findet Anschluss bei den Stonewall Climbers, einer LGBTQ+-Klettergruppe aus Frederick.

 

Die Landschaft rund um Fre-derick begeistert mit sanften Hügeln, malerischen Wäldern und versteckten Wasserfällen – ein ruhiges Idyll, das wie gemacht ist für eine kleine Auszeit in der Natur.

 

Im Magoo’s Pub & Eatery trifft sich jeden Dienstag eine queere Gruppe zu Bier und Austausch, angeführt von Jose und Philipp.

 

Kris und sein Team haben eine ehemalige Kirche in einen lebendigen Treffpunkt verwandelt: das Frederick Center. Seit 2012 setzt sich die Organisation für die LGBTQ+-Community ein und bietet einen sicheren Raum für Unterstützung, Austausch und Zusammenhalt.

 

Was vor über 20 Jahren als kleines Projekt begann, ist heute ein Treffpunkt für Kaffeeliebhaber. Serina und Sara führen Dublin Roasters in Frederick mit viel Leidenschaft und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Die Bohnen kommen direkt von kleinen Farmen aus Ländern wie Kolumbien und Brasilien und werden vor Ort frisch geröstet.

 

Raphael Hadad

Creative Director
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

31.01.2025

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