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The Fontenay Hamburg: Zwischen queeren Nächten und luxuriöser Ruhe

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Hamburgs queere Nächte sind lang. Im The Fontenay finden wir danach genau das, was zählt: Ruhe, Wasser und einen Pool über den Dächern der Stadt.

Als wir in die Strasse Fontenay einbiegen, steht es plötzlich da: strahlend weiss, gerundet, von alten Platanen umstellt. Von oben erkennt man die Idee besonders schön: Drei kreisförmige Gebäudeteile greifen ineinander wie Baumkronen. Der Hamburger Architekt Jan Störmer hat das Haus 2018 entworfen – mit fliessenden Formen und rechten Winkeln nur dort, wo sie wirklich nötig sind. Weniger Hotel als Skulptur am Ufer der Aussenalster.

Drinnen zieht sich das Atrium 27 Meter in die Höhe. Unser Zimmer – eines von 130 im Haus – hat helles Parkett, einen Balkon und den Blick, für den Hamburg berühmt ist: Wasser, Segelboote, dahinter die Türme der Stadt.

Am Abend zieht es uns hinaus. Hamburgs queeres Nachtleben findet man unter anderem rund um die Lange Reihe in St. Georg und auf St. Pauli. Bars, Clubs, Theater, ein Drink hier, einer dort – und irgendwann wird aus dem Abend eine dieser Hamburger Nächte, die etwas länger dauern als geplant. Das Schöne am Fontenay: Eine kurze Taxifahrt später ist vom Trubel kaum noch etwas zu spüren. Zurück bleiben Park, Alster und ziemlich viel Ruhe.

Der Morgen danach

Das Beste am nächsten Morgen wartet im sechsten Stock. Das Spa mit seinem 20 Meter langen Pool führt von drinnen nach draussen, bis die Wasserkante mit der Alster zu verschmelzen scheint. Wir schwimmen hinaus und schauen in einen norddeutschen Himmel, der ausnahmsweise mitspielt. Dazu Panorama-Sauna, Dampfbad und Dachterrasse – eine ziemlich gute Kur gegen eine lange Nacht.

Eine Etage höher kocht Julian Stowasser im Lakeside für zwei Michelin-Sterne. Unkomplizierter geht es im Parkview oder in der Osteria due. Und wer am Abend schon wieder bereit dafür ist, nimmt den Absacker in der Fontenay Bar mit Blick über die Alster.

Am Ende verstehen wir, warum der Guide Michelin dem Haus drei von drei Keys zugesprochen hat. Nicht weil hier alles glänzt – sondern weil nichts laut sein muss. Feiern kann man in dieser Stadt überall. Sich davon erholen am schönsten hier.

The Fontenay, Hamburg. 130 Zimmer und Suiten, Spa mit 20-Meter-Pool im sechsten Stock, Rooftop-Bar, drei Restaurants.

▶ Infos: thefontenay.com

Daniel Strässle

Geschäftsführung
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

26.10.2026

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