118 Inseln, drei Versprechen: Kultur, Sport & Abenteuer auf Tahiti

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Auf der Südhalbkugel fängt das Jahr jetzt erst richtig an. Bis Oktober sind die Buckelwale noch da. Zahllose Inseln und Atolle, verstreut über eine Meeresfläche von der Grösse Europas. Drei Gründe, jetzt gleich zu buchen: Kultur, Sport und Abenteuer.

A B E N T E U E R – Wo die Strasse aufhört

Bis Oktober ziehen Buckelwale durch, die aus der Antarktis kommen, um hier zu kalben. Eine halbe Stunde im Wasser neben einem von ihnen schlägt zwei Wochen Hängematte. Die Beobachtung ist reglementiert, was gut ist – unbedingt bewilligte Anbieter buchen.

Fünf Archipele, 118 Inseln – und die Unterschiede dazwischen sind grösser als die zwischen Zürich und Palermo.

Tahiti und Moorea sind vulkanisch, grün und steil: Wanderungen zu Wasserfällen, Aussichtspunkte über zwei Buchten gleichzeitig, Regenwald zehn Minuten hinter dem Hotel.

Die Tuamotu-Atolle sind flach und spielen ihr Programm unter Wasser – Rangiroa und Fakarava gehören zu den besten Tauchrevieren des Pazifiks.

Die Marquesas ganz im Norden haben kaum Lagunen, dafür Klippen, Pferde und die dramatischste Landschaft des Landes.

Schlafen lässt sich in Villen über dem Wasser oder in einer Pension de famille im Dorf. Ersteres bietet Glasboden, Leiter direkt in die Lagune, Frühstück per Kanu. Das Zweite kostet einen Bruchteil davon und kann zu interessanten Begegnungen zweier Kulturen führen. Idealerweise beides ausprobieren.

Die Männerformationen tanzen den ʻōteʻa – Knie, Sprung, Standhalten, Oberkörper im selben Takt, bunte Röcke und sonst nicht viel. Man kommt für die Choreografie und bleibt aus anderen Gründen. Das darf man ruhig zugeben.

Den ganz grossen Auftritt gibt‘s dann im nächsten Sommer. Das Heiva I Tahiti mit Tanzwettbewerb und dem sportlichen Heiva Tūʻaro Māʻohi – mit den Disziplinen Speerwerfen, Steinheben, Kokosnussbaum-Klettern, Auslegerkanu-Rennen – läuft wieder im Juli. Wer findet, Steinheben klinge putzig, sollte sich die Steine ansehen. Und die Arme der Teilnehmer.

S P O R T – Die perfekte Welle

Teahupo’o auf Tahiti Iti liegt buchstäblich am Ende der Strasse; weiter geht es nur per Boot. Die Welle dort reitet man nicht, man übersteht sie. Sie bricht über flachem Riff, wird dick statt hoch und gilt seit Jahrzehnten als eine der schwersten der Welt – 2024 war sie olympische Bühne.

Im August versammelte sich hier die Weltelite der Wellenreiter. Die 27. Ausgabe des Tahiti Pro wurde erstmals als eigenständiger Event ausgetragen. Die Welle steht aber auch ohne Wettkampf, und vom Boot aus zuzusehen, wie Einheimische sie nehmen, ist ohnehin das ehrlichere Spektakel.

Was noch kommt: der Mangareva Pearl Trail auf den abgelegenen Gambier-Inseln am 13. September über vulkanische Gipfel und unverbaute Küste. Und am 7. und 8. November der XTERRA Triathlon auf Moorea. Mehr als 300 Athletinnen und Athleten kämpfen sich durch Regenwald, Berge und Lagune, mit Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Der ist zum Mitmachen, nicht nur zum Schauen

KULTUR – Federn, Trommeln, Disziplin

Das nächste grosse Tanzereignis steht im November an. Das Hura Tapairu wurde 2004 für Gruppen gegründet, die die grosse Freilichtarena To’atā nicht füllen können. Die Tanzgruppen geniessen völlige kreative Freiheit bei Choreografie, Gesang und Kostüm. Wer hier auffällt, nimmt im Sommer im Heiva teil.

 

Gespielt wird vom 25. bis 28. November und vom 2. bis 5. Dezember 2026 im Grand Théâtre der Maison de la Culture in Papeete, jeweils ab 18 Uhr. Und weil das ein Theatersaal ist, spielt das Wetter keine Rolle.

Folklore für Hotelgäste ist das nicht, das ist Champions League: monatelanges Training, Kostüme aus Federn, Rinde und Perlmutt, ein Publikum in den Tausenden und eine Jury, die zählt.

Queer im Südpazifik – das Praktische

Es gilt französisches Recht, die Ehe für alle inklusive. Sie ist legal seit 2013, die erste Trauung fand am 8. Juli jenes Jahres auf Moorea statt. Seit 2023 gibt es jährlich eine Tahiti Pride Week mit einer Marche des fiertés in Papeete.

Tahiti Tourisme ist Mitglied der International LGBTQ+ Travel Association und hat mit «The Welcome Test» eine eigene Kampagne für queere Gäste; als Partner gelistet sind unter anderem Manava Beach Resort & Spa Moorea, Tahiti Travel Services und E-Tahiti Travel.

Anlaufstelle vor Ort: der Verein Cousins Cousines de Tahiti, aktiv in allen fünf Archipelen.

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Veröffentlicht:

16.09.2026

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