Rui Takahashi: Japans Volleyballstar outet sich als schwul

Community

(Bild: Bild: Takahashi Rui via Instagram)
Der japanische Volleyballprofi Rui Takahashi hat sich öffentlich als schwul geoutet. Ein persönlicher Schritt, der ihm nicht leichtfiel – und zugleich ein Zeichen dafür, wie wichtig Sichtbarkeit im Profisport ist.

Rui Takahashi spricht offen über seine Sexualität. Der 26-jährige japanische Volleyballprofi hat sich öffentlich als schwul geoutet und damit einen sehr persönlichen Einblick in seinen bisherigen Weg gegeben.

Lange Zeit habe er mit seiner Sexualität gerungen und Schwierigkeiten gehabt, sich selbst zu akzeptieren. Besonders geholfen habe ihm sein jüngerer Bruder Ran Takahashi, ebenfalls ein erfolgreicher Volleyballspieler. Die beiden spielten zeitweise gemeinsam im selben Team. Gespräche mit seinem Bruder hätten ihm dabei geholfen, sich selbst besser anzunehmen.

Auch aus seinem familiären und sportlichen Umfeld habe er Unterstützung erfahren. Für Takahashi steht dabei fest: Seine Sexualität soll nicht darüber entscheiden, wie er als Sportler wahrgenommen wird. Er möchte weiterhin Volleyball spielen, sich weiterentwickeln und gleichzeitig offen als der Mensch leben können, der er ist.

Sein Coming-out ist auch deshalb bemerkenswert, weil offen queere Männer im professionellen Mannschaftssport noch immer wenig sichtbar sind. Gerade im Spitzensport, wo Leistungsdruck und ein starkes Bild von Männlichkeit häufig zusammentreffen, kann ein solcher Schritt eine besondere Bedeutung haben.

Takahashi richtet seine Botschaft deshalb auch an Menschen, die selbst mit ihrer sexuellen Orientierung kämpfen: Man müsse sich nicht für das eigene Ich schämen. Sein persönlicher Weg zeigt, dass Selbstakzeptanz Zeit brauchen kann – und dass Unterstützung von Menschen im eigenen Umfeld dabei einen entscheidenden Unterschied machen kann.

DISPLAY Online

Redaktion
DISPLAY Magazin

Artikel jetzt teilen

Veröffentlicht:

29.09.2026

Weitere Artikel zum Thema

Community

Goose ist diesen Sommer mit dem Anspruch gestartet, mehr als eine klassische Dating-App zu sein. Statt sich ausschliesslich auf Hookups zu konzentrieren, verspricht die neue Plattform Raum für queeres Networking, Freundschaften und Community.
07.07.2026

Politik

Die Absage der Zurich Pride 2026 wurde schnell mit fehlenden Sponsoren erklärt. Die Recherchen von DISPLAY zeigen: Weder Gilead noch Swiss, ZKB oder UBS sind abgesprungen – die Wahrheit ist komplizierter.
20.02.2026

News

DISPLAY trifft den «Heartstopper»-Star zum exklusiven Interview. Doch die spannendste Frage stellt sich erst danach: Wie endet sein Abend?
25.09.2026
Mehr gibt es leider gerade nicht. Wir schreiben fleissig weiter.