In einer Welt, in der Performance oft wichtiger ist als das Erlebnis selbst, will Madonna, dass ihr sie auf der Tanzfläche trefft und nicht zu einem «Vibe-Killer» werdet. Nach ihrer Kritik am smartphone-süchtigen Coachella-Publikum zusammen mit Sabrina Carpenter ruft Confessions II dazu auf, zu tanzen, zu reden, zu lieben, Gemeinschaft zu finden und wieder eine Verbindung zur realen Welt herzustellen.
1. Es ist nie zu spät
Seit Jahrzehnten gelten Frauen über 40 in der Mainstream-Medienlandschaft als überholt. Doch wir erleben eine Popkultur-Ära, in der Icons weit über ihre 40er, 50er und 60er hinaus erfolgreich sind. Gaga ist 40, Katy Perry (41) feiert ein Comeback, Beyoncé ist 44 und erreicht neue Höhen, und Madonna hat mit 67 ihr bestbewertetes Album seit 20 Jahren veröffentlicht. Sie beweist: Es ist nie zu spät, sich neu zu erfinden oder eine neue Verbindung zum Publikum herzustellen.
2. Die Vergangenheit in die Zukunft bringen
In die Vergangenheit zurückzublicken ist etwas anderes, als sich zu wiederholen, und da liegt viel Wert. Wer eine Deluxe-Edition von Confessions on a Dance Floor (2005) erwartete, bekam eine frische, moderne Interpretation von Dance-Musik. Das Album bringt Madonna an einer neuen Generation näher – unterstützt unter anderem durch Sabrina Carpenters Feature auf Bring Your Love.
Die beiden Stars performten Vogue, Like a Prayer und ihre neue Kollaboration beim Coachella-Festival. Der Auftritt ging viral und rückte sowohl Klassiker als auch neue Musik ins Rampenlicht. Modern, originell und doch sie selbst: Das ist wahre Kunst.
3. Mehr als nur Musik
Musik allein reicht in der heutigen Social Media Ära nicht mehr. Es braucht eine visuelle, ästhetische und konzeptuelle Welt, die Aufmerksamkeit erzeugt und Gespräche auslöst.
Der 14-minütige Confessions II-Film erfüllt genau das. Mit Mode, eindrücklichen Bildern und prominenten Auftritten – von Julia Garner und Benedict Cumberbatch bis Kate Moss – wird das Album zu einem kulturellen Moment. Madonna schafft es erneut, durch Musik eine Community und eine ganze Welt aufzubauen. Diesmal will sie, dass ihr diese Welt auf der Tanzfläche erlebt.
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Mehr Informationen4. Freiheit ist alles
Madonnas letzte Projekte waren zwar kritisch gelobt, erhielten aber weniger Aufmerksamkeit als Confessions II. Vielleicht haben gerade diese ruhigeren Releases ihr dieses «Feel So Free» gegeben: experimenteller, kreativer und furchtloser zu werden.
Im Film sagt sie, sie liebt es:
« eine neue Persona, eine andere Identität »
zu erschaffen. Das tut sie zweifellos – aber diesmal wirkt es auch wie eine Rückkehr zu der Künstlerin der Hung Up-Ära, die wir lieben.
Sie ergänzt: «Ich kann sein, wer ich will», ein Satz, der ihre gesamte Karriere geprägt hat. Seit Jahren wird sie für ihren Körper, ihr Image und ihre Sexualität kritisiert, immer wieder mit der Aussage konfrontiert, dass eine Frau ihres Alters keine Latex-Outfits oder Miniröcke tragen oder sich so offen ausdrücken sollte. Ihre Antwort ist simpel: Sie kann es und sie wird. In My Sins Are My Saviour sagt sie auf Französisch:
«Je n’étais pas perdue, j’étais juste cassée, ils ont essayé de me faire tomber»
«Ich war nicht verloren, ich war nur gebrochen; sie haben versucht, mich zu Fall zu bringen» und reclaimt damit ihre eigene Narrative.
Später sagt sie: « Ich wünschte, ich könnte wie andere sein und mir einfach alles egal sein. Deshalb gehe ich so gerne tanzen.» Für das queere Publikum sind Dancefloors Safe Spaces. Auch wenn sie gerne anders wäre, bleibt sie sich treu. Confessions II erinnert: Es lohnt sich immer, man selbst zu sein – auch wenn es schwierig ist. Es gibt immer eine Community, eine Tanzfläche, ein Zuhause.
All diese Lektionen resonieren stark mit der queeren Community: die Angst, sich selbst zu sein, sich verstecken zu müssen, Schwierigkeiten mit Sexualität und Verletzlichkeit und sogar das Wiederaufrollen der Vergangenheit Themen sind, die viele queere Menschen nur zu gut kennen. Und damit zur fünften Lektion.
5. Community
Mit diesem Album bleibt sie ihrer Gemeinschaft treu. Madonna weiss, dass ihre Fangemeinschaft das Fundament ihrer Karriere ist. Indem sie Kunst für marginalisierte Communities schafft, hat sie diese Bindung gestärkt. Sie war eine prägende Stimme während der AIDS-Krise und ist bis heute zentral für die LGBTQ+ Community.
Für diese Ära arbeitete sie mit Grindr für exklusive Inhalte und Merchandise: Wenn du queer bist, bekommst du Mother zuerst.
Die Confessions II-Visuals sind voller queerer Symbolik – von Küssen und Mode bis zu Referenzen und Hommagen. Im Zentrum steht:
«Jeder hier ist ein Kunstwerk.»
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