«Heated Rivalry»: Noch heisser, noch emotionaler – und fast nackt?

Film

Bild: 'Heated Rivalry' via Crave
Die Stars von «Heated Rivalry» wären für noch freizügigere Szenen bereit gewesen. Doch die zweite Staffel verspricht nicht nur mehr Erotik, sondern auch mehr Herzschmerz. Wir sind bereit.

Die Chemie stimmt, die Sexszenen sorgen für Gesprächsstoff – und offenbar wäre sogar noch mehr drin gewesen. Hudson Williams und Connor Storrie, die in «Heated Rivalry» die rivalisierenden Eishockeyprofis Shane Hollander und Ilya Rozanov spielen, waren bereit, vor der Kamera wirklich alles zu zeigen. Ja, auch von vorne.

Doch Showrunner Jacob Tierney hatte eine klare Vorstellung davon, wie weit die Serie gehen sollte. Bei einem Gespräch mit Schauspieler Andrew Rannells über sein neues Buch I’ll Believe in Anything: The Making of Heated Rivalry Season 1 verriet er, wie er auf die Bereitschaft der beiden Stars reagierte:

«I was like, ‘I’m not showing your dicks’»

sagte Tierney.

Deutlicher kann man es wohl kaum formulieren. Die Schauspieler waren bereit, die Hüllen komplett fallen zu lassen – aber der Mann hinter der Kamera wollte nicht alles zeigen. Jacob, wir respektieren deine künstlerische Vision. Aber wir wären auch froh gewesen, wenn du nichts gesagt hättest.

Tierney betonte, dass die Entscheidung bei ihm lag und nicht an der Zurückhaltung von Williams oder Storrie. Die intimen Szenen wurden im Voraus genau geplant. Intimitätskoordinatorin Chala Hunter unterstützte die Produktion dabei, Grenzen abzusprechen und sicherzustellen, dass die Schauspieler wussten, was auf sie zukommt. Spontane Überraschungen waren also nicht das Ziel – auch wenn diese Enthüllung für Fans durchaus überraschend kommt.

Bild: 'Heated Rivalry' via Crave

Staffel zwei wird heisser – und trauriger

Wer nun hofft, dass die nächste Staffel sämtliche Hüllen fallen lässt, muss sich vielleicht noch gedulden. Dafür gibt es einen anderen Grund, sich auf die Fortsetzung zu freuen: Sie soll genauso sexy, aber emotional deutlich schwerer werden.

Die zweite Staffel basiert auf Rachel Reids Roman The Long Game, der die Geschichte von Shane und Ilya nach ihrem Liebesgeständnis weitererzählt. Nach rund zehn Jahren heimlicher Affäre müssen die beiden herausfinden, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen kann, während ihre Beziehung in der Welt des Profisports weiterhin geheim bleibt.

Der Reiz des Versteckspiels weicht damit einer schwierigeren Frage: Wie hält eine Liebe dem Druck stand, wenn man sie nicht offen leben kann? Dazu kommen Ilyas psychische Belastungen und die toxisch-maskuline Kultur des Profieishockeys. Die heissen Momente sollen dennoch nicht zu kurz kommen – schliesslich gehören sie genauso zu dieser Liebesgeschichte wie Sehnsucht, Verletzlichkeit und Herzschmerz.

Hudson Williams und Connor Storrie kehren für die zweite Staffel zurück. Die Dreharbeiten sind für August 2026 angesetzt gewesen; der Start der neuen Folgen wird für das Frühjahr 2027 erwartet.

Bis dahin bleibt uns eine brennende Frage: Wird Tierney bei der Nacktheit weiterhin so konsequent bleiben? Wir wollen ja nicht seine künstlerische Vision infrage stellen. Aber wenn zwei Hauptdarsteller freiwillig bereit sind, noch weiter zu gehen, darf man als Publikum doch zumindest ein kleines bisschen enttäuscht sein.

Andreas Koch

Artikel jetzt teilen

Veröffentlicht:

16.10.2026

Weitere Artikel zum Thema

Kultur

Queere Fotografen Nº3 - Der russische Fotograf Nikita verbindet Erotik und Theater zu Bildern, die Männlichkeit neu denken und verborgene Seiten sichtbar machen.
14.10.2026
Person hält pinke RIDE-Luftballonbuchstaben in der Zürcher Bahnhofstrasse bei Sonnenschein.

Kultur

Am 20. Juni verwandelt sich das Kaufleuten Zürich in eine Day-to-Night Experience. Mit Jodie Harsh, After-Parade-Vibes und einer Clubnacht bis in den Morgen. Wir verlosen 3x2 Tickets.
10.05.2026

Film

Joe Locke zeigt sich in «Black Church Bay» von seiner düsteren Seite: Als schwuler Schüler Jasper verbringt er ein geheimes Wochenende mit seinem Lehrer – danach ist er spurlos verschwunden. Die ersten Bilder
07.09.2026
Mehr gibt es leider gerade nicht. Wir schreiben fleissig weiter.