Fabian Kagimu: Befreiungsreise

Diversity Porträts

Fotos Maksim Finogeev | Kostümdesign Sadık Sütçü
Die Lebensgeschichte von Fabian Kagimu, aufgezeichnet von der Autorin Nadia Saadi.

Als ich in mein Zimmer zurückkehre, stinkt es fürchterlich. Als hätte man eine Kuh geschlachtet und dort verrotten lassen. Der metallische Geschmack von Blut klebt mir auf der Zunge. Aber es ist nicht mein Zimmer, das so stinkt. Ich habe das Trauma mit nach Hause genommen.

Es geschah vor wenigen Stunden. Die Axt, mit der sie in die bescheidene Behausung eindrangen, liegt noch neben dem Bett. Daneben steht ein kleiner Karton. Mit blauem Textmarker hat jemand in akkurater Schrift seine Botschaft hinterlassen: «WIR HASSEN SCHWULE!»

Sie liegt nackt auf ihrem Bett, Blut überall. Ihr Körper ist dunkel, ein dumpfes Schwarz ohne Leben. Ihr Gesicht wurde mit Nägeln durchbohrt. Zwischen ihren Ohren steckt ein Messer. Die Zunge hängt aus ihrem Mund. Sie liegt dort wie ein vergessenes Etwas. Als wäre sie niemals auf dieser Welt gewesen.

Jone Brian, so hiess die Frau, war nicht schwul. Sie war trans – und eine meiner engsten Freundinnen. Am 21. Mai 2021 fanden wir sie ermordet in ihrem Zuhause auf. Sie wurde nur 22 Jahre alt. Ich werde sie niemals vergessen.

Die Polizei aber hat sie vergessen – oder will sie vergessen. Der Mordfall wird nicht weiterverfolgt.

Queere Menschen abzuschlachten ist in unserem Land Uganda kein Verbrechen.

Die Community will Abschied nehmen. Gemeinsam mit 30 Freund*innen wollen wir ihr die letzte Ehre erweisen. Wir mieten einen Bus und fahren in ihren Heimatort, ein Dorf in Ostuganda. Als wir auf dem Parkplatz vor dem Friedhof aussteigen, werden wir bereits erwartet. Mit Stöcken und Messern bewaffnet kommen sie auf uns zu. Die Schwester der Toten schreit: «Haut ab. Wir wollen euch hier nicht. Fahrt zur Hölle und nehmt den verdammten Leichnam gleich mit.» Schnell steigen wir wieder in den Bus und fahren davon. Die Beerdigung unserer Freundin findet ohne uns statt.

Wir alle können nicht ertragen, was geschehen ist. Aber wenigstens haben wir einander, können unsere Trauer, unsere Ängste und unsere Verzweiflung teilen. Jeden Sonntag treffen wir uns in dem Hostel, in dem ich wohne.

Was können wir tun? Diese Frage wird immer grösser. Wir alle kennen Menschen aus der Community, die Hilfe brauchen. Menschen, die von ihren Familien verstossen, zusammengeschlagen oder ins Gefängnis gesteckt wurden. Vor allem in Ostuganda, dem konservativen und religiös geprägten Teil des Landes, ist die Lage dramatisch.

«Lasst uns etwas auf die Beine stellen», beschliessen wir. Prism Empowerment and Development Initiative, kurz Prism Uganda, nennen wir unsere Initiative. Sie soll vor allem Transpersonen unterstützen – Menschen wie Jone Brian.

Zwei Jahre vergehen.

23. März 2023.

Gut gelaunt kommen wir aus einem Meeting. Unsere Gäste, Mitarbeitende einer Stiftung aus Kampala, haben uns Fördergelder für HIV-Prävention und Mental Health zugesagt. Mittlerweile haben wir in einem Dorf in Ostuganda ein kleines Safe House aufgebaut. Drei Zimmer für sechs Personen. Ein kleines Büro mit PCs, Drucker und Kühlschrank – alles ist vorhanden.

 

Am Abend sitzen wir mit unserem Kernteam im Büro und erfassen die Daten unserer Klient*innen. Sechs queere Studierende voller Träume. Dieser Tag hat uns Hoffnung geschenkt.

Dann, gegen 18 Uhr, klopft es heftig an unserem Tor. Die Männer sagen, sie suchten eine vermisste Person. Wir öffnen.

Keine Stunde später sitzen wir zu sechst auf dem Polizeirevier.

Vier Polizisten sitzen uns an einem Tisch gegenüber, in einem vielleicht zwölf Quadratmeter grossen Raum. Es ist so stickig, dass wir kaum atmen können. Dann beginnen die Beschuldigungen.

«Ihr rekrutiert junge Menschen und zwingt sie zur Pornografie, die ihr an die Weissen verkauft. Es gibt ein Video, das euch bei pornografischen Filmaufnahmen zeigt.»

Die Worte prasseln auf uns ein. Wir verstehen sie nicht. Es gibt kein Video.

Wir wehren uns gegen die haltlosen Anschuldigungen. Ohne Vorwarnung schlagen sie uns ins Gesicht. Blut rinnt aus unseren Nasen und Ohren. Trotzdem gestehen wir nicht. Es gibt nichts zu gestehen.

In Handschellen werden wir abgeführt. Ein grosser Polizeiwagen bringt uns zum Hauptrevier in Jinja. Während der rund halbstündigen Fahrt heulen die Sirenen.

Als wir ankommen, sind die Reporter bereits da. Ihre Kameras sind wie Schusswaffen auf uns gerichtet. Mikrofone werden uns ins Gesicht gestossen, Anschuldigungen entgegengeschrien. Wir sind live im Internet.

Panisch versuchen wir, unsere Gesichter zu verbergen. Wir verstehen nicht, was geschieht.

 

Kurz darauf verbreiten sich die Schlagzeilen im ganzen Land: «Sechs schwule Pornodarsteller verhaftet. Mitglieder eines Pornorings.»

Plötzlich sind wir berühmt.

Religiöse Führer greifen unseren Fall auf und nennen uns als Beispiel für den moralischen Verfall der Gesellschaft. Die Botschaft ist eindeutig: Queere Menschen sind eine Gefahr.

Stell dir vor, deine Mutter sieht das, schiesst es mir durch den Kopf. Dein Sohn als «Antichrist» im staatlichen Fernsehen.

Erinnerungen aus meiner Kindheit: Wir wohnten in einer Beton-Baracke am Rande von Kampala.

Wie jeden Tag fülle ich Blechschüsseln mit Wasser, nehme Kleidung vom grossen Wäscheberg, breche ein Stück Kernseife ab und beginne zu schrubben. Meine zwei Monate alte Halbschwester sitzt auf dem Kleiderberg, der noch gewaschen werden muss, und beginnt zu weinen.

Seufzend binde ich sie mir mit einem Tuch auf den Rücken, gehe zur Kochstelle und entfache die Kohle unter dem Kochtopf. Ich gebe zermahlene Erdnüsse, zerdrückte Bananen und Milch hinein, verrühre alles zu einem sämigen Brei und beginne, sie zu füttern.

Meine Aufgaben sind endlos: kochen, putzen, waschen, bügeln, einkaufen. An Schule ist im Moment nicht zu denken. Ich habe zu viel zu tun.

Ich bin acht Jahre alt und für alles verantwortlich.

Meine Mutter schickt Geld nach Hause. Sie arbeitet auf Tourneen mit Bands und Showstars. Während sie durch Uganda reist und in den Zuschauerreihen Alkohol und Süssigkeiten verkauft, kümmere ich mich um meinen siebenjährigen Bruder und meine kleine Halbschwester.

Viele Jahre später kümmere ich mich um meine Brothers and Sisters in der Community.

Auf der Polizeistation schlagen sie uns jeden Morgen brutal zusammen.

«We should kill you – wir sollten euch umbringen!», rufen sie. Und sie tun es beinahe.

Nach sechs Tagen bringen sie uns vor Gericht. Die Richter wollen gar nicht hören, was wir zu sagen haben. Natürlich erhalten wir keine Anwält*innen. Weil niemand die Kaution für uns hinterlegen kann, landen wir direkt im Zentralgefängnis von Jinja. Aus der ganzen Region werden hier Gefangene zusammengepfercht. Es gehört zu den überfülltesten Gefängnissen des Landes.

In unserer zerschlissenen Uniform, ohne Unterwäsche, werden wir in die Zelle geführt. Über hundert Insassen in einem einzigen Raum.

In der Hierarchie stehen wir als «Gays» ganz unten. Die Wärter feuern die anderen Gefangenen an. «Macht mit ihnen, was ihr wollt.»

Wir dürfen niemanden anrufen und keine Anwält*innen einschalten.

Erneut Schläge. Erneut Folter. Jeden Tag. Sie wollen beweisen, dass wir schwul sind. Ich muss mich ausziehen und auf den Bauch legen. Ein Arzt betritt den Raum. Zwei Finger dringen in mich ein. Drei Polizisten schauen zu. Es tut höllisch weh. Doch schlimmer als die Schmerzen ist die Demütigung. Ich schäme mich. Ich fühle mich ausgeliefert.

Was sind das für «Ärzte», die Menschen foltern?

 

Einer aus unserer Gruppe wagt es, sich einem Wärter zu widersetzen. Sie schlagen ihn mit einer Peitsche. Seine Uniform reisst bereits beim ersten Hieb. Wir müssen zusehen. Über hundert Schläge prasseln auf ihn nieder. Seine Haut scheint nur noch aus Blut zu bestehen. Dann werfen sie ihn einfach zurück in unsere Zelle. Er überlebt. Wir überleben. Wir müssen überleben.

«Wenn wir hier herauskommen, erzählen wir unsere Geschichte», versprechen wir uns immer wieder. Wie ein Mantra wiederholen wir diesen Satz.

Ich habe weder Stift noch Papier. Also notiere ich alles in meinem Kopf.

Priester kommen in die Zelle und beten für uns. Sie wollen uns den Teufel austreiben.

Der Zeitpunkt unserer Verhaftung ist kein Zufall. An uns wird ein Exempel statuiert. Religiöse Fanatiker setzen alles daran, ein neues Gesetz durchzusetzen: Den AntiHomosexuality Act. Am 30. Mai 2023 tritt er in Kraft.

Auf homosexuelle Handlungen stehen lebenslange Haftstrafen, bei «schweren homosexuellen Handlungen» sogar die Todesstrafe. Organisationen, die sich für die Rechte von LGBT*-Menschen einsetzen, werden kriminalisiert. Bürger*innen Ugandas sind verpflichtet, «Verdächtige» bei der Polizei zu melden. Denunziation, Gewalt und Willkür sind nun mehr denn je staatlich legitimiert.

Im Gefängnis herrscht Festtagsstimmung. Die Nachricht vom neuen Gesetz hat auch unsere Zelle erreicht.

Die Mitgefangenen hüpfen und johlen, während sie uns verhöhnen. «Jetzt werdet ihr wohl hier verrotten!», rufen sie uns fröhlich entgegen.

 

September 2023.

Nach sechs Monaten Haft werden wir überraschend freigelassen – aus Mangel an Beweisen. Es gibt keine Videos, die den Vorwurf der Pornografie belegen könnten.

 

Nur noch vier Scheine hätten mir bis zum Bachelorabschluss gefehlt. Noch vor wenigen Monaten war ich Student an der renommiertesten Universität des Landes. Ich studierte Community Psychology – ein Fachgebiet, das die sozialen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Psychologie untersucht. Mit dem Studium veränderte sich meine ganze Sicht auf die Welt.

An meine Studienzeit erinnere ich mich gern. Schon in den ersten Semestern lerne ich Menschen aus der Community kennen, schliesse Freundschaften und setze mich mit den Rechten queerer Menschen in verschiedenen Ländern auseinander. Natürlich im Verborgenen – denn in unserem Land haben queere Menschen keine Rechte.

 

Samstags treffen wir uns in der Ram Bar, einem Club in Kampala, der zum heimlichen Treffpunkt der LGBT*-Community wird. Hier weht ein Hauch von Freiheit. Aus dem ganzen Land kommen Menschen hierher, um sich zu vernetzen und gemeinsam zu feiern. Menschen wie Jone Brian. Menschen wie ich.

 

«Der mit der zarten Stimme, der ist doch schwul», riefen sie mir früher auf dem Pausenplatz hinterher. Damals tat es weh. Heute fühlt es sich richtig an. Ich bin schwul – und es ist ok für mich.

Die Community wird zu meiner Familie. Wer möchte, kann sich in den Toilettenräumen der Ram Bar umstylen. Hier dürfen wir uns in das verwandeln, was wir sonst nie sein dürfen. In das, was wir wirklich sind.

Jone Brian kommt aus der Garderobe. Ein langes schwarzes Kleid, passende Handschuhe, eine blonde Perücke und glitzernder Lidschatten. Wow. Ich sage ihr, wie glamourös sie aussieht. High Five. Lachend fallen wir uns in die Arme.

In Momenten wie diesen waren wir glücklich. Jetzt hat mich die Universität exmatrikuliert. Meine Familie will nichts mehr von mir wissen. Ich bin nicht länger der gute Junge, der kurz vor seinem Universitätsabschluss stand. Sie fühlen sich von mir verraten.

Selbst innerhalb der Community gelten wir inzwischen als Sicherheitsrisiko. Es ist gefährlich, mit uns gesehen zu werden. Unser Safe House, unser Büro und unsere Infrastruktur wurden von einem Mob zerstört.Wir wissen nicht mehr, wohin wir gehen sollen. Höchstens für eine Nacht können wir bei Freund*innen unterkommen. Unsere Namen und Privatadressen hat die Polizei bereits auf Facebook veröffentlicht.

Verzweifelt suche ich nach einem Ausweg.

 

Bei meinen Recherchen zu unserem Fall stosse ich auf einen Artikel einer US-amerikanischen Journalistin, die auf einem Menschenrechtsportal die Hetzjagd gegen uns anprangert. Sie nennt die Dinge beim Namen: einen Angriff auf unsere Community.

«Diese jungen Männer haben nichts Unrechtes getan», schreibt sie. «Dieser Fall ist Teil einer umfassenderen Kampagne, um die LGBT*-Community zu terrorisieren.» Die Journalistin heisst Melanie. Ich schreibe ihr. Ihre Antwort bedeutet unser Überleben.

Drei von uns leiden noch immer an den Folgen der Folter. Melanie bezahlt die Behandlung in einem privaten Krankenhaus und übernimmt die Miete für ein Apartment. Doch im Land zu bleiben, ist lebensgefährlich. Deshalb unterstützt sie unsere Flucht. Unser Ziel ist Südafrika – eines der wenigen Länder Afrikas, das LGBT*-Menschen rechtlich schützt. Wir haben keine Zeit, Visa zu beantragen. Alles muss schnell gehen.

 

Die Flucht dauert vierzehn Tage. Sie wird zur Tortur. Wir sitzen in klapprigen Bussen, fahren in den Jeeps von Schleppern und durchqueren Wälder zu Fuss. Immer in Angst vor Grenzkontrollen. Zwei von uns werden in Sambia verhaftet. Wir anderen müssen weiter. Zu viert erreichen wir Johannesburg. Dort finden wir Schutz in einem Shelter für queere Geflüchtete. Zum ersten Mal seit Langem fühlen wir uns sicher.

Doch auch hier schlägt uns Ablehnung entgegen: «Geht nach Hause. Ihr wollt uns nur die Arbeitsplätze wegnehmen.»

 

Psychisch geht es immer weiter bergab. Ich will nur noch sterben. Und muss trotzdem weiterleben. Denn eines Tages will ich meine Geschichte erzählen.

 

Ein paar Monate lang arbeite ich für eine Organisation in Südafrika. Dann wird das Büro geschlossen.

 

Meine Arbeit für Prism Uganda führt mich nach Deutschland. Ich werde Teil einer internationalen Menschenrechtsplattform. Finanziere mich selbst, hauptsächlich über Vorträge und private Spendenkampagnen. Ich entscheide mich, kein Asyl zu beantragen, sondern mich für eine Hochschulzulassung an einer deutschen Universität zu bewerben.

Ich spreche an der Zurich Pride, vor den Vereinten Nationen in Genf und auf internationalen Menschenrechtskonferenzen.

Über mein Netzwerk gelingt es mir, Fördergelder und Spenden für Prism Uganda zu gewinnen. An einem geheimen Ort können wir ein neues Safe House eröffnen. Zudem haben wir eine kleine Klinik aufgebaut, die sich auf HIV-Behandlungen spezialisiert.

Ich möchte etwas aufbauen. Für meine Community. Und für mich.

Gleichzeitig muss ich ständig beschäftigt sein, damit die grässlichen Erinnerungen mich nicht einholen.

 

In den letzten Monaten umarmte ich die weibliche Seite meiner Persönlichkeit, wählte SIE als Pronomen.

Ich heisse Fabian Kagimu. Manche nennen mich Fabz. Meine Mutter rief mich Fabian. Ein männlicher Vorname, ich habe ihn behalten. Vielleicht ändere ich ihn irgendwann. Es ist mir nicht so wichtig, was zählt ist meine Community.

«Heute stehe ich nicht allein hier. Ich trage die Stimmen von Hunderten Transfrauen, die selbst nicht sprechen können», sage ich im Juni 2025 auf der Bühne der Zurich Pride.

«Der mit der zarten Stimme, der ist doch schwul», riefen sie mir früher hinterher. Heute darf diese Stimme laut sein. Laut für all jene, die keine Stimme haben. Laut für meine Freundin Jone Brian, deren Stimme für immer zum Schweigen gebracht wurde.

Im Dezember 2025 kam ich auf das Magazin-Cover der Queeramnesty. PRIDE – Stolz steht in grossen Lettern auf meinem Gesicht, ein Graffity-ähnliches kleines Kunstwerk, das meine Augen umrahmt.

Das Foto ist schon älter und hat eine besondere Geschichte: Rund zehn Tage, nachdem ich aus dem Gefängnis entlassen wurde, kommt mir die Idee. In einem Make-up Store kaufe ich mir günstige Farben. Während ich vor dem Spiegel die Buchstaben aufmale, spüre ich wie meine innere Kraft zurückkehrt.

Ein Freund von mir ist Fotograf, er macht die Aufnahmen. Sie haben mich gefoltert, geschlagen, gedemütigt – aber nicht gebrochen. Sie wollten meine Community zerstören, aber wir sind noch da.

Mit erhobenem Kopf und klarem Blick schaue ich in die Kamera. PRIDE!

Sie haben mich gefoltert.
Sie haben mich geschlagen.
Sie haben mich gedemütigt.
Aber sie haben mich nicht gebrochen.
Sie wollten meine Community zerstören.
Doch wir sind noch da.

Fabians Story

Fabian Kagimu ist LGBT* und Trans*aktivistin sowie Gründerin der Hilfsinitiative prismuganda.org, die in Uganda queere Menschen in Not unterstützt.

In ihrem Heimatland verfolgt, gefoltert und eingesperrt, fand sie in Deutschland Schutz und eine stärkere Stimme. Mittlerweile hält sie weltweit Reden auf Menschenrechtskonferenzen, auch vor der UN in Genf.

Nadia Saadi, Co-Gründerin der Initiative Rainbow Stories, die queere Geflüchtete unterstützt, schrieb Fabian Kagimus Geschichte auf.

Der Künstler und Fotograf Maksim Finogeev setzte ihre Befreiungsreise künstlerisch um.

Kostümdesigner Sadık Sütçü entwarf das Kostüm zur Geschichte – das Kleid mit Kopfschmuck spiegelt die Anmut und Freiheit von Vögeln wider.

Die Botschaft: LGBT* rights are human rights. Immer und überall. Mögen Freiheit, Stärke und Liebe gewinnen.

 

 

Fotos: Maksim Finogeev, @finomaks for Rainbow Stories
Story: Nadia Saadi | Kostüme: Sadık Sütçü
Protagonistin: Fabian Kagimu
Rainbow Stories erzählt die Lebensgeschichten von queeren Geflüchteten und setzt diese gemeinsam mit ihnen künstlerisch um.
Mehr unter: rainbowstories.online //@rainbowstories2026

DISPLAY Online

Redaktion
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

16.09.2026

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