«ICH LIEBE MOUSSAKA , GRIECHISCHES JOGHURT SOWIE FETA UND ICH WÜRZE DIE GERICHTE GERN IN MEDITERRANER ART MIT ZIMT»
Es erging ihm wie so vielen: Sein gemütliches und preiswertes Zuhause in einer WG am Stauffacher wurde ein Raub des Baggerzahns respektive des Renditeoptimierungswahns. Alexander musste sich ein neues Heim suchen.
In der Stadt Zürich zu bezahlbaren Preisen etwas zu finden, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Doch Alexander hatte Glück und fand ein neues Heim. Es ist keine Riesensache, weder Villa am See noch Stadtschloss, sondern eine 3-Zimmer-Wohnung. So ähnlich leben die meisten von uns, und genau deshalb zeigt DISPLAY sein Zuhause.
Hohe Räume und viel Licht
Für Alexander ist die Wohnung ideal: «Sie ist mega hell und ruhig, hoch oben über der Strasse, modern und gut geschnitten. Ich fühle mich gleich wohl, wenn ich sie betrete», sagt der Medienmann. «Sie ist auch hoch genug, dass ich mich bei meinen 191 Zentimetern nicht bücken zu müssen glaube.»
Super sei für ihn die grosse Küche, sagt Alex, «denn ich koche und bügle im Haushalt. Griechische Küche ist voll mein Ding. Ich liebe Moussaka, griechisches Joghurt sowie Feta und ich würze die Gerichte gern in mediterraner Art mit Zimt. Kevin putzt und wäscht die Wäsche.»
Und wer ist denn dieser Kevin, den du da erwähnst, Alex? Das ist Alex’ bessere Hälfte, und das seit bald fünf Jahren: Kevin Burke, 43, seines Zeichens Eventplaner. Die meisten Möbel in der Wohnung stammen von ihm. «Zuvor wohnte ich in einer WG und hatte fast nichts. Ein Bett und ein paar Klamotten», sagt Alex.
Die beiden arbeiteten im Vorstand der Zurich Pride zusammen. Alexander war Co-Präsident der Pride. Zusammen mit seinem Freund Kevin Burke produzierte er fünf Jahre lang den Pride-Podcast, in dem er spannende queere Persönlichkeiten vorstellte. Von unglaublichen Coming-Out-Geschichten über spannende Lebenswege bis zu Sex-Geheimnissen kam die ganze Palette des Regenbogens vor. Alexander ist nur schon deshalb eine bekannte Grösse in der hiesigen Community. Mit ihrem Podcast gewannen die beiden sogar einen Preis.
Podcasts sind sein Ding
Ausser dem oben erwähnten Zurich Pride-Podcast hat Alex schon eher Morbides behandelt, wie Morde im Männermilieu, unglaubliche Verbrechen oder die Geheimnisse der Mafia. Alles aufregende Themen. «Mich interessiert, wo die Grenze ist. Das, was jenseits der Norm ist», begründet Alexander seine Themenwahl.
Und es kommt Neues auf uns zu: Momentan arbeitet Wenger an einem neuen Podcast. «Don’t Judge» ist der Arbeitstitel des Formats, in dem er Menschen vorstellt, die ausserhalb der Norm sind.
Da geht es zum Beispiel um einen Mann, der 117 Zentimeter gross ist und seine Herausforderungen im Alltag, über eine Person, die exzessiv viele Drogen konsumiert hat oder über ein Lesbenpaar auf dem Weg zur Schwangerschaft. Man darf gespannt sein!
Alexander ist seit 20 Jahren in der Medienbranche. Vor allem als TV-Macher muss er outgoing sein, extravertiert und offen. Fürs TV produziert er auch heitere Unterhaltung wie die Tanzshow «Darf ich bitten», «Shaolin Challenge» oder aktuell die Quizshow «Wie tickt die Schweiz»? Kevin hingegen fühlt sich wohler im Hintergrund. Das ist der Grund, warum er im Shooting für diese Homestory nicht posiert. Und das ist auch voll ok so. Nicht alle lieben das Scheinwerferlicht.
Die Sinnfrage stellt sich
Hey Alexander, du wurdest ja im Juli 40. Ist das die grosse Wende? Ziehst du eine erste Bilanz? Oder fühlst du dich immer noch wie 20?
Klar fühle ich mich nicht mehr wie 20, auch wenn mich mein ADHS noch immer ganz schön auf Trab hält und mich quasi dazu zwingt, viel Sport zu treiben. Aber die Hyperaktivität fällt mir nicht mehr so leicht wir früher. Alles zwickt, der Rücken tut weh, der Heupfnüsel wird stärker… das Alter halt.
Auch stelle ich mir die Sinnfrage. Werde ich noch weitere 20 Jahre beim Fernsehen sein oder soll ich mich neu orientieren? Ich habe letztes Jahr einen CAS in Politischer Kommunikation absolviert und falls es eines Tages mit Fernsehen nicht mehr klappt, dann wende ich mich vielleicht der Politik als Spindoctor zu?
Alexander in Kürze
Sport: Afro Dance-Fitness, um überflüssige Energie loszuwerden, Bungee-Fitness, Velo und Yoga.
Hobbys: Sport, Tanzen, Reality TV gucken, politische und psychologische Bücher lesen.
Essen: Seit Corona koche und backe ich gerne. Vor allem griechisches Essen (meine Mutter ist Griechin). Generell mag ich die mediterrane, griechische und italienische Küche.
Trinken: Bei Unvernunft Drinks wie Caipirinha, Martini, Aperol Spritz. Bei Vernunft Kaffee, Wasser, Tee.
Gesundheit: Im Alltag stresst mich manchmal mein ADHS. Ich konsumiere viel Koffein. Dazu viele Ideen, viele verlegte Schlüssel, fast zu viel Energie, …
Mit 21 litt ich unter Panikattacken, mit Herzrasen und Verwirrung. Ich konnte dies mittlerweile überwinden mit Hilfe von Therapien, Hypnose und Sport.
Ideen: Neben TV-Ideen überlege ich mir immer wieder neue Fernseh-Formate und Ideen für Filmthriller. Mal schauen, ob ich auch so was mal umsetzen kann.
Lieblingspodcasts: «Ehrenwort» über Skandale, Politik-Podcasts, Psychologie.
«DIE MUSIK HILFT MIR, MEINE EMOTIONEN UND MEINE HYPERAKTIVITÄT ZU REGULIEREN»


