«Unfamiliar, Luminous, Remote» markiert die erste Schweizer Einzelausstellung von Amit Berman. Sie findet statt im Anschluss an eine Künstlerresidenz, die er Anfang dieses Jahres in der Schweiz absolviert hat. Die Ausstellung mit autobiografischen Werken untersucht Konzepte von Intimität, Erinnerung und Verletzlichkeit durch Gestik, Textur und Atmosphäre.
Der Titel «Unfamiliar, Luminous, Remote» erinnert an Erfahrungen der Fremdartigkeit und die emotionalen Distanzen, die menschliche Beziehungen prägen. Zwischen stillen häuslichen Innenräumen, Landschaftsfragmenten und einsamen Figuren, die zwischen Offenheit und Rückzug schweben, bewegen sich die Gemälde von Amit Berman in jenem ungewissen Raum, in dem sich Vertrautheit, Entwurzelung und Zweifel kreuzen.
Rot kann für Liebe und Leidenschaft stehen, aber ebenso für Gefahr und Angst. Genau diese Gegensätze faszinieren Amit Berman.
Wenn der Künstler mit einem neuen Gemälde beginnt, bedeckt er die Leinwand deshalb zunächst vollständig mit roter Farbe. Erst darauf entsteht Schicht für Schicht das eigentliche Bild.
«Rot trägt für mich sehr positive und sehr negative Bedeutungen in sich», erklärt Amit. Damit steht die Farbe exemplarisch für eine Spannung, die sich durch seine gesamte Arbeit zieht. Einsamkeit etwa kann Isolation bedeuten – aber genauso die selbst gewählte Freiheit, alleine zu sein.
Ausgangspunkt seiner Bilder ist häufig Amit Bermans eigenes Leben. Beziehungen, Momente der Selbstreflexion und Begegnungen in intimen Räumen wie dem Schlaf- oder Badezimmer haben seine Arbeiten geprägt.
▶ Infos: fabiennelevy.com
Amit Berman, bis 7. November 2026.
Ort: Galerie Fabienne Levy, Lausanne und Genf.
