Cyrill Carter über Queerness, Militär und den Mut, sich selbst zu sein

Diversity Porträts

Fotos Rahel Hedwig Meydam, Select Agency
Cyrill Carter wurde immer als «d’Schwochtle vo Buttisholz» verspottet. Der Spott konnte ihn nicht brechen. Der Content Creator steht selbstbewusst zu seinem Schwulsein.

DISPLAY: Cyrill, du bist als Zürcher TikToker unterwegs und zeigst dich dabei ganz offen als schwuler Mann. Wie würdest du deinen Content jemandem beschreiben, der dich noch nicht kennt?

Cyrill: Als vielseitig und sehr persönlich. Ich zeige mein Leben aus verschiedenen Perspektiven. Es ist Storytelling über meine Gedanken und das, was gerade bei mir läuft. Manchmal geht es in die Richtung Unterhaltung und manchmal ist es ernst – die meisten Videos haben eine versteckte Botschaft. So kommt jeden Tag etwas Neues. Mal koche ich, dann kommt wieder etwas mit Beauty, eine verrückte Dating-Story oder ich setze mich politisch für ein Frauenhaus, Schwulenrechte oder … ein. Ich denke aber, was meine Videos am meisten ausmacht, ist die Authentizität und dass ich absolut kein Blatt vor den Mund nehme.

In deiner Kindheit in Buttisholz hattest du einen fiesen Übernamen wegen deiner Sexualität. Was hat dir damals geholfen, das auszuhalten?

Wenn ich zurückdenke, muss ich manchmal schmunzeln … Eigentlich war ich schon immer «bekannt». Damals kannte man mich halt einfach nur als «d’Schwochtle vo Buttisholz».

In dieser schweren Zeit hat mir Lady Gaga enorm geholfen. Sie war und ist mein grosses Vorbild und ich wollte immer so sein wie sie. Sie gab mir das Gefühl, dass es okay ist, so zu sein, wie man sein möchte. Ich träumte immer davon, mal bekannt zu sein und ein Vorbild für andere zu sein – so wie sie es für mich war und immer noch ist. Deshalb war ich in meinen Träumen damals schon immer ein Star.

Gab es einen bestimmten Moment, in dem du beschlossen hast, dich online ganz offen und ungefiltert zu zeigen?

Das kam bei meinem Sprachaufenthalt in Spanien. Dieser war eine reine Katastrophe und ich erlebte viele Dinge, welche mich nochmals geprägt haben. Ich war allein – hatte niemanden bei mir, um meine Gedanken zu teilen und Deutsch zu sprechen. In dieser Zeit ging es mir gar nicht gut – ich habe mich selbst verloren und musste mich neu finden.

Erst dann kam die Einstellung, dass es mir komplett egal war, was andere von mir denken. Tja, und irgendwie nahm ich dann aus Langeweile das Handy hervor – und teilte meine Erlebnisse auf TikTok. Damals hätte ich niemals gedacht, dass mir jemals tatsächlich so viele Menschen zuhören würden …

Was aber bestimmt geholfen hat, war, dass ich allein in Spanien war und das Gefühl hatte, diese Videos sieht eh niemand, der mich kennen könnte.

Zürich & Nightlife

Wie sieht für dich ein perfekter Ausgang in Zürich aus?

Der fängt immer zu Hause vor dem Spiegel an – denn die erste Party habe ich immer mit mir selbst. Danach treffe ich meine Freunde – meistens haben wir keinen Plan und trotzdem haben wir irgendwie einen Plan. Es startet in einer Bar – und dann gehen wir von einem Club zum anderen.

Genau das liebe ich an Zürich – man geht von der Langstrasse an die Hardbrücke, dann zum Albisriedenplatz und dann wieder zurück zur Hardbrücke und eventuell noch ins Niederdorf … Man ist flexibel und frei – die ganze Nacht.

Underground-Club, Bar oder eher Homeparty bei Freunden – wo fühlst du dich am wohlsten?

Schwierig zu sagen. Mit den richtigen Leuten bin ich auch glücklich mit einer Decke auf einer Wiese am See. Aber wenn ich wählen kann – an einem Samstagabend –, dann sehe ich mich im Moment schon mitten auf einem Dancefloor – vorne beim DJ am Tanzen.

Auf welche Party oder welches Event freust du dich gerade am meisten?

Ich freue mich immer Ende Monat auf die Rakete im Hive – weil ich dort immer wieder sehr viele verschiedene Menschen sehe … und das mag ich. Es ist immer eine super Stimmung und ein riesiger Mix. Dort habe ich immer eine tolle Zeit – und überall kenne ich jemanden zum Reden oder Tanzen.

Content Creator zu sein, heisst auch, oft «on» zu sein – wie schaltest du ab, wenn die Kamera mal aus ist?

Das ist manchmal schwierig, weil mein Content von Situationen aus meinem Alltag lebt. Meine Videos sind meistens vorgedreht und meine Stories vom Tag poste ich immer am Abend – denn wenn ich mit Freunden bin, möchte ich mit ihnen die Zeit geniessen und nicht die ganze Zeit am Handy sein. Jedoch ist es griffbereit, falls etwas passiert, denn ich schreibe/filme eine Art Tagebuch – damit ich eine erlebte Story nicht vergesse – und dann lege ich das Handy wieder weg, als wäre nichts gewesen.

Mit wem verbringst du deine Freizeit am liebsten?

Mit meiner besten Freundin Tea oder Reto – sie sind mir im Moment am nächsten und mit ihnen geniesse ich immer eine unvergessliche Zeit – sei es bei Deep Talks, lustigen Momenten oder was auch immer kommen mag. Bei ihnen kann ich zu 100 Prozent ich selbst sein und aufatmen. Einen Tag mit ihnen zu verbringen, gibt mir immer wieder enorm viel positive Energie und Motivation für meinen Alltag.

Welchen Ort in Zürich zeigst du Freund*innen von auswärts zuerst?

Ich liebe es, am Bellevue zu sein – im Sonnenuntergang dem See entlangzulaufen Richtung Chinawiese, finde ich jedes Mal unbeschreiblich schön.

Wie sieht dein perfektes Wochenende aktuell aus?

Es ist immer anders – Hauptsache, es läuft etwas – und genau das liebe ich, weil ich immer wieder gerne aus meiner Komfortzone ausbreche. Ich stehe jeden Tag – ausser am Sonntag – spätestens um 8.30 Uhr auf und gehe zuerst zwei Stunden ins Gym.

Danach mache ich mich ready für den Alltag, gehe an ein Festival, raus mit Freunden, drehe Content … Oder manchmal bin ich auch sehr gerne einfach allein zu Hause, geniesse meine Ruhe und putze.

Was aber immer fix ist: Ich mache jeden Sonntag um 19 Uhr einen Livestream auf TikTok für meine Community. Das liebe ich auch, weil ich dann den direkten Austausch habe und innerhalb von zwei Stunden Tausende von Menschen erreiche.

Armee % Queer

Viele glaubten nicht, dass du die RS schaffen würdest, wegen deiner Sexualität. Was hat für dich trotzdem den Ausschlag gegeben, es zu machen?

Mein Umfeld. Ich wurde belächelt und nicht ernst genommen – à la «Cyrill zieht das sowieso nicht durch». Dann machte die Mutter eines Freundes die Bemerkung: «Cyrill? Viel zu schwul für das Militär – niemals könnte er das durchziehen.» Und dann war und ist meine Attitude schon immer gewesen: «U gonna watch me win, Bitch!» Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, etwas anfange, setze ich das durch, koste es, was es wolle, und ich gebe niemals auf …

Tja – und dann habe ich während Corona eine Durchdiener-RS gemacht – inklusive Urlaubssperre, Ausgangssperre & Co. wegen Covid – HAHA. Und das muss zuerst mal einer nachmachen!

Ein Mitrekrut verglich zu Beginn deiner RS Schwulsein mit Mord und Vergewaltigung. Wie hast du in diesem Moment reagiert?

Da schluckte ich zuerst leer. Das war der «Christ». Er meinte jedoch, Gott vergebe jede Sünde, man müsse einfach nur einsehen, dass man einen Fehler begangen habe. Daraufhin fragte ich: Und was ist, wenn man seinen Fehler nicht einsieht? Denn schwul zu sein, ist für mich kein Fehler – ich wurde ja so geboren, von Gott, wenn man das so sagen will – und ich verletze ja niemanden damit?

Daraufhin meinte er, ich komme in die Hölle …

Dann lächelte ich und sagte: «Na gut – dann komme ich halt in die Hölle und vögle mit Satan. Aber vergiss mich nicht, ich sorge dafür, dass du mit mir mitkommst.»

Bei manchen Menschen bringt es nichts, zu diskutieren. Manchmal ist Nachgeben schlauer, als eine Diskussion zu starten – oder man ist so wie ich und sorgt dafür, dass man das Gegenüber gleich mundtot und sprachlos macht.

Du postest bis heute Fotos von dir in Uniform, obwohl das online Hass und Drohungen auslöst. Was gibt dir die Kraft, das trotzdem zu tun?

Eigentlich mache ich das gar nicht von mir aus – es ergibt sich einfach immer wieder. Wie jetzt auch: Ich habe nicht davon angefangen zu sprechen, ihr kamt mit diesen Fragen. Es wird immer wieder zum Thema gemacht, überall, weil es die Leute wundernimmt und sie immer wieder fasziniert, dass so jemand wie ich ins Militär gegangen ist und es durchgezogen hat.

Und dann gibt es eine Kettenreaktion. Es ist ein Teil meines Lebens und ich bin eine offene Person, die darüber spricht – über das Gute und das Schlechte.

Die Kraft, über all diesen Hass zu stehen, gibt mir ganz klar meine Community und alle Menschen, die mir schreiben und sich bedanken – dass sie sich von mir inspiriert und verstanden fühlen. «Endlich spricht mal jemand darüber auf eine ehrliche, verständliche Art.»

Es kommen auch unendlich viele positive Nachrichten – à la: «Dank dir hatte ich den Mut, für mich einzustehen – etwas zu melden – die Armee überhaupt anzutreten.» Diese Videos und Bilder von mir, dass ich das durchgezogen habe, haben so vielen imponiert – das hätte ich mir damals niemals vorstellen können, dass ich damit so viel erreiche.

Alle 18-jährigen Männer in der Schweiz gehen durch die RS. Siehst du darin eine Chance, etwas gegen Vorurteile zu bewegen?

Uiii … Dieser Satz von mir bewegte auch viele und brachte Missverständnisse hervor. Der wurde in den Kommentaren eines Medienhauses und von einem YouTuber zerrissen, welcher mich komplett blossstellte und die ganze gut gemeinte Message von mir verdrehte und Sachen sagte wie, dass selbst Putin vor mir zittert, weil ich so bin, wie ich bin … (Artikel Nau.ch / Podcast «Kweer durch d’Schwiiz» / YouTuber Nebelspalter)

Aber JA: Nach wie vor bin ich dieser Meinung – natürlich nur bei denen, die auch effektiv in die Armee gehen – aus dem einfachen Grund:

Im Militär kommen Menschen aus allen Ecken der Schweiz zusammen. Klar ist: Jeder kommt aus einem anderen Elternhaus und übernimmt die Werte der Eltern, welche einem vorgelebt werden. Dabei ist völlig klar – man kennt nur das von zu Hause … Das war bei mir auch so. Ich dachte während meiner Schulzeit auch, schwul zu sein, sei etwas, wofür man sich schämen müsse – weil dies so vorgezeigt wurde von allen. Erst als ich nach Zürich kam – ausbrach –, sah ich eine andere Welt, eine neue Perspektive, welche nicht von meinem Umfeld geprägt war, und dann bildete ich meine eigene Meinung.

Also hat doch die Schweizer Armee während der ganzen RS die Möglichkeit, die schweizerischen Werte zu zeigen, vorzuleben und mitzugeben bei denen, die in der RS sind – anders als das, was man vielleicht von zu Hause kennt.

Wenn man in die RS einrückt, ist man neugierig, ein bisschen verängstigt und nervös. Man hat grundsätzlich keine Ahnung, was als Nächstes passiert – entsprechend offen ist man.

Viele sind das erste Mal weg von zu Hause und erleben durch die Armee einen ganz anderen Alltag. Genau hier könnte man doch eine Ansicht mitgeben, die dazu beiträgt, umzudenken … Etwas vorleben, wie das Schwulsein normal ist und dass auch Sexismus nicht akzeptiert wird. Respekt zu haben vor unserem Land und uns selbst. Die Werte, die wir eigentlich haben – richtig zu zeigen.

Denn kein Baby kommt als Rassist*in oder homophob zur Welt – jedoch übernimmt man alles von seinen Eltern. (Also das meiste, klar, es gibt auch Fälle, bei denen die Eltern nichts dafürkönnen, wenn sie ein Arschloch als Kind haben, aber im Grossen und Ganzen übernimmt man sehr viel von den Eltern.) Das fängt bei der Körperhygiene an, beim Essen und, und, und … Überall sind kleine Sachen, welche wir übernehmen – weil wir es ohne sie ja nicht anders kennen …

Genauso ist es auch mit der Einstellung gegenüber Mitmenschen. Ist doch logisch, nicht?

Und dann entweder, bis wir selbst merken: «Oh – da bin ich nicht gleicher Meinung» – oder uns jemand zeigt, dass es auch noch anders geht. Es gibt Menschen, die merken das von allein – bilden sich von allein eine neue eigene Meinung … Es gibt aber auch sehr viele, die in ihrem inneren Kreis gefangen bleiben und nie über den Tellerrand hinausschauen …

Was würdest du einem jungen queeren Menschen raten, der kurz vor seiner eigenen RS steht?

Es gibt verschiedene Optionen. Es ist völlig okay, wenn du dieses eine kleine Detail für dich behältst – denn queer – in meinem Fall schwul – zu sein, ist nur eine Sexualität, keine Charaktereigenschaft. Sie sagt nichts über dein Können und Tun aus – sie sagt nichts über dich als Person aus.

Wenn du das teilen möchtest – teile es und stehe dazu – finde ich stark. Wenn du dich aber dafür entscheidest, dies für dich zu behalten, weil es niemanden etwas angeht, finde ich das genauso stark. Das ist individuell. Jeder soll es so machen, wie es für einen stimmt.

Klar ist aber: Es werden Bemerkungen fallen. Wenn du geoutet bist, sind sie gegen dich gerichtet – wenn du nicht geoutet bist, wird es dich zwar nicht persönlich betreffen, aber du wirst es tagtäglich hören.

Dazu kommt auch noch: Bist du als Typ Mensch eher feminin oder maskulin? Das sind nochmals zwei verschiedene Welten, über die nur wenige sprechen – aber Fakt ist: Wenn du eher ein maskuliner Typ bist, hast du es grundsätzlich eher einfacher, weil es dir die Leute nicht ansehen/anmerken. Die meisten bemerken es nicht und es wird bei dir gar nicht erst thematisiert, weil niemand davon ausgeht. Dies ist auch im Alltag so. Man schreit dir auf der Strasse nicht «Schwuchtel» hinterher – weil man es dir nicht ansieht.

Bist du aber eher feminin, wie ich – im Aussehen, in der Stimme und im Gang –, merkt man es sofort …

Ich hatte keine Wahl – ob ich es für mich behalte oder teilen möchte –, weil man es mir sofort ansieht/anmerkt.

Oftmals kommt dann der Kommentar von aussen: «Ja, dann pass dich doch mehr an …» Ich habe dies oft versucht, aber es geht nicht – weil ich einfach so bin, wie ich bin. Das ist meine Art, welche ich nicht ändern kann.

Und dann kannst du es nicht «abstreiten» … Dann stellt sich die Frage: Kannst du mit dem Druck umgehen?

Man muss nicht gleich so rational sein, wie ich es war, aber das ist dann eine Frage der Persönlichkeit … Wie bist du als Mensch? Wie gehst du damit um, wenn du auf der Strasse angefeindet wirst?

Bei lesbischen Personen ist das ähnlich – einfach umgekehrt. Diejenige, die eher maskulin ist von der Art/Style her, wird schnell als Kampflesbe beschimpft und beleidigt. Und eine, die feminin ist und bei der man es nicht ansieht, bekommt solche Bemerkungen nicht – wird aber sexualisiert. Der Hass/die Anfeindung ist eine ganz andere, obwohl beide lesbisch sind. Klar ist aber: Personen, bei denen man offensichtlicher sieht, dass sie queer sind, werden viel mehr angefeindet …

Das Militär ist der Spiegel der Gesellschaft. Jemand, der eher feminin von der Art her ist, wie ich, erlebt dies auch täglich auf der Strasse … Dann ist es dir überlassen, wie du damit umgehst … But go for it – wenn ich das geschafft habe, schaffst du das auch.

Wo ist für dich der Unterschied zwischen offizieller Nulltoleranz und dem Alltag in der Kaserne heute noch am grössten?

Ich glaube, die grösste Differenz liegt zwischen dem, was offiziell klar geregelt ist, und dem, was im Alltag teilweise als «gehört halt dazu» abgetan wird. Gerade in einer Kaserne mit starkem Gruppengefühl und Hierarchien werden gewisse Grenzen vielleicht weniger schnell hinterfragt.

Man kann mal einen blöden Witz machen, das gehört dazu, und da müssen auch gewisse Leute in der Community ein bisschen an sich selbst arbeiten, dass sie nicht zu überempfindlich sind. Aber es hat auch Grenzen. Gesunder Menschenverstand, den viele nicht verstehen … Dazu braucht es Vorbilder, welche es vormachen, darüber sprechen und die Grenzen ziehen. Nur so kann man zum Nachdenken anregen.

Hass & Community

Wie gehst du persönlich mit Hasskommentaren um, wenn sie reinkommen?

Hass analysiere ich immer. Es kommt immer darauf an, woher er kommt und warum.

Wenn ich einen Fehler mache, stehe ich dazu und lerne daraus. Werde ich missverstanden, kann ich aber auch nachvollziehen, wie es dazu kam – es aber auch abgrenzen, weil ich weiss, wie ich etwas gemeint habe, wenn ich etwas sage. Es gibt aber auch eine Grenze – wenn Beleidigungen kommen, böse Wörter, Drohungen etc.

Dann schaue ich mir gerne die Profilbilder der Hater an – und das ist manchmal recht amüsant. Es ist für mich völlig logisch, dass ein Ruedi vom Hinterland sagt, mein Getue sei tuntig – das ist für so jemanden noch schnell so, weil er es nicht anders kennt. So bin ich aufgewachsen – hihi. Aber trotzdem hat er mein Video geschaut.

Es ist logisch, dass ich für eine Person ein «Tussi» bin, welche selbst nicht auf sich achtgibt und 24/7 in Trainerhosen verbringt … Wir sind zwei komplett verschiedene Menschen.

Versteht ihr, was ich meine?

So probiere ich, dem Verständnis zu geben – oder ignoriere es.

Es gibt aber auch Situationen, in denen ich darauf reagiere und es ins Lächerliche ziehe. Davon gibt es auch ein paar witzige Videos. Manchmal kann es auch echt lustig sein, weil gewisse wirklich einfach nur dumm sind.

Bei Kommentaren antworte ich dann meistens mit einem Herz oder ignoriere es.

Was möchtest du der queeren Community deiner Generation gerne sagen?

Queer sein ist keine Charaktereigenschaft. Wir machen uns so einen grossen Druck, vor allem wenn wir jung sind … Mein Gott, was hatte ich Angst – aber schlussendlich ist es nur eine Sexualität, die nichts über dich als Person aussagt.

Du bist nicht «anders», nur weil du dasselbe Geschlecht liebst. Du liebst, und das ist das Wichtigste. Lass dir keine Grenzen aufzeigen nur wegen einer Sexualität. Sei immer du selbst – mache das, was dich erfüllt, und verfolge deine Träume und lebe diese aus, so wie es für dich stimmt.

Und sollte dir jemand im Weg stehen, nur wegen einer blöden Sexualität, dann behalte immer mein Motto im Hinterkopf:

«Wer nicht hinter mir steht, steht mir im Weg.»

 

Vervollständige…

Wenn ich nicht Content Creator geworden wäre, dann: immer noch Manager in einem Hotel.

Mit 30 will ich auf keinen Fall: ein langweiliges 9-to-5-, 08/15-Leben führen.

Niemand glaubt mir, dass ich: AC/DC, Airbourne, Mötley Crüe täglich höre und diese zu meinen Lieblingsbands gehören.

SCHNELLFEUER

→ Erste App am Morgen: TikTok
→ Letzter Song, den du gehört hast: AC/DC – Rock the Blues Away
→ Drink, der dich nie enttäuscht: Vodka Red Bull
→ Lieblings-Schimpfwort auf Schweizerdeutsch: «Verdammte Souhond!»

Pronomen: He/Him
Nachname: Carter
Vorname: Cyrill
Wohnort: Zürich
Instagram / TikTok: Cyrill.Cc
Geburtsort: Luzern/Wolhusen
Ausbildung: Eidg. dipl. Hotelier HF
Beruf: Content Creator
Lieblingsserie: Black Beauty / eher into Movies – What’s Love Got to Do with It – Tina Turner
Lieblingssong: Elvis Presley – If I Can Dream / Lady Gaga – Disease
Sternzeichen: Schütze

DISPLAY Online

Redaktion
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

01.10.2026

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