Rui Takahashi spricht offen über seine Sexualität. Der 26-jährige japanische Volleyballprofi hat sich öffentlich als schwul geoutet und damit einen sehr persönlichen Einblick in seinen bisherigen Weg gegeben.
Lange Zeit habe er mit seiner Sexualität gerungen und Schwierigkeiten gehabt, sich selbst zu akzeptieren. Besonders geholfen habe ihm sein jüngerer Bruder Ran Takahashi, ebenfalls ein erfolgreicher Volleyballspieler. Die beiden spielten zeitweise gemeinsam im selben Team. Gespräche mit seinem Bruder hätten ihm dabei geholfen, sich selbst besser anzunehmen.
Auch aus seinem familiären und sportlichen Umfeld habe er Unterstützung erfahren. Für Takahashi steht dabei fest: Seine Sexualität soll nicht darüber entscheiden, wie er als Sportler wahrgenommen wird. Er möchte weiterhin Volleyball spielen, sich weiterentwickeln und gleichzeitig offen als der Mensch leben können, der er ist.
Sein Coming-out ist auch deshalb bemerkenswert, weil offen queere Männer im professionellen Mannschaftssport noch immer wenig sichtbar sind. Gerade im Spitzensport, wo Leistungsdruck und ein starkes Bild von Männlichkeit häufig zusammentreffen, kann ein solcher Schritt eine besondere Bedeutung haben.
Takahashi richtet seine Botschaft deshalb auch an Menschen, die selbst mit ihrer sexuellen Orientierung kämpfen: Man müsse sich nicht für das eigene Ich schämen. Sein persönlicher Weg zeigt, dass Selbstakzeptanz Zeit brauchen kann – und dass Unterstützung von Menschen im eigenen Umfeld dabei einen entscheidenden Unterschied machen kann.
