An der Minerva Military High School herrschen Disziplin, Hierarchien und strenge Regeln. Doch ausgerechnet dort wird es emotional kompliziert. Netflix’ neue italienische Serie «Minerva Academy» verbindet Mystery und Coming-of-Age mit einer Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern.
Im Zentrum steht Salvo Fusco, der unbedingt herausfinden will, was mit seinem verschwundenen Freund Francesco passiert ist. Bei seiner Suche trifft er auf Diego – einen Mitschüler, der selbst Geheimnisse mit sich herumträgt. Was zunächst wie eine Begegnung zwischen zwei Jugendlichen mit unterschiedlichen Interessen beginnt, entwickelt sich zunehmend zu etwas Intimerem.
Dann kommt es zu einem Kuss. Und plötzlich steht nicht mehr nur die Suche nach Antworten im Mittelpunkt. Salvo muss sich mit seinen eigenen Gefühlen auseinandersetzen – und mit einer Anziehung, die sein bisheriges Selbstbild ins Wanken bringen kann.
Gerade hier wird «Minerva Academy» für LGBTQ+-Zuschauer interessant. Die Serie nähert sich Sexualität nicht als simple Entscheidung zwischen zwei Kategorien, sondern als Teil einer persönlichen Entwicklung. Salvos Geschichte spielt mit der Unsicherheit, die entstehen kann, wenn Gefühle auftauchen, für die man zunächst keine eindeutige Erklärung hat.
Zwischen Militäruniformen, Schulregeln und den üblichen Dramen des Erwachsenwerdens bekommt die Serie damit eine zusätzliche Ebene. Denn während Salvo versucht, ein verschwundenes Puzzleteil nach dem anderen zu finden, entdeckt er möglicherweise etwas viel Persönlicheres: neue Seiten an sich selbst.
Und manchmal ist es eben nicht ein grosses Coming-out, das alles verändert – sondern ein einziger Kuss.
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