iOS 27 ist da: Diese 5 Datenschutz-Checks solltest du bei Dating-Apps machen

Lifestyle

(Bild: Apple)
Mit dem neuen iPhone-Update ändern sich nicht nur Oberfläche und Funktionen. Gerade bei Dating-Apps lohnt sich ein kurzer Blick auf die Privatsphäre-Einstellungen. Fünf Checks, die du jetzt machen kannst.

Das Profilbild, der Standort, die ungefähre Distanz, vielleicht der Vorname – auf Dating-Apps teilen wir oft mehr Informationen, als uns im Alltag bewusst ist. Für queere Nutzer kann der Schutz dieser Daten besonders wichtig sein: Nicht jede Person möchte, dass ihre sexuelle Orientierung, ihr Aufenthaltsort oder ihre Fotos jederzeit möglichst breit zugänglich sind.

Mit iOS 27, das seit dem 14. September verfügbar ist, bringt Apple zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Gleichzeitig bleibt ein Teil des Datenschutzes Handarbeit: Welche Informationen eine Dating-App verwenden darf, lässt sich in den iPhone-Einstellungen kontrollieren.

Hier sind fünf Einstellungen, die sich vor oder nach dem Update zu überprüfen lohnen.

1. Standort: Muss die App dich immer finden?

Dating-Apps brauchen deinen Standort – aber nicht unbedingt rund um die Uhr.

Gehe zu Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Ortungsdienste und wähle die entsprechende App aus. Prüfe, ob «Beim Verwenden der App» genügt oder ob die Anwendung tatsächlich dauerhaft Zugriff benötigt. Apple erlaubt zudem, die Genauigkeit der Standortfreigabe einzuschränken.

Gerade beim Dating kann ein Standort mehr verraten als nur die Stadt: Regelmässige Aufenthaltsorte oder Bewegungsmuster können Rückschlüsse auf Wohnort, Arbeitsplatz oder Treffpunkte ermöglichen.

2. Fotos: Vollzugriff wirklich nötig?

Ein Dating-Profil braucht Fotos. Die App muss dafür aber nicht zwangsläufig Zugriff auf deine gesamte Fotomediathek haben.

Unter Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Fotos kannst du kontrollieren, welche Apps auf deine Bilder zugreifen dürfen. Apple bietet grundsätzlich die Möglichkeit, App-Zugriffe auf persönliche Daten zu überprüfen und zu widerrufen.

Tipp: Wenn eine App nur für einen Upload Zugriff auf bestimmte Bilder braucht, ist eine möglichst eingeschränkte Freigabe die datensparsamere Variante.

3. Tracking: Muss die App dich über andere Apps hinweg verfolgen?

Dating-Apps sind Teil eines grösseren digitalen Ökosystems. Wenn du nicht möchtest, dass Apps deine Aktivitäten für Tracking-Zwecke über verschiedene Unternehmen und Dienste hinweg nutzen, lohnt sich ein Blick auf Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Tracking.

Dort kannst du die entsprechenden Berechtigungen überprüfen. Weniger Tracking bedeutet nicht automatisch mehr Anonymität innerhalb einer Dating-App – es reduziert aber eine zusätzliche Ebene der Datennutzung.

4. Mikrofon, Kamera und Kontakte: Was braucht die App wirklich?

Für Videochat oder Sprachnachrichten sind Kamera und Mikrofon nachvollziehbar. Der Zugriff auf Kontakte ist dagegen eine andere Frage.

Schau unter Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit nach, welche Apps Zugriff auf Kamera, Mikrofon oder Kontakte haben. Apple führt diese Berechtigungen zentral auf und ermöglicht es, sie nachträglich zu ändern.

Faustregel: Eine Berechtigung, die du nicht nutzt, muss auch nicht dauerhaft aktiviert sein.

5. Nach dem Update: Einstellungen nicht einfach durchwinken

Das Wichtigste kommt direkt nach der Installation: Neue oder erneut angezeigte Berechtigungsanfragen nicht reflexartig mit «Erlauben» bestätigen.

iOS 27 enthält neue Möglichkeiten zur Verwaltung von Datenschutz-Berechtigungen – insbesondere auf verwalteten Geräten. Für private iPhones bleiben die individuellen App-Berechtigungen ein wichtiger Kontrollpunkt.

Wenn eine Dating-App plötzlich nach Zugriff auf Daten fragt, die für ihre Funktion nicht offensichtlich notwendig sind, lohnt sich ein kurzer Moment zum Nachdenken: Braucht die App diesen Zugriff wirklich – und möchte ich ihn ihr geben?

Die 30-Sekunden-Checkliste

☐ Standort auf «Beim Verwenden» oder eine passendere Option setzen
☐ Prüfen, welche Fotos eine Dating-App sehen darf
☐ Tracking-Berechtigungen kontrollieren
☐ Kamera, Mikrofon und Kontakte überprüfen
☐ Neue Berechtigungsanfragen nach dem iOS-27-Update bewusst beantworten

Denn Datenschutz ist beim Dating nicht nur eine technische Frage. Er entscheidet auch darüber, wie viel von deinem Leben eine App über dich erfahren kann. Ein paar Minuten in den Einstellungen können deshalb mehr bewirken als ein noch so cleveres neues Profilbild.

DISPLAY Online

Redaktion
DISPLAY Magazin

Artikel jetzt teilen

Veröffentlicht:

16.09.2026

Weitere Artikel zum Thema

Lifestyle

Wer freiwillig um 15 Uhr tanzt, hat entweder Ferien oder die Orientierung verloren. Warum Daypartys für Menschen ü40 selten Spass machen und meistens mit Sonnenbrand, Sodbrennen und lauwarmem Rosé enden.
14.07.2026

Geld & Leben

«Queer Finance» bei der Zürcher Kantonalbank: Ein Gespräch mit Fabian Iten, Relationship Manager im Private Banking, über finanzielle Planung, individuelle Lebenswege und die Bedeutung eines sicheren Beratungsumfelds.
05.08.2026

Fashion

21.01.2026
Mehr gibt es leider gerade nicht. Wir schreiben fleissig weiter.