Die Schiesserei in Aarau beschäftigt die lokale Event- und Pride-Szene. Besonders die Frage, wie sicher grosse Veranstaltungen heute noch sind, rückt dabei in den Fokus. Für queere Menschen ist das Thema ohnehin sensibel: Öffentliche Veranstaltungen sind wichtige Orte für Sichtbarkeit, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung – gleichzeitig kann die Angst vor Gewalt diese Freiheit überschatten.
Auch beim Argovia Fäscht ist die Stimmung angespannt. Gegenüber der Aargauer Zeitung sprechen Veranstalter:innen von der aktuellen «Angst», betonen aber zugleich ihren Willen, weiterzumachen. Die Botschaft ist deutlich: «Wir lassen uns nicht kleinkriegen.»
Auch Pride-Organisator:innen in anderen Teilen der Schweiz verfolgen die Entwicklung aufmerksam. Sicherheitskonzepte, Awareness-Angebote und der direkte Austausch mit Behörden und Veranstaltungsorten gewinnen dabei weiter an Bedeutung. Wer sich nach den Ereignissen bedroht fühlt oder Angst vor einem bevorstehenden Anlass hat, sollte sich an die jeweilige Pride-Organisation, Awareness-Stellen oder lokale Beratungsangebote wenden.
Denn Sicherheit bedeutet nicht nur Absperrungen und Polizeipräsenz. Gerade für die queere Community geht es auch darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich trotz der aktuellen Unsicherheit frei, sichtbar und miteinander verbunden fühlen können.
