Stars trauern um Dolly Parton: Die Welt nimmt Abschied von einer Ikone

Musik

Bild: RCA Records, Public domain, via Wikimedia Commons
Dolly Parton ist tot. Die Country-Legende starb mit 80 Jahren nach einem kurzen Kampf gegen Krebs. Beyoncé, Taylor Swift, Sabrina Carpenter, Elton John und weitere Stars nehmen Abschied von einer Ikone.

Dolly Parton ist gegangen – und plötzlich wirkt die Welt ein wenig weniger glitzernd. Die Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Philanthropin starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren nach einem kurzen Kampf gegen Krebs. Die Nachricht löste innerhalb weniger Stunden eine enorme Welle der Trauer aus.

Von Popstars über Hollywood-Grössen bis zu Musiklegenden: Zahlreiche prominente Weggefährt und Bewunderer verabschieden sich von einer Frau, die über sieben Jahrzehnte hinweg Generationen geprägt hat.

Auch aus dem Weissen Haus kam eine ungewöhnlich deutliche Würdigung: Präsident Donald Trump ordnete an, die US-Flaggen eine Woche lang auf halbmast zu setzen, um Dolly Parton zu ehren.

Beyoncé

Beyoncé bezeichnete Parton als ihren «Barometer» und «Nordstern» – eine Frau, die anderen gezeigt habe, wie wichtig es sei, ganz man selbst zu sein. Sie würdigte nicht nur Dollys Talent, sondern auch ihre Grosszügigkeit, ihren Humor und ihren Unternehmergeist.

Die Verbindung der beiden war auch musikalisch besonders: Beyoncé nahm für Cowboy Carter eine neue Version von «Jolene» auf und holte Parton persönlich ins Projekt. Dolly steuerte zudem Auftritte zum Album bei.

Taylor Swift

Auch Taylor Swift verabschiedete sich von einer Künstlerin, deren Einfluss kaum in Worte zu fassen ist. Für Swift war Parton nicht einfach eine Country-Legende, sondern eine Persönlichkeit, deren Grosszügigkeit, Kreativität und Haltung Generationen von Künstler inspiriert haben.

Dollys Vermächtnis liegt deshalb nicht nur in ihren Songs – sondern in all jenen Menschen, die durch sie den Mut fanden, ihren eigenen Weg zu gehen.

Sabrina Carpenter

Sabrina Carpenter durfte mit ihrem Idol sogar zusammenarbeiten. Für die Deluxe-Version von Short n‘ Sweet entstand eine gemeinsame Version von «Please Please Please» – inklusive Musikvideo.

Nach Partons Tod teilte Carpenter Bilder von den gemeinsamen Dreharbeiten und erinnerte sich an ihre erste Begegnung. Für sie war Dolly ein «Engel auf Erden» – eine Frau mit Weisheit, Humor und einer ganz besonderen Magie.

Katy Perry

Auch Katy Perry reihte sich in die zahlreichen Abschiede ein und erinnerte an Dolly als eine Persönlichkeit, deren Wirkung weit über das Country-Genre hinausging.

Gerade diese generationenübergreifende Strahlkraft macht die Reaktionen auf Partons Tod so bemerkenswert: Von Rocklegenden bis zu aktuellen Popstars scheint fast jede Generation eine persönliche Verbindung zu ihr zu haben.

Elton John

Elton John reagierte ebenfalls mit grosser Bestürzung. Er würdigte Parton als einzigartigen, unersetzbaren Künstler – vor allem aber als Menschen mit einem aussergewöhnlich guten Herzen.

Die beiden hatten 2023 für Eltons Album Rockstar zusammengearbeitet und «Don’t Let the Sun Go Down on Me» aufgenommen. Damit verband sie nicht nur gegenseitige Bewunderung, sondern auch ein gemeinsames Stück Musikgeschichte.

Pedro Pascal

Pedro Pascal verabschiedete sich mit wenigen, dafür umso treffenderen Worten: Dolly sei «one of one» gewesen – eine von einer Art.

Genau darin liegt wohl auch das Gefühl, das nach ihrem Tod bleibt: Dolly Parton war eine Persönlichkeit, die sich nicht kopieren lässt. Nicht ihre Stimme, nicht ihr Humor, nicht ihr Stil – und schon gar nicht ihre besondere Mischung aus Selbstbewusstsein, Herzlichkeit und Grosszügigkeit.

Donatella Versace

Auch Donatella Versace würdigte Parton als einen der freundlichsten und grosszügigsten Menschen, als aussergewöhnliche Geschichtenerzählerin und als Musiklegende.

Für Versace war Dolly eine jener seltenen Persönlichkeiten, deren Präsenz das Leben anderer tatsächlich besser machte.

Paul McCartney

Paul McCartney blickte bei seinem Abschied weit zurück. Er erinnerte sich an seine erste Begegnung mit Parton in den 1970er-Jahren am Grand Ole Opry, als sie noch gemeinsam mit Porter Wagoner auftrat.

McCartney würdigte sie als lebensfrohe, charismatische Frau und als aussergewöhnliche Songwriterin, Sängerin und Philanthropin. Die Nachricht ihres Todes mache es schwer, sich eine Welt ohne Dolly vorzustellen.

Julia Roberts

Julia Roberts, die gemeinsam mit Parton in Steel Magnolias spielte, erinnerte an einen magischen und lebensfrohen Menschen. Dolly kennengelernt zu haben, sei ein Schatz in ihrem Leben.

Ihre Worte zeigen, dass Partons Einfluss weit über die Konzertbühne hinausging. Hollywood kannte sie als Schauspielerin, Kollegin und Freundin – und als jemanden, der einen Raum mit ihrer Persönlichkeit füllen konnte.

Miley Cyrus

Eine besonders emotionale Verbindung besteht zu Miley Cyrus. Dolly war ihre Patentante und wurde während Mileys Hannah Montana-Jahren für eine ganze Generation zur «Aunt Dolly». Für Miley war sie weit mehr als eine musikalische Heldin: Sie war Familie, Mentorin und eine wichtige Stimme in ihrem Leben.

Wichtig zur Einordnung: Zum Zeitpunkt der ersten Berichte hatte Miley Cyrus noch kein öffentliches Statement abgegeben. Inzwischen hat sie sich jedoch zu Wort gemeldet und ihre Trauer über den Verlust ihrer Patentante geteilt. Die ursprüngliche Meldung, Miley habe noch nichts gesagt, ist damit inzwischen überholt.

Eine besondere Liebe zur queeren Community

Vielleicht ist es gerade diese Mischung aus Glamour und Menschlichkeit, die Dolly Parton für so viele queere Menschen zu einer Ikone machte. Jane Fonda erinnerte in ihrem Abschied ausdrücklich daran, dass Dolly ihre schwulen und trans Fans geliebt habe – und forderte sie auf, nicht nur zu trauern, sondern Dolly zu feiern.

Das passt zu Partons öffentlicher Haltung: Sie schaffte es, Menschen willkommen zu heissen, ohne ihre eigene Identität dafür aufzugeben. Hinter der riesigen Haarpracht, den Strass-Outfits und dem bewusst überzeichneten Image stand eine Frau, die sich immer wieder für Mitgefühl, Grosszügigkeit und Toleranz einsetzte.

Und vielleicht erklärt genau das, weshalb ihr Tod gerade so viele Menschen trifft, die mit Country-Musik eigentlich wenig anfangen können.

Dolly Parton gehörte längst nicht mehr nur der Country-Musik. Sie gehörte allen, die mit ihren Liedern aufgewachsen sind, über ihre Filme gelacht haben, ihre Geschichten liebten oder in ihr eine Frau sahen, die trotz ihres gigantischen Erfolgs nie vergessen hatte, woher sie kam.

Die Welt hat Dolly Parton verloren. Aber ihre Stimme, ihre Songs und ihr Glitzer werden bleiben.

Andreas Koch

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Veröffentlicht:

26.08.2026

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