Ein Meilenstein für die queere Gemeinschaft!

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Ein Fernsehmoderator vor dem Publikum.
Bilder: SRF
Mit der «Telearena» von 1978 brachte das Schweizer Fernsehen Homosexualität ins Wohnzimmer – und löste einen gesellschaftlichen Wendepunkt aus.

Das Schweizer Fernsehen widmete am 12. April 1978 die Sendung «Telearena» ausschliesslich dem Thema Homosexualität. Das schlug in weiten Bevölkerungskreisen wie eine Bombe ein. Sie brach ein Tabu. Einem Millionenpublikum wurde gezeigt, dass Schwule und Lesben nicht mehr gewillt waren, die alltäglichen Diskriminierungen hinzunehmen. 1,5 Millionen Menschen verfolgten die Sendung, 47 Prozent der Fernsehgeräte waren an diesem Abend auf das Schweizer Fernsehen eingeschaltet.

«Der 12. April 1978! Ein Markstein der Schweizer Schwulenbewegung. Ein Anfang! Der Schwule beginnt sein Selbstbewusstsein zu finden!», schrieb «Anderschume aktuell», ein Vorgänger des DISPLAY-Magazins.

Doch die Sendung hatte für einige der Teilnehmer existenzbedrohende Konsequenzen. Sie bekamen die Ablehnung knallhart zu spüren. «Im Prinzip haben alle Teilnehmer Schwierigkeiten bekommen», erklärt TV-Mitarbeiter Stephan Inderbitzin, der die Teilnehmer*innen ausgewählt hatte. Etliche verloren ihre Arbeitsstelle. Für einen Sendungsgast wurde der Druck zu gross. Er nahm sich das Leben.

Nicht nur in der «Telearena», auch in anderen Gefässen war die SRG eine Vorreiterin: Beispielsweise erregte 1984 der Kuss von Dani Levy und Peter Freiburghaus in der Serie «Motel» die Schweiz. Benjamin Fueter und Bundesratssohn Manuel Löwensberg bezauberten uns später in «Lüthi und Blanc» als schwules Paar. Kurt Aeschbacher sorgte in seinen Sendungen zuverlässig für einen hohen queeren Anteil. Unvergesslich auch Sven Epineys Heiratsantrag an seinen Michael während der Show «Darf ich bitten?»…

Mehr zur Telearena «Homosexualität» vom 12. April 1978 und Stimmen im Vorfeld der Sendung.
schwulengeschichte.ch

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DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

03.06.2026

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