Ich, Dominic

Diversity Porträts

Dominic ist ein leidenschaftlicher Tänzer.  Der Halb-Kolumbianer schwärmt für Australien, das Fliegen, K-Pop und natürlich für seinen Mann Michael Pereira. 

DISPLAY: Dominic, welche Reise hat dich am meisten geprägt?

Dominic: Definitiv Australien. Mit meinem Mann, seinem Bruder, dessen Freund und einer Kollegin waren wir einen Monat lang mit dem Camper unterwegs, haben Kängurus und Koalas gesehen und waren viel surfen.

Welche Orte willst du noch entdecken?

Ganz oben steht Südkorea. Ich bin K-Pop-Fan, liebe das Essen und habe sogar einmal angefangen, Hangul zu lernen. Ausserdem möchte ich noch mehr von Südamerika entdecken. Da ich selbst Halb-Kolumbianer bin, fühlt es sich wie eine Reise zu meinen Wurzeln an.

Was hat dein Leben verändert?

Mein ehemaliger Job als Flugbegleiter hat mein Leben wohl am meisten auf den Kopf gestellt. Ich habe dadurch viel von der Welt gesehen und meine Leidenschaft für die Fliegerei entdeckt.

Mit welchem Tier würdest du für einen Tag tauschen?

Mit einem Adler. Ich würde gern frei durch die Lüfte gleiten und dorthin fliegen, wo es mich gerade hinzieht.

Welche Kleidung bei anderen ist für dich eine Red Flag?

Für mich gibt’s keine klassischen Red Flags bei Kleidung – solange sie zur Situation passt und ein gewisser gesunder Menschenverstand gewahrt bleibt. Viel problematischer finde ich alte gesellschaftliche Schubladen wie «Frauen müssen Kleider tragen» oder «Männer dürfen keine bauchfreien Tops anziehen». Für mich zählt, dass sich alle so kleiden, wie sie sich wohlfühlen.

Welchen VIP würdest du gerne an deiner Party haben?

Ich würde mir die Girl Group Katseye wünschen. Ich habe ihre Entstehung in der Show Dream Academy verfolgt und bin Fan. Besonders beeindruckt mich, wie viele Elemente aus der K-Pop-Welt sie übernommen haben – von den Choreografien bis zu den Musikvideos. Und natürlich finde ich es schön, dass mit Manon eine Schweizerin mit vielfältigen Wurzeln Teil der Gruppe ist – da fühle ich mich auf eine gewisse Weise verbunden.

Welches Kompliment hörst du gern?

Am meisten freue ich mich über Komplimente zu meinen Tanzperformances. Ich bin Teil einer Dance Crew und stecke viel Zeit, Energie und Leidenschaft ins Erlernen von Choreografien. Wenn dann jemand sagt, mein Ausdruck sei stark gewesen, bedeutet mir das sehr viel.

Was ist der grösste Liebesbeweis?

Für mich ist das der Moment, in dem mein Mann gerade in schwierigen Zeiten für mich da ist und mir den Rücken stärkt. Das möchte ich ihm auch zurückgeben. Gegenseitige Unterstützung ist für mich die schönste Form von Liebe.

Welche App öffnest du als Erstes?

Schuldig im Sinne der Anklage – meistens ist es Instagram. Beim Frühstück schaue ich mir gerne lustige Reels an.

Wofür bist du dankbar?

Ich bin meiner Mutter bis heute dankbar, dass sie mich nach meinem Coming-out so geliebt und akzeptiert hat, wie ich bin. Auch meine Freund*innen haben damals zu mir gestanden und mich nicht anders behandelt. Dafür bin ich dankbar – es zeigt mir, wie wertvoll es ist, so wunderbare Menschen im Leben zu haben.

Wofür wärst du gerne berühmt?

Fürs Tanzen. Schon als Kind hat mich Tanzen fasziniert, aber damals habe ich mich nicht getraut – aus Angst vor meinem Coming-out und weil ich dachte, es sei «zu feminin». Manchmal denke ich, ich wäre vielleicht weitergekommen, wenn ich früher begonnen hätte.

Steckbrief

Name: Dominic Barker
Pronomen: er/ihm
Wohnort: Glattbrugg
Instagram-Account: @_itsdom
Geburtsort: Kolumbien
Ausbildung: IT 
Beruf: Digital Marketing Spezialist
Lieblingsserie: Only Murders in the Building
Lieblingssong: Midnight Sun von Zara Larsson
Fotos: Melanie by Select Agency

Beat A. Stephan

Redaktion
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

10.02.2026

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