Basel ist neu Rainbow City
Gute Nachricht aus dem Dreiländereck: Basel ist im März 2026 dem Rainbow Cities Network beigetreten.
Das Rainbow Cities Network ist ein internationales Städtenetzwerk mit rund 60 Mitgliedern aus 22 Ländern. Gegründet wurde es 2012 als informelles Netzwerk von Amsterdam, Barcelona, Köln und Turin. Die Idee dahinter ist simpel: Städte, die queere Menschen aktiv schützen und fördern wollen, tauschen Erfahrungen, Best Practices und Wissen aus. Was funktioniert in Oslo, könnte auch in Basel funktionieren.
Mit dem Beitritt verpflichtet sich eine Stadt, eine aktive LGBTIQ+-Politik zu betreiben und queere Anliegen in allen städtischen Politikbereichen zu berücksichtigen. Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin muss das persönlich mit einer Unterschrift garantieren.
In der Schweiz sind bereits Zürich und Genf seit 2012 dabei, Bern seit 2019. Basel ist also spät dran. Aber besser spät als nie.
Was das für Basel bedeutet
Noch in diesem Jahr wird Basel erstmals an der internationalen Fotoausstellung des Netzwerks zum IDAHOBIT teilnehmen, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am 17. Mai. Jede Mitgliedsstadt trägt ein Bild aus ihrer Stadt zum gemeinsamen jährlichen Projekt bei.
Darüber hinaus heisst Mitgliedschaft vor allem: Austausch. Städte, die seit Jahren queere Politiken entwickeln, sitzen einmal pro Jahr mit Städten am Tisch, die gerade erst anfangen. Das gibt Basel Zugang zu einem Netzwerk, das weiss, wie man queere Sichtbarkeit strukturell verankert, nicht nur zur Pride im Juni, sondern das ganze Jahr.

Maurice Müller
Online Redakteur
DISPLAY Magazin
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