Hinter der provokanten Fassade steckt allerdings mehr als ein klassischer Thirst Trap. Mit Zeilen wie «Thirst trap saint» spielt Sivilian ironisch mit der Welt von Dating-Apps, Nudes und digitalem Begehren. Gleichzeitig ist «Nudes» erstaunlich ehrlich: Statt endlos Bilder an Fremde zu schicken, geht es um die Sehnsucht nach echter Nähe – darum, jemanden endlich an der Hand zu halten und gemeinsam etwas langsamer zu machen. Nach seiner EP «Growing Up Hurts» und Songs wie «Versailles» zeigt Sivilian damit erneut, wie sich Queerness, Pop und persönliche Geschichten bei ihm verbinden. Und ja: Der Kaktus ist trotzdem dabei.
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