Es gibt Press Lunches, nach denen man mit einer Goodie Bag nach Hause geht. Und solche, nach denen man plötzlich den nächsten freien Termin im Kalender sucht.
DISPLAY war im Zürcher Silex zu einem sommerlichen Lunch mit Susanne Kaufmann und Stephanie Rist eingeladen. Im Mittelpunkt standen Naturkosmetik, Wellbeing – und ein 175 Jahre altes Familienhotel im Bregenzerwald.
Susanne Kaufmann führt das Hotel Post Bezau in fünfter Generation. Stephanie Rist kennt das Haus ebenfalls von Grund auf: Mit 16 begann sie dort ihre Ausbildung in der Kosmetik, heute ist sie Geschäftsführerin.
175 Jahre – und erstaunlich wenig Staub
Das Vier-Sterne-Superior-Haus in Bezau liegt rund zweieinhalb Autostunden von Zürich entfernt. Statt austauschbarem Wellness-Chic setzt es auf regionale Materialien wie Holz, Leder, Filz und Leinen. Auch in der Küche bleibt man möglichst nah an der Region und arbeitet unter anderem mit Gemüse aus dem eigenen Garten.
Herzstück ist das Wellbeing-Konzept. Zum Spa gehören Saunen, Dampfbad, Innenpool, Sole-Aussenbecken und Whirlpool. Dazu kommen Yoga, Pilates und weitere Bewegungsangebote – oder schlicht der Bregenzerwald direkt vor der Tür.
Interessanter als die Ausstattung ist aber die Philosophie dahinter.
Nicht einfach ein bisschen Detox
Das Post Bezau bietet Retreats zu Detox, Beauty, Yoga, Body Shaping und Dance an. Im Mittelpunkt stehen vier Bereiche: Schlaf, Ernährung, Bewegung und Spa.
Statt alle Gäste durch dasselbe Programm zu schicken, soll möglichst individuell gearbeitet werden. Beim Detox etwa startet der Aufenthalt mit einer persönlichen Analyse und wird anschliessend laufend angepasst.
«The Art of Feeling Well» nennt das Haus diesen Ansatz. Auch Kaufmanns Definition von Luxus passt dazu: Für sie sind Zeit, gute Luft und frisches Wasser heute einige der wertvollsten Dinge überhaupt.
Klingt simpel. Ist im Alltag erstaunlich luxuriös.
Von Bezau in die Beauty-Welt
Auch die international erfolgreiche Naturkosmetik von Susanne Kaufmann hat ihren Ursprung im Hotel. Kaufmann fand Anfang der 2000er-Jahre nicht die Produkte, die sie sich für ihr Spa vorstellte – also liess sie eigene entwickeln.
2003 entstand daraus ihre gleichnamige Marke, die heute international verkauft und in ausgewählten Hotels und Spas eingesetzt wird. Im Zentrum stehen pflanzliche Wirkstoffe aus der alpinen Region, verbunden mit moderner Hautpflege.
Und das längst nicht nur für Frauen. Viele Produkte sind unisex konzipiert, dazu gibt es eine kuratierte Auswahl speziell für Männer. Für DISPLAY durchaus ein sympathischer Ansatz: Gute Haut hat schliesslich kein Geschlecht.
Lust auf Bezau
Was von diesem Mittag in Zürich hängen blieb, waren deshalb weniger einzelne Cremes oder Treatments. Es war die Konsequenz, mit der bei Kaufmann alles zusammengehört: Das Hotel brachte die Kosmetik hervor, die Umgebung prägt die Produkte, regionale Zutaten landen in der Küche und aus klassischer Wellness wurde ein umfassenderes Verständnis von Wellbeing.
Ob sich «The Art of Feeling Well» im Bregenzerwald tatsächlich so gut anfühlt, wie es beim sommerlichen Lunch in Zürich klang?
Nach diesem Mittag hätten wir jedenfalls ziemlich grosse Lust, es herauszufinden.
