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Film · USA

Ist Richard Gere schwul?

Selbst beantwortet

Nein — und die Art der Antwort ist die eigentliche Geschichte. Im Mai 1994 schalteten Richard Gere und Cindy Crawford eine ganzseitige, selbst bezahlte Anzeige in der Londoner «Times», um Gerüchte über ihn und ihre Ehe zu dementieren.

«Wir sind heterosexuell und monogam und nehmen unsere Verpflichtung einander gegenüber sehr ernst.»

Richard Gere und Cindy Crawford — bezahlte Anzeige in The Times, zitiert in der New York Times, 07.05.1994Über Zweitquelle belegt

Warum die Frage gestellt wird

Seit Ende der Achtzigerjahre kursierten Gerüchte über Geres Orientierung, verschärft durch die Boulevard-Behauptung, seine Ehe mit dem Model Cindy Crawford sei ein Arrangement. Im Frühjahr 1994 kamen Scheidungsgerüchte dazu.

Die Reaktion war für die Zeit einmalig: keine Erklärung über eine Agentur, sondern eine ganze Seite in einer Londoner Tageszeitung, rund 30 000 Dollar teuer, mit einer Erklärung über die eigene Heterosexualität und das Fehlen eines Ehevertrags.

Aus heutiger Sicht liest sich das Dokument doppelt: als Abwehr einer Zuschreibung — und als Zeugnis dafür, was in Hollywood 1994 als geschäftsschädigend galt. Die Ehe wurde wenige Jahre später geschieden.

Wer Richard Gere ist

Richard Gere wurde mit «American Gigolo» und «Pretty Woman» weltberühmt und ist seit Jahrzehnten als Unterstützer Tibets politisch aktiv.

Eine spätere eigene Einordnung dieser Anzeige durch ihn ist nicht auffindbar. Cindy Crawford hat sich mehrfach dazu geäussert — das sind aber ihre Worte, nicht seine.

Belege

  1. Chronicle (zitiert die Anzeige aus der Londoner Times) — New York Times, 07.05.1994

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