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Musik · Schweiz

Ist Baschi schwul?

Selbst beantwortet

Nein — und das hat er selbst gesagt. 2013 antwortete Baschi auf die Frage: «Ich bin nicht schwul … aber sag niemals nie.» 2023 wunderte er sich öffentlich darüber, dass ihn viele dafür halten. Verheiratet ist er seit 2021 mit Alana Netzer, seit April 2026 ist er Vater.

«Ich bin nicht schwul … da bin ich weit davon entfernt … aber sag niemals nie. Wer weiss.»

Baschi — St. Galler Tagblatt / Aargauer Zeitung, Interview von Stefan Künzli, 06.05.2013Quelle genannt

Warum die Frage gestellt wird

Die Zuschreibung begleitet Baschi seit Jahren, ohne dass es je einen Anlass dafür gegeben hätte — keine Gerüchtewelle, kein Vorfall, kein Datum. Gefragt wurde er trotzdem, und er hat jedes Mal geantwortet.

2013 ging es um das Duett «Chalti Brise – Erklär mir Liebi» mit Kutti MC, das manche für einen «schwulen Song» hielten. Baschi stellte klar, der Song sei kein Outing, und fügte an, er habe überhaupt nichts gegen Schwule.

Zehn Jahre später hat er im Podcast von Yvonne Eisenring selbst eine Erklärung versucht: «Dabei halten mich viele für schwul. Warum, weiss ich nicht. Vielleicht weil ich gern mit schwulen Männern zusammen bin. Ich finde die meist so entspannt.»

Befeuert haben dürfte die Frage auch seine Nähe zur queeren Ästhetik. Für die Single «Live Your Life» verwandelte er sich im Januar 2022 selbst in eine Dragqueen, an der Seite der Zürcher Dragqueens Milky Diamond und Agyness Champagne. Den Song nannte er «eine Hymne für Toleranz» und ordnete sich dabei selbst ein: Als frisch verheirateter heterosexueller Mann mit Familienplanung erfülle er ja eher ein Bünzli-Klischee.

Wer Baschi ist

Sebastian Bürgin, aufgewachsen in Basel, wurde 2006 über die Castingshow MusicStar bekannt und gehört seither zu den erfolgreichsten Schweizer Popmusikern.

Privat hat er die Dinge selbst öffentlich gemacht: 2017 wurde die Beziehung mit Alana Netzer bekannt, 2021 heirateten die beiden, im April 2026 kam Sohn Lennon zur Welt — die Schwangerschaft verkündete Baschi im Song «Bürgin».

Dass er hier steht, ist kein Widerspruch zur Regel dieser Rubrik, sondern ihr Beleg: Wir sammeln nicht queere Menschen, sondern belegte Antworten. Baschis Antwort ist belegt — sie lautet nur anders.

Der Name wird auch Sebastian Bürgin geschrieben.

Belege

  1. «Ich schenke dem FC Basel einen Song» (Interview, Stefan Künzli) — St. Galler Tagblatt, 06.05.2013
  2. Podcast «Wahrheit, Wein und Eisenring» mit Baschi — St. Galler Tagblatt, 28.12.2023
  3. Popstar wird zur Dragqueen — Blick, 14.01.2022
  4. So sieht Baschi als Dragqueen aus — 20 Minuten, Januar 2022
  5. Baschi im Vaterglück — Baby Lennon ist da — SRF, April 2026

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