Hunter Hardin war in der queeren Nacht- und Performance-Szene vor allem unter seinem Künstlernamen LuLu LoveBottom bekannt. Mit seinen Auftritten verband er Burlesque, Körperlichkeit und eine selbstbewusste, spielerische Feminität. Für sein Publikum war er dabei nicht einfach nur ein Performer, sondern eine Persönlichkeit, die sichtbar machte, wie vielfältig queerer Ausdruck sein kann.
Besonders erschütternd ist der zeitliche Zusammenhang mit seinem letzten Instagram-Beitrag. Darin verabschiedete sich Hardin auf persönliche Weise. Ein enger Freund bestätigte seinen Tod später in den Kommentaren. Laut dem Bericht von Gayety deutet sein letzter Beitrag darauf hin, dass Hardin durch Suizid starb.
Hardins Weg auf die Bühne war alles andere als gewöhnlich. Vor seiner Karriere als Performer spielte er American Football und widmete sich intensiv dem Training. Sport blieb auch später ein wichtiger Teil seines Lebens. In einem Interview aus dem Jahr 2025 sprach er darüber, wie er auf der Bühne unterschiedliche Seiten seiner Persönlichkeit ausleben konnte – darunter auch eine feminine Seite, für die er sich bewusst Raum nahm.
Nach seinem Tod meldeten sich Menschen aus seinem Umfeld mit persönlichen Erinnerungen zu Wort. Besonders die Burlesque-Künstlerin Asura, die ihn als enge Freundin bezeichnete, verabschiedete sich öffentlich von Hardin. Ihre Worte zeichnen das Bild eines Menschen, dessen Energie und Präsenz auch abseits der Bühne viele Menschen berührten.
Der Tod von LuLu LoveBottom wirft damit nicht nur einen Blick auf das Leben eines jungen Performers, sondern auch auf die Menschen hinter den Figuren, die wir auf der Bühne sehen. Glamour, Selbstbewusstsein und eine starke Bühnenpersönlichkeit erzählen nicht immer die ganze Geschichte eines Menschen.
Hunter Hardin wurde 30 Jahre alt. Als LuLu LoveBottom hinterlässt er Erinnerungen bei den Menschen, die ihn kannten, mit ihm arbeiteten und ihn auf der Bühne erlebten.
Wenn dich dieser Artikel selbst belastet oder du Suizidgedanken hast, findest du bei 143 – Die Dargebotene Hand in der Schweiz rund um die Uhr Unterstützung und ein offenes Ohr – telefonisch, per Chat oder E-Mail.
