Solidarität vor Gericht: Zürich zeigt, auf welcher Seite es steht

Politik

Bild: Henrique Ferreira | Unsplash
Am 4. September stehen Mitglieder der rechtsextremen «Jungen Tat» vor dem Bezirksgericht Zürich. Verhandelt werden unter anderem Aktionen gegen eine Drag Story Time und einen Pride-Gottesdienst. Die queere Community ist aufgerufen, Präsenz zu zeigen.

Im Oktober 2022 sorgte eine Aktion der «Jungen Tat» im Zürcher Tanzhaus für Aufsehen: Eine Drag Story Time wurde gestört, vor dem Gebäude wurden Rauchfackeln gezündet und Parolen skandiert. Kinder, Eltern und Künstler waren direkt betroffen.

Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt. Den Beschuldigten werden je nach Person unter anderem Diskriminierung und Aufruf zu Hass, Nötigung, Haus- und Landfriedensbruch sowie Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Für die queere Community soll der Prozess auch ein Zeichen der Solidarität werden. Wer kann, ist am Freitagmorgen eingeladen, vor dem Bezirksgericht Zürich sichtbar Präsenz zu zeigen.

📍 Bezirksgericht Zürich, Badenerstrasse 90
📅 Freitag, 4. September 2026
ca. 7–8 Uhr

Denn wenn queere Räume angegriffen werden, sollte niemand das Gefühl haben, damit allein zu sein.

Andreas Koch

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Veröffentlicht:

30.08.2026

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