Die Leihmutterschaft ist umstritten. Während sie in breiten Kreisen als legitimer Weg gilt, befürchten andere, dass bei diesem Prozedere die Gefahr der Ausbeutung einer Frau zu gross ist. Und sicher kann auch der deutsche CDU-Spitzenpolitiker Jens Spahn auf diesem Weg mit seinem Mann Daniel Funke Vater werden. Die Mittel dazu hat er ja. Dass er wegen seines Babys den Job als Fraktionschef verliert, ist jedoch korrekt und logisch. Schliesslich hat sich der schwule CDU-Mann immer zu einem Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland bekannt. Er ist nie in den Ausstand getreten, wenn es um diese Frage ging.
Schon 2015 sagte Spahn in einem Interview: «Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.»
Dass er trotzdem in den USA eine Leihmutter engagiert hat und glaubte, er komme damit durch, ist unglaublich naiv. Eine derart bigotte Haltung muss fast zwangsläufig abgestraft werden.
Spahns unüberlegtes Handeln beeinflusst auch die Politik in der Schweiz. «Jens Spahn hilft uns nicht», kommentierte GP-Nationalrat Michael Töngi, Vorstandsmitglied bei Pink Cross. Die Organisation strebt langfristig eine Aufhebung des Verbots in der Schweiz an, allerdings unter strengen ethischen Auflagen zum Schutz der Leihmütter. Vordringlicher ist für Pink Cross jedoch zunächst die Regelung der erleichterten Stiefkindadoption
