Jens Spahn und die Leihmutterschaft

Lifestyle

Jens Spahns Leihmutterschaft in den USA sorgt für Kritik – auch in der Schweiz wirft sein Vorgehen Fragen über das Verbot auf.

Die Leihmutterschaft ist umstritten. Während sie in breiten Kreisen als legitimer Weg gilt, befürchten andere, dass bei diesem Prozedere die Gefahr der Ausbeutung einer Frau zu gross ist. Und sicher kann auch der deutsche CDU-Spitzenpolitiker Jens Spahn auf diesem Weg mit seinem Mann Daniel Funke Vater werden. Die Mittel dazu hat er ja. Dass er wegen seines Babys den Job als Fraktionschef verliert, ist jedoch korrekt und logisch. Schliesslich hat sich der schwule CDU-Mann immer zu einem Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland bekannt. Er ist nie in den Ausstand getreten, wenn es um diese Frage ging.

Schon 2015 sagte Spahn in einem Interview: «Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.»

Dass er trotzdem in den USA eine Leihmutter engagiert hat und glaubte, er komme damit durch, ist unglaublich naiv. Eine derart bigotte Haltung muss fast zwangsläufig abgestraft werden.

Spahns unüberlegtes Handeln beeinflusst auch die Politik in der Schweiz. «Jens Spahn hilft uns nicht», kommentierte GP-Nationalrat Michael Töngi, Vorstandsmitglied bei Pink Cross. Die Organisation strebt langfristig eine Aufhebung des Verbots in der Schweiz an, allerdings unter strengen ethischen Auflagen zum Schutz der Leihmütter. Vordringlicher ist für Pink Cross jedoch zunächst die Regelung der erleichterten Stiefkindadoption

DISPLAY Online

Redaktion
DISPLAY Magazin

Artikel jetzt teilen

Veröffentlicht:

29.09.2026

Weitere Artikel zum Thema

Fashion

Das Schweizer Topmodel Fabian Pfenninger zeigt für DISPLAY die wilde Kollektion des Modehauses Kenzo für H&M.

30.10.2016
Marmorskulptur von Perseus mit dem Haupt der Medusa im Innenhof des Metropolitan Museum of Art in New York.

Fashion

Fashion's biggest night hat geliefert. Besonders die Männer.
05.05.2026

Fashion

Stethoskop tauscht gegen Einkaufstasche: Kinderarzt Michael und sein Ehemann Dominic verbrachten einen Nachmittag im Landquart Fashion Outlet – DISPLAY begleitete die beiden mitten durch die Pride-Month-Kampagne «More to Love».
18.06.2026
Mehr gibt es leider gerade nicht. Wir schreiben fleissig weiter.