Es gibt Abende, bei denen schon die Gästeliste verrät, dass man besser nicht vorher zu Abend isst.
Am 3. Juni lud Perrier-Jouët gemeinsam mit The Living Circle in den Storchen Zürich. Anlass war die Schweizer Lancierung des Perrier-Jouët Belle Epoque 2018 – und dafür reiste kein Geringerer als Pierre Gagnaire erstmals in dieser Funktion in die Schweiz.
Der französische Spitzenkoch ist Chef Ambassador von Perrier-Jouët und zählt seit Jahrzehnten zu den grossen Namen der internationalen Gastronomie. Sein Restaurant Pierre Gagnaire in Paris ist mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet.
Allein blieb er an diesem Abend allerdings nicht.
Drei Köche, drei Interpretationen
Mit Stefan Jäckel, Küchenchef der mit einem Michelin-Stern und 17 GaultMillau-Punkten ausgezeichneten La Rôtisserie im Storchen, und Stefan Heilemann vom Widder Restaurant, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen und 18 GaultMillau-Punkten, traf Gagnaire auf zwei der spannendsten Köche Zürichs.
Das Besondere: Die drei sollten nicht einfach ein Menü zu einem Champagner kochen. Jeder nahm sich eine andere Facette des Belle Epoque 2018 vor und übersetzte sie auf den Teller.
Stefan Heilemann widmete sich seiner Mineralität, Stefan Jäckel den floralen Noten und Pierre Gagnaire der Komplexität des Champagners.
So entstand ein Wine-Pairing, bei dem sich nicht nur das Essen mit jedem Gang veränderte, sondern auch der Champagner plötzlich anders schmeckte. Mal präziser und mineralischer, mal floraler, mal komplexer.
Genau das machte den Abend spannend: Ein einziger Jahrgang bekam durch drei unterschiedliche kulinarische Handschriften immer wieder ein neues Gesicht.
Belle Epoque im Glas
Der Perrier-Jouët Belle Epoque gehört zu jenen Champagnern, die man bereits an der Flasche erkennt. Die weissen Anemonen, die der Künstler Émile Gallé 1902 für das Haus entwarf, sind längst zum Markenzeichen der Cuvée geworden.
Beim neuen Jahrgang 2018 steht jene florale Eleganz im Mittelpunkt, für die das Champagnerhaus bekannt ist. Und die Verbindung zur Gastronomie ist kein Zufall: Perrier-Jouët arbeitet seit Jahren mit Spitzenköchen zusammen und pflegt auch mit The Living Circle und dem Storchen Zürich eine langjährige Partnerschaft.
An diesem Abend wurde daraus mehr als bloss ein schönes Dinner.
Denn Champagner wird gerne auf den Moment vor dem Essen reduziert: Flasche auf, anstossen, weiter zum nächsten Wein. Im Storchen durfte der Belle Epoque dagegen den ganzen Abend mitspielen – und zeigen, wie gut Champagner ein Menü begleiten kann.
Ein ziemlich prickelnder Abend
Vielleicht war genau diese Kombination das Schönste: französische Haute Cuisine traf auf zwei sehr unterschiedliche Zürcher Küchenhandschriften, ein traditionsreiches Champagnerhaus auf einen sommerlichen Abend mitten in Zürich.
Und irgendwo zwischen Mineralität, floralen Noten und französischer Komplexität wurde aus einer Produktlancierung tatsächlich ein Erlebnis.
DISPLAY war zu Gast – und hat gelernt: Manchmal braucht es für eine ziemlich gute Dreierbeziehung eben drei Spitzenköche und eine Flasche Champagner.
