Die Schweiz brütet – die Top 7 Gay-Strände zum Abkühlen (und Anbandeln)

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Bild: Ron Lach | Pexels
Wenn die Temperaturen steigen, locken diese sieben Badeplätze mit kühlem Wasser, entspannter Atmosphäre und beliebten Treffpunkten der Community. Von der Werdinsel bis zum Grünsee – hier wird der Sommer richtig heiss.

Die Sonne steht im Zenit, der Asphalt dampft, und der Ventilator im Büro schiebt nur noch warme Luft hin und her. Höchste Zeit, die Kleider fallen zu lassen – zumindest teilweise. Denn die Schweiz hat eine Handvoll Badeplätze, an denen das Wasser kühl, die Blicke warm und die Badehose reine Verhandlungssache ist. Wir haben die sieben schönsten zusammengetragen. Handtuch schnappen, Sonnencreme einpacken – und rein ins Vergnügen.

1. Werdinsel, Zürich – der Platzhirsch

Kein Ranking ohne die Werdinsel. Die künstliche Insel in der Limmat beim Höngger Wehr ist der Gay-Klassiker der Deutschschweiz: gut erreichbar, überraschend grün und an heissen Tagen dicht bevölkert. Wer der Insel bis ans hintere Ende folgt, landet in der textilfreien, schwulen Ecke, wo gesonnt, geflirtet und im kühlen Fluss abgetaucht wird. Tram nehmen, ein paar Schritte laufen, Handtuch ausbreiten – fertig.

Bild: Roland ZH Wikipedia | Werdinsel

2. Sense, Bern/Freiburg – wild und hüllenlos

Südlich von Flamatt schlängelt sich die Sense durch die Sandsteinschluchten des Sensegrabens: türkises Wasser, warme Felsen und über anderthalb Kilometer naturbelassenes Ufer. Seit Jahren ein FKK- und Cruising-Klassiker für alle, die das kleine Abenteuer suchen. Einstieg ab S-Bahn Schwarzwasserbrücke. Zwei Regeln: Es ist ein Naturschutzgebiet – also anständig mit der Natur umgehen. Und bei Gewitter sofort raus, der Fluss schwillt gefährlich schnell an.

3. Plage de la Petite Amérique, Yvonand – Karibik-Feeling

Feiner heller Sand, kristallklares Wasser, Pinien im Rücken: Die «Petite Amérique» am Neuenburgersee sieht so gar nicht nach Schweiz aus. Lauschig, ein bisschen abgelegen und angenehm durchmischt – kein reiner Männerstrand, aber ein Ort, an dem sich die Community seit jeher wohlfühlt und gern kleiderfrei in die Sonne legt. Mit dem ÖV bis Yvonand, dann ein kurzer Spaziergang ins Grüne.

4. Ufschötti, Luzern – die entspannte Stadtoase

Direkt am Vierwaldstättersee, mitten in Luzern, liegt die Ufschötti: grosse Liegewiese, Postkarten-Bergpanorama, herrlich lockere Stimmung. Tagsüber bunt gemischt, gegen Abend ruhiger, entspannter – und genau dann besonders reizvoll. Meist mit Badehose, aber als gut gelaunter, niederschwelliger Treffpunkt kaum zu schlagen. Vom Bahnhof in wenigen Minuten da.

5. Hüttwilersee, Thurgau – der heisse Geheimtipp

Eingebettet in die sanften Hügel des Seebachtals liegt der kleine, warme Hüttwilersee – ein Naturbadeplatz mit traumhaft ruhiger Atmosphäre. In der Szene bekannt und beliebt fürs FKK-Baden und Cruisen, das Publikum bunt gemischt über alle Altersgruppen hinweg. Neben dem Baden laden Wiesen zum Sonnen, Picknicken und Verweilen ein. Idylle mit Kitzel, fernab der grossen Seen.

Bild: Berger~commonswiki | Wikipedia

6. Allondon Beach, Genf – Fluss-Romantik am Stadtrand

Zwischen Russin und Dardagny, nur einen Katzensprung von Genf entfernt, mäandert die Allondon durch eine naturbelassene Landschaft mit Kiesbänken und Badegumpen. LGBTQ+-freundlich, textilfrei möglich und angenehm kühl – die perfekte Flucht aus der Stadthitze für alle in der Romandie.

Bild: Nicolas Ray - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2836745

7. Grünsee, Zermatt – Abkühlung auf 2300 Metern

Zum Finale etwas komplett anderes: Der Grünsee oberhalb von Zermatt ist smaragdgrün, glasklar und eiskalt, mit Blick auf die Walliser Viertausender. Ein Sprung hinein ist mehr Mutprobe als Wellness – aber was für eine Kulisse. Kleiner Kultur-Bonus: Der See teilt seinen Namen mit dem autobiografischen Roman «Grünsee» des schwulen Schweizer Autors Christoph Geiser. Literatur, Landschaft und ein beherzter Schrei beim Eintauchen inklusive.

Bild: Stefan Doetsch - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16186860

Noch nicht genug? Auch das Lorrainebad an der Aare in Bern (gemischtes FKK-Abteil mitten in der Stadt), die Gérine bei Marly FR und der Badeplatz bei Thalheim an der Thur TG sind einen textilfreien Abstecher wert.

Bevor du losziehst

So heiss die Tage auch sind – ein bisschen Anstand gehört ins Gepäck. Viele dieser Plätze liegen in Naturschutzgebieten: auf den Wegen bleiben, keinen Abfall zurücklassen, die Tierwelt in Ruhe. An Flüssen das Wetter im Auge behalten. Und beim Flirten gilt, was immer gilt: Ein Ja ist ein Ja, ein Nein ist ein Nein. Dann heisst es nur noch: rein ins kühle Nass und die heissesten Tage des Jahres so richtig geniessen.

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Veröffentlicht:

31.07.2026

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