DISPLAY: 30 Jahre network – wie soll es weitergehen?
Moritz: Es soll weiter darum gehen, die Community sichtbar zu machen, zu stärken und einander zu unterstützen. Auch in 30 Jahren sollten wir noch für uns einstehen. Umso wichtiger ist ein Netzwerk, das nicht nur berufliche Chancen eröffnet, sondern Menschen verbindet, stärkt und auffängt.
Was hat dich an network überrascht?
Am meisten überraschte mich, wie offen alle sind, wie schnell man «part of it» ist, und gebraucht wird. Ein gutes Gefühl.
Wenn du erklären müsstest, warum network relevant ist – was sagst du?
Network ist der Ort, der uns zeigt und für uns einsteht.
Lombarde, Deutscher, Zürcher – was bist du, wenn jemand fragt?
Deutscher, aber… und dann beginnt die längere Erklärung. Mein Leben war immer international geprägt. Am Ende bin ich alles und gleichzeitig nichts ganz. Nicht richtig Deutscher, nicht wirklich Italiener und auch kein Schweizer. Egal wo ich bin, bin ich immer der Ausländer. Manchmal finde ich das schade, aber eigentlich kenne ich es nicht anders. Vielleicht ist das auch meine Stärke: dass ich mich schnell anpassen kann.
Was hat dir dein Hund beigebracht?
Tay ist immer da – in guten und in schwierigen Zeiten. Ohne Worte weiss ich, dass er mich liebt. Seine kleinen Gesten, wie er sich an mich kuschelt, wenn es mir nicht gut geht, zeigen mehr Loyalität als jedes Wort. Und andersherum gilt das gleiche: Wenn er bei meinem Ex ist und ich ihn erst nach einer Woche sehe, merkt man, dass er damit nicht einverstanden ist.
Du hast ein eigenes Pizza-Business. Was gehört auf deine Pizza?
Ganz einfach: beste Qualität, mein Bauchgefühl und… Durchhaltevermögen, Energie, Me-Time. Es ist die Kombination aus allem – aber am wichtigsten ist, die richtige Balance zu finden und den nötigen emotionalen Support zu haben.
Was ist deine berufliche Vision?
Meine Vision ist es, BUTEGAR auszubauen. Ich will, dass alle Pizza al Taglio mit BUTEGAR verbinden – als Marke, die Qualität, Kreativität und Leidenschaft verkörpert. Langfristig will ich Butegar über Zürich hinaus bekannt machen.
Wieso wurdest du selbstständig?
Ich wollte mir beweisen, dass ich es kann. Und, um ehrlich zu sein, auch anderen zu zeigen, dass ich es kann. Mein Ex, der selbst Gastronom ist, hat mich dazu ermutigt. Manchmal habe ich ihn dafür gehasst, heute bin ich ihm dankbar. Vor allem wollte ich raus aus der ComfortZone, raus aus dem «vordefinierten» und erwarteten Werdegang. Fun Fact: Mein Vater fragt mich immer noch, wann ich wieder einen richtigen Job finde… 🙂
Welche Superkraft hättest du gern?
Ganz klar: Gedanken lesen und verstehen.
Welches Buch hat deine Sichtweise am nachhaltigsten verändert?
The Secret, das beschreibt, wie jeder durch seine Gedanken das Leben positiv beeinflussen kann. Ich habe daraus gelernt, dass die law of attraction keine Magie ist, sondern dass unser Gehirn mit uns spielt. Wir ziehen das an, worauf wir unseren Fokus richten – genau so habe ich die Location für BUTEGAR gefunden. Zufällig (oder halt nicht) gehört das Gebäude der Familie meines Businesspartners – manchmal passt alles zusammen, wenn man es bewusst anzieht.
Gibt es ein paranormales Phänomen, an das du glaubst?
Ich bin pragmatisch und glaube an das, was ich sehe. Aber manchmal passieren Dinge, die man sich nicht erklären kann, und dann frage ich mich, ob da vielleicht mehr ist, als man sieht. Meistens verhalte ich mich dann so, als würde es wirklich existieren. Man weiss ja nie…
Wie würdest du deinen Kleider-Stil in wenigen Worten zusammenfassen
Casual, easy und immer gleich. Oder fast immer. Aber 99% Jeans.
Name
Moritz Flunkert
Pronomen
er/ihm
Wohnort
Zürich
Instagram-Account
@mm1oo (oft deaktiviert)
@butegar_pizza
Geburtsort | Geburtsjahr
Varese | Italien
Ausbildung
Master of Art in Economics and
Management
Beruf
Inhaber, Pizzabäcker, Sekretär,
Buchhalter, Service, Einkäufer
Lieblingsserie
Young Sheldon
