Neue ETF fluten den Markt und locken Anleger in die Kostenfalle

News

Immer mehr ETF sind nicht mehr einfach, günstig und transparent, sondern teuer und komplex. Wenn du ein Wertschriftendepot hast und in kostengünstige passive Fonds investieren willst, musst du inzwischen genau hinschauen.

Wer Exchange Traded Funds (ETF) mit einfachen und günstigen Anlageinstrumenten gleichsetzt, muss sich eines Besseren belehren lassen. Die ursprüngliche Idee dieser passiven Anlagefonds, einen breiten Börsenindex abzubilden und so gleich viel zu gewinnen oder zu verlieren wie der Markt, gerät zunehmend in den Hintergrund. Immer mehr Anbieter weichen nämlich davon ab und bringen vermehrt komplexere Produkte auf den Markt, die häufig höhere Risiken bergen und deren Kosten sich denjenigen aktiv verwalteter Anlagefonds annähern (siehe Tabelle).

Variantenreiche Neulancierungen

Doppelt gehebelte, inverse ETF beispielsweise setzen auf fallende Kurse und gewinnen doppelt so viel an Wert, wie der Index verliert. Solche Strategien konnten Investoren bisher eigentlich nur mit risikoreichen Derivaten umsetzen. Weitere Varianten der neu lancierten ETF zielen in eine andere Richtung: Eine zunehmende Zahl von ihnen bilden nicht mehr nur einen breiten Index ab, sondern folgen Themenstrategien oder werden – wie viele klassische Anlagefonds – von einem Fondsmanagement aktiv verwaltet.

Was bleibt, ist der Name ETF, der unter den Anlegerinnen und Anlegern weiterhin viel Vertrauen geniesst. Mit Blick auf das vergangene Jahr zeigt sich allerdings, dass nur noch jede fünfte Lancierung dem klassischen Konzept eines breit diversifizierten, kostengünstigen ETF entsprach. Bei den übrigen ETF-Neuheiten handelte es sich um teilweise deutlich teurere und auch spekulativere Varianten.

Schwierige Suche nach günstigen ETF

An der Schweizer Börse SIX werden derzeit über 2100 ETF gehandelt. Das macht die Suche nach einfachen, transparenten und günstigen ETF immer schwieriger. Wenn du passiv und günstig in einen breiten Börsenindex investieren willst, dann solltest du folgende Punkte genau beachten, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen.

ETF: Weisst du, welche ETF in deinem Wertschriftendepot liegen? Überprüfe dein Portfolio genau. Nur so kannst du wissen, ob die enthaltenen ETF überteuert sind und welche Risiken mit ihnen einhergehen.

Einen ersten Hinweis auf die Höhe der jährlich anfallenden Kosten, die mit dem Produkt verbunden sind, liefert die Gesamtkostenquote TER. Es kann auch sein, dass die Produkte gar nicht zu deinem Risikoprofil als Anleger passen oder die von dir gewünschte Marktrendite verfehlen. Wenn du unsicher bist, lohnt es sich, eine Zweitmeinung einzuholen. Lass dein Wertschriftendepot von Experten überprüfen. Du kannst dafür unsere Depot-Check-Aktion nutzen.

Aktive Fonds: Viele Anleger halten nach wie vor zahlreiche aktiv gemanagte Anlagefonds in ihrem Portfolio. Die meisten dieser Produkte kosten viel Geld, ohne dass sie eine Mehrrendite bringen. Überprüfe genau, ob du solche Fonds im Depot haben willst und welche Kosten dafür anfallen. Schliesslich gilt: Tiefe Gebühren sind entscheidend für einen langfristig effizienten Vermögensaufbau.

Hast du Fragen?
Die Expertinnen und Experten des VZ VermögensZentrums helfen dir gerne weiter.

www.vermoegenszentrum.ch

 

Online Redaktion

Ständige Redaktion
DISPLAY Magazin

Artikel jetzt teilen

Veröffentlicht:

30.04.2026

Weitere Artikel zum Thema

Politik

DISPLAY-Exklusivinterview mit Karin Keller-Sutter zur Pride-Saison. Die Bundespräsidentin bekennt sich klar zu Diversität, Inklusion und Gleichberechtigung.

30.05.2025
Die Zurich Pride legt das Motto für 2026 fest.

News

«Protect Queer Youth – Zugang schafft Zukunft». Was die Zurich Pride damit meint, hat sie nun ausgeführt.
05.04.2026

Diversity Porträts

Matthias Meier war als Teenager verknallt in «Boyzone»-Sänger Ronan Keating.

02.02.2026
Mehr gibt es leider gerade nicht. Wir schreiben fleissig weiter.