Pride-Saison 2026: Die wichtigsten Termine in Europa

Destinationen

Die Pride in Strassbug. (Bild: Margaux Bellott/Unsplash)

Diesen Sommer wird Europa zur grössten Regenbogenparty der Welt. Von Madrid bis Amsterdam, von Zürich bis Kopenhagen: Das ist der Kalender.

Zürich Pride – 20. Juni Unsere Pride. Die Demo findet wie geplant statt, unter dem Motto «Protect Queer Youth – Zugang schafft Zukunft». Das Festival wurde bekanntlich abgesagt, der Umzug bleibt. 

Strassburg Pride (FestiQueer) – 20. Juni Wer Lust auf etwas anderes hat: Strassburg feiert am gleichen Tag, am Place de l’Université. Die elsässische Pride ist klein, familiär und hat einen eigenständigen Charakter, der deutsch-französisch Grenzstadt eben. Für Schweizerinnen und Schweizer einer der nächsten Pride-Ausflüge überhaupt.

Paris Pride (Marche des Fiertés) – 27. Juni Eine Woche voller Veranstaltungen, von der Fête de la Musique bis zur politischen Diskussionsrunde, gipfelt am 27. Juni in der Parade. Start um 13.30 Uhr am Palais Royal, Ziel die Place de la Nation. Über 500 000 Menschen werden erwartet. Le Marais feiert danach bis in den Morgen.

Madrid Pride (MADO) – 25. Juni bis 5. Juli Europas grösste Pride, mit bis zu zwei Millionen Menschen auf den Strassen. Das Herz des Geschehens ist das Quartier Chueca, die Hauptparade findet am 4. Juli statt und führt von der Atocha bis zur Plaza de Colón. Wer in die Hitze reist: In Madrid wird spät gefeiert, und das ist gut so.

Europas grösste Pride: Madrid. (Bild: Ansar Naib/Unsplash)

London Pride – 4. Juli Die Parade startet um 12 Uhr in Green Park und führt über Piccadilly, Trafalgar Square und Whitehall bis vor den Big Ben. Über 1,5 Millionen Menschen säumen die Strassen. Kostenlos, riesig, britisch. Soho wird dabei zur queeren Fussgängerzone.

Köln CSD – 4. bis 12. Juli Einer der grössten CSDs Deutschlands, mit bis zu einer Million Menschen. Die Parade findet am 5. Juli statt. Weniger politisch als Berlin, dafür uneingeschränkt ausgelassen.

Berlin CSD – 25. Juli Die Demo ist bestätigt für den 25. Juli, der Pride Month in Berlin läuft vom 26. Juni bis zum 25. Juli. Der politischste und wildeste unter den grossen Prides Deutschlands. Wer auch nach der Demo nicht nach Hause will: Die offizielle Mainparty «House of Pride» findet ebenfalls am 25. Juli statt.

Vielleicht die wildeste Pride: Berlin. (Bild: Raphael Renter/Unsplash

Amsterdam Worldpride & Europride – 25. Juli bis 8. August Das Highlight des Jahres. Amsterdam richtet 2026 erstmals die Worldpride aus, kombiniert mit der Europride. Zwei bis drei Millionen Menschen werden erwartet. Die legendäre Canal Parade findet am 1. August statt, der Worldpride March am 8. August. Hotels sind bereits jetzt knapp.

Kopenhagen Pride – 8. bis 16. August Skandinaviens grösste Pride feiert 2026 ihr 30-jähriges Jubiläum. Die Parade findet am 15. August statt und führt vom Frederiksberg Rådhusplads durch die Innenstadt bis zum Pride Square am Rathausplatz. Erwartet werden über 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Route.

Belgrad Pride – September Eine der mutigsten Prides Europas, in einem Land, das queerer Sichtbarkeit noch immer wenig Wohlwollen entgegenbringt. Das genaue Datum ist noch nicht bestätigt.

Tipp für Reisende

Wer mehrere Prides verbinden will, hat diesen Sommer eine seltene Gelegenheit. Berlin und Amsterdam finden in derselben Woche statt, Madrid und London lassen sich gut kombinieren, und wer früh bucht, spart viel.

Maurice Müller

Online Redakteur
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

11.04.2026

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