Land der Kontraste

Destinationen

Kolumbien erfindet sich neu. Und mit ihm seine queere Szene. Zwischen der intellektuellen Hauptstadt Bogotá und dem hedonistischen Medellín liegt mehr als nur Flugzeit. Wir haben beide Städte besucht und eine Community entdeckt, die laut, stolz und lebendig ist.

Eine Reportage von Raphael Hadad & Karlo Krameri

Die Landung in Bogotá auf 2640 Metern über Meer spürst du sofort – dünnere Luft, kühlere Temperaturen, eine Stadt, die dich fordert. Die kolumbianische Hauptstadt ist rau, politisch, intensiv. Und genau das macht sie spannend.

Tagsüber zeigt sich die Stadt intellektuell: Street Art an jeder Ecke, Galerien in Chapinero, Cafés voller Studenten und Aktivisten.

Das queere Viertel rund um die Zona Rosa ist sichtbar, selbstbewusst, politisch aufgeladen. Nachts gehört Bogotá dann dem Theatrón. Vergiss alles, was du über Clubs zu wissen glaubst. Theatrón ist mit über 14 Dancefloors einer der grössten LGBTQ+ Clubs der Welt. Hier tanzt ganz Bogotá.

Unser Tipp: Mach eine Velotour durch die Stadt. Sonntags werden die Hauptstrassen gesperrt, dann gehört die Ciclovía den Bogotanos. Perfekt, um die Stadt zu spüren, bevor es weitergeht.

Medellín: Hedonismus pur

Tiefer gelegen, wärmer, relaxter. Die Stadt der ewigen Frühlingstemperaturen empfängt dich mit grünen Hügeln und einer Energie, die sofort ansteckt.

Medellín hat eine brutale Vergangenheit und steht heute für einen der beeindruckendsten urbanen Wandel weltweit. Wo früher Gewalt herrschte, verbinden heute Seilbahnen die Armenviertel mit dem Zentrum. Architektur als soziales Projekt. Das alles erfährst du am besten auf einer Tour mit Pablo von Out in Colombia, einem schwulen Guide, der dir die Stadt zeigt, wie sie wirklich ist.

Oder du stichst direkt ins Nachtleben. Mit Juan, dem lokalen Szenekenner, gehts auf Gay Bar Hopping durch El Poblado – das pulsierende Herz der Stadt. Designbars, Rooftops mit Bergblick, Clubs ohne Türpolitik. Die queere Szene hier ist offen, sichtbar, selbstverständlich integriert. Medellín feiert sich selbst – und zwar laut.

 

Mit Edelweiss nonstop nach Bogotá & Cartagegna.
Flugzeit: 11:45 Stunden
Distanz: 8456 km
3–5 Mal die Woche.
Nonstop-Flüge nach Kolumbien
Fliege mit Edelweiss nonstop in die Hauptstadt Kolumbiens – Bogotá – und starte von hier die Rundreise durch das LGBT-freundlichste Land Südamerikas.
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Das Sportgepäck fliegt gratis mit
Bereit für dein Surf-Adventure? Dann nichts wie los: Dein Board fliegt gratis mit – ohne Zusatzkosten. So startet dein Surftrip nach Kolumbien schon am Flughafen mit der ersten perfekten Welle.

Paletas-Pause in Comuna 13 – wo einst Kugeln flogen, schmeckt heute Mango-Eis nach Neuanfang. Das berühmte Viertel ist vom gefährlichsten Ort der Welt zum Symbol des positiven Wandels geworden.

Plaza San Antonio, das pulsierende Herz der Stadt – pralle Skulpturen, Streetfood-Stände und die Iglesia San Antonio mit ihrer imposanten Kuppel. Hier lebt Medellín.

DISPLAY-Tipps für Kolumbien

Auf zu kolumbianischen Abenteuern!

Four Seasons Hotel Bogotá

Der Ort zum Ankommen. In bester Lage der Zona T verbindet das Hotel historische Backsteinarchitektur mit modernem Design. Warm, ruhig, stilvoll. Naturmaterialien, grosszügige Zimmer, Spa und ein entspanntes Frühstück in der Biblioteca. Urbaner Luxus.

Wake Medellín

Urbanes Design-Apartmenthotel für City-Traveller. Toplage, cooler Rooftop, starkes Gym. Unten guter Kaffee, oben Vibe. Die Ausgangsszene gleich um die Ecke. Einer der besten Spots, um Medellín direkt zu leben.

Buchtipp

Mit dem Lonely Planet auf eigene Faust durch geheimnisvolle Amazonaswälder, zu rätselhaften Ruinen und faszinierenden Kolonialstädten reisen.

Out in Colombia

Ob in Bogotá, Coffee Region oder Medellín. Das Team rund um Sam kennt sich in Sachen Lifestyle-Unterkünften, Restaurants und Szenespots perfekt aus. Sie organisieren nicht nur deine Reise von A-Z. Sie holen dich ab, führen dich rum, sorgen für deine Sicherheit.

Tours in Medellín

Tagsüber auf den Spuren der Geschichte Medellíns, abends von Gaybar zu Gayclub. Mit Jose bist du unterwegs. Kommst überall rein, ohne anstehen. Sitzt zuvorderst an der Bühne bei der Dragshow und geniesst weitere Benefits. Eine Reise mit Out in Colombia ist ein Must. Mehr: outincolombia.com

Bio Habitat Hotel Armenia

Mitten im Wald, fernab vom Lärm. Architektur, die atmet. Ein Rückzugsort für urbane Gays, die sonst im Job funktionieren müssen. Yoga am Morgen, Massage am Nachmittag, Stille dazwischen. Dein eigener Pool, mit Ausblick in den Regenwald. 100% Body Spirit.

Hacienda Bambusa Armenia

Eine elegante Hacienda im Herzen der Coffee Region. Umgeben von Palmen, Wasserläufen und Gärten. Hier geht es um Genuss, Natur und Gelassenheit. Barfuss durch den Tag, ein Buch am Pool, Kaffee aus eigener Ernte. Das aufgestellte Team ist ein Highlight!

Hacienda Bambusa: Schlafen, wo der Kaffee wächst

Angekommen in Armenia bist du schon mitten in der Natur. Auf der Hacienda Bambusa schläfst du auf einer 200 Hektar grossen Kaffee-Finca. Die traditionelle Hacienda aus Bambus und Lehm liegt umgeben von Plantagen und den grünen Gipfeln der Zentralkordilleren – authentischer geht’s nicht.

Sebastián, der hier aufgewachsen ist, führt uns durch die Plantagen. Seine Familie baut seit Generationen Kaffee an. Er zeigt uns die Fermentation der Kaffeebohnen, erklärt Röstgrade – und beim Tasting wird klar: Für Daniel ist Kaffee-Verkosten wie eine Teezeremonie.

Die Arabica-Bohnen hier wachsen zwischen 1200 und 2000 Meter Höhe. Beim Tasting schmeckst du Karamell, Zitrus, manchmal Schokolade. Daniel erklärt, wie man richtig schlürft, um die intensiven Aromen freizusetzen. Ein geradezu meditatives Zeremoniell.

Abends sitzt du auf der Terrasse, Kolibris schwirren vorbei, die Sonne versinkt hinter den Bergen.

Biohabitat Hotel: Runterfahren auf 1800 Metern

Versteckt auf einem Berggipfel, eingebettet in 16’000 Quadratmeter Nebelwald, liegt das Biohabitat. Die zwölf «Habitate» sind entweder in den Hang gebaut oder in den Wald integriert – du wachst vom Vogelgesang auf.

Das Konzept: Body & Soul. Architektur aus Glas und Grün, begrünte Dächer, Panoramafenster mit Andenblick. Im Bô Wellness Center gibts Massagen mit Kaffeeöl, Yoga bei Sonnenaufgang, abends die Rooftop-Bar mit 360-Grad-Blick. Hier gehts nicht um hektische Aktivität – es geht ums Sein.

Abstecher zu den höchsten Palmen der Welt im Cocora-Tal

Vom Biohabitat ist es eine halbe Stunde ins Cocora Valley – ein Tal, das aussieht wie aus einem Märchen. Die Wachspalmen ragen bis zu 60 Meter in den Himmel – die höchsten Palmen der Welt und Kolumbiens Nationalbaum. Sie wachsen nur hier, zwischen 1800 und 3300 Meter über Meer. Manche sind mehr als 200 Jahre alt.

Die Landschaft ist surreal: grüne Hügel mit grasenden Kühen, während diese schlanken Giganten in den Himmel stechen. Du wanderst durch Nebelwald, über Hängebrücken, vorbei an Wasserfällen. Oder du lässt dich im legendären Willys Jeep ins Tal bringen – stehend, mit dem Wind in den Haaren.

Nach der Wanderung: frische Forelle in einem der Restaurants, dazu das Maisfladenbrot Arepa und das Wissen, dass du gerade einen der magischsten Orte Südamerikas gesehen hast.

Nonstop-Flüge nach Bogotá und Cartagegna

In der Edelweiss Business Class wird die Langstrecke zum Kurzurlaub: Ein flacher Sitz wird per Knopfdruck zum 2-Meter-Bett mit Massagefunktion, dazu gibt’s regionale Mehrgangmenüs, edle Weine und eine Film-Auswahl auf dem 16-Zoll-HD-Touchscreen mit erstklassigen Kopfhörern.

Reisende geniessen Priority-Services, Lounge-Zugang, extra Freigepäck (2×32 kg) und sogar gratis Sportgepäck. Wer mag, lädt sich vor Abflug noch die passende digitale Ferienlektüre hoch. Und dann heisst es: Zurücklehnen, geniessen – und ankommen, bevor man angekommen ist.

Neue Menüs an Bord: Schweizer Genuss über den Wolken

Ab Dezember 2025 setzt Edelweiss auf Schweizer Klassiker mit Charakter. In der Business Class stehen Capuns in Käsesauce und saisonale Kreationen auf dem Programm – plus das beliebte Mango-Tapioka-Mousse. In der Economy Class gibts herzhafte Älplermagronen mit karamellisierten Apfelwürfeln, dunkle Toblerone-Mousse und Apfelkuchen. Authentisch, schweizerisch.

admin

Redaktion
DISPLAY Magazin

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Veröffentlicht:

29.03.2026

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