Travestie und Turbulenzen

«Runter mit den Klamotten!» – als Schauspielerin Alexandra diese Aufforderung hört, kommt sie ins Rotieren. Nicht etwa, weil sie prüde wäre, nein, nein, sondern weil ihre Beine behaart sind und sie einen ausgestopften BH trägt. Und auf den High Heels kommt sie auch öfter mal ins Stolpern. Denn Alexandra (Matthias Schweighöfer) ist ein Alex, kurz ein Mannsbild. Ein erfolgloser Schauspieler, der sich zur Not in eine Sie verwandelt hat. Und so beim Casting zu einem Hollywoodstreifen alle Konkurrentinnen locker aus dem Feld geschlagen hat. Alex(a) steht ihren Mann – sorry, ihre Frau - so perfekt, dass aus dieser Travestie nur Turbulenzen resultieren. Sein Kollege beginnt ihn zu begrabschen, und der Regisseur findet ihn umwerfend. Klar geht’s auch in Sachen Liebe drunter und drüber. So dass Alex seine falschen Locken geradeaus an den Nagel hängen möchte. Ob das geht? Entscheidend ist, dass Schweighöfer nicht wie eine Dragqueen aussieht, sondern aus der Wäsche schaut wie eine waschechte Frau. Die turbulente Komödie mit Romantikfaktor wurde von einem Profi des Genres inszeniert, Detlev Buck. Neckisch, dass im Cruisingpark ein gewisser Ursli (ja, der von den Geschwistern Pfister) die Brüder von Alex vernascht. Na dann «Rubbeldiekatz»! Du kannst dir sicher das Richtige darunter vorstellen …
«Rubbeldiekatz». Film von Detlev Buck mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle. Kinostart am 22. Dezember.
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