«Power Rangers»: Der Blaue ist schwul

Der 41-jährige Schauspieler, der von 1993 bis 1996 in mehr als 200 Folgen im blauen Power Ranger»-Gewand steckte, hat sich in der Gay-Zeitschrift «Advocate» geoutet – nach vielen zermürbenden Jahren, wie er im Interview sagte. Jahrelang sei er Beschimpfungen und Diskriminierungen am «Power Rangers»-Set ausgesetzt gewesen, so David Yost. Deshalb sei er auch aus der Serie ausgestiegen. Eine Woche vor dem Ausstieg habe er sich geschworen: «Wenn ich noch einmal Schwuchtel genannt werde, dann bin ich weg.» Das sei aber noch nicht alles gewesen, so Yost weiter. So seien seine Kollegen von Produzenten immer wieder über Yosts Sexualität ausgefragt worden, was ihm «sehr peinlich» gewesen sei. «Und man hat mir klar gemacht, ich könne kein Superheld und schwul sein.»
Schwulsein «wegbeten»
Nach seinem Serien-Aus habe er versucht, seine Homosexualität «wegzubeten», indem er unter anderem bei dem amerikanischen TV-Pfarrer Pat Robinson anrief. Callcenter-Mitarbeiter hätten ihn aber nur ausgelacht, worauf Yost einen Nervenzusammenbruch erlitt und Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Auch an Selbstmord hatte der TV-Star gedacht. «Ich habe mich selbst so gehasst, dass ich nicht akzeptieren konnte, wer ich bin.» Mit seinem jetzigen Coming-out will er vor allem Jugendlichen helfen, denen es heute ähnlich geht, wie ihm damals als Mittzwanziger. Seine frühere Crew will von Diskriminierung gegenüber «Power Ranger» David Yost nichts wissen, Ex-Produzent Scott Prager schiebt den Abgang Yosts auf nicht gewährte Lohnerhöhungen.
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