Per Gericht: Litauen verbietet Baltic Pride

Schock in Gay-Litauen! Das Verwaltungsgericht des Bezirks Vilnius hat am 5. Mai die «Baltic Pride» verboten. Die Parade für die Rechte von sexuellen Minderheiten sollte am Samstag, 8. Mai in der litauischen Hauptstadt Vilnius stattfinden (nachdem sie letztes Jahr in Riga, Estland, stattfand, siehe Bild). Es sollte in Litauen damit ein Zeichen für die Menschenrechte gesetzt werden – in einem Land, das erst kürzlich ein homophobes neues Gesetz verabschiedet hat, in dem die Meinungsäusserungsfreiheit von Gays im Namen des «Schutzes Minderjähriger vor den schädlichen Wirkungen öffentlicher Information» drastisch einschränkt wurde. Es wurde von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, aber auch von europäischen Regierungen heftig kritisiert und daraufhin leicht abgeschwächt, ist jedoch aus menschenrechtlicher Sicht noch immer höchst fragwürdig.
Petition unterschreiben
Amnesty International wollte deshalb die «Baltic Pride» unterstützen und mit 50 VertreterInnen aus 20 verschiedenen Ländern, darunter auch drei SchweizerInnen, in Vilnius dabeisein und mitmarschieren. Nach der Absage der Parade ruft die Menschenrechtsorganisation nun dazu auf, eine Petition an Dalia Grybauskaite, die Präsidentin Litauens, zu unterschreiben und einzusenden. Die vorgefertigten Briefe können auf der Amnesty-Website runtergeladen werden.
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