Homophober Politiker: «Ich bin schwul»

Aufgeflogen ist seine sexuelle Orientierung, weil er kürzlich verhaftet wurde – wegen Trunkenheit am Steuer. Mit 1,4 Promille war er in seinem Dienstwagen unterwegs. Zuvor soll er in männlicher Begleitung den Gay-Club «Faces» verlassen haben. Damit platzte in den USA eine Bombe: Ashburn galt in seiner Amtszeit nicht gerade als schwulenfreundlich – er lehnte sämtliche gayfriendly Gesetze ab, bekämpfte sie sogar. So votierte er dreimal gegen die Einrichtung eines Harvey-Milk-Tages, in Erinnerung an den ersten offen schwulen Stadtrat San Franciscos.
Outing im Radio
Am nächsten Tag entschuldigte sich der Senator für den Vorfall, verschwieg aber sein Schwulsein. Erst, als ihm der Druck aus den Medien zu gross wurde, outete er sich im Radiosender «Kern». «Ja ich bin schwul», sagte der Vater von vier Kindern. «Im Staatssenat habe ich seit 1996 kontinuierlich gegen Gay-Rechte gestimmt, weil das die Wähler in seinem Wahlkreis so von mir so erwartet haben.» Und kleinlaut fügt er an: «Es tut mir leid.»
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