Schlimmer Homohass im Fremdschäm-Land

Der neuste Affront stammt vom ugandischen Parlamentsabgeordneten Otto Odonga. Dieser hat bei einer Podiumsveranstaltung in der Hauptstadt Kampala erklärt, er würde seinen Sohn töten, wenn er von dessen Homosexualität erfährt. Odonga von der grössten Oppositionspartei FDC machte diese Aussage ausgerechnet beim Forum «Menschenrechte und sexuelle Orientierung», das kürzlich von einigen Nichtregierungsorganisationen veranstaltet wurde. Wie ein Journalist des kanadischen Gay-Magazins «Xtra!» meldet, hat die Aussage des Politikers bei den meisten Zuhörern Empörung und Fremdschämen ausgelöst. Makau Mutua, der Vorsitzender der kenianischen Menschenrechtskommission, kritisierte den Abgeordneten daraufhin scharf: «Ich bin entsetzt, welchen Hass sie gegen homosexuelle Menschen verbreiten.»
Vereinzelt Kritik von aussen
Doch der Hass-Abgeordnete steht in Uganda mit seiner Meinung nicht alleine da. Im Gegenteil: In besagter Diskussion etwa stellten auch andere Politiker klar, dass sie Homosexualität härter bestrafen wollen. An der Veranstaltung nahmen auch mehrere Gay-Aktivisten teil. Sie schalteten sich aber nicht in die Diskussion ein. Das «Homosexualitätsgesetz» soll in den nächsten Wochen vom Parlament beschlossen werden. Derzeit ist noch umstritten, ob Schwule nun mit der Todesstrafe bedroht werden sollen. Staatschef Yoweri Museveni hatte angedeutet, dass das Gesetz wegen internationaler Kritik abgemildert werden könnte. Zuletzt hatte US-Präsident Barack Obama Uganda wegen des Gesetzentwurfs scharf kritisiert. Und der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hatte laut queer.de mit der Kürzung der Entwicklungshilfe gedroht, sollte Uganda den Verfolgungsdruck auf Homosexuelle erhöhen.
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