Gay-Gruppe in SVP unerwünscht

Der Bieler SVP-Politiker Beat Feurer hat eine Gay-SVP-Gruppe ins Leben gerufen. Doch das passte der Parteileitung nicht. Die Homepage der Gruppe war vorübergehend inaktiv. Nun wurde gaysvp.ch wieder aufgeschaltet. Das SVP-Sünneli ist aber verschwunden. Hardliner wie Oskar Freysinger oder Hans Fehr poltern nämlich dagegen, dass es innerhalb der Partei eine Gay-Gruppe gibt, wie Blick Online schreibt. Das kann Thomas Fuchs (Bild), SVP-Grossrat und schwul, nicht verstehen. «Wir Schwulen müssen uns organisieren, so wie es auch die Bauern tun», sagte er. Selbst die erzkonservativen Republikaner in den USA würden über eine schwule Gruppe in der Partei verfügen, da sie das grosse Potential der rosa Wähler erkannt hätten, so Fuchs. Doch die Schweiz ist nicht die USA. So ist die SVP auch ganz klar gegen ein Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare. Zynisch sagt Hardliner Fehr gegenüber Blick Online: «Sie können uns ja auch wählen, wenn es bei uns kein gesondertes Schwulengrüppchen gibt.» Man müsste als Gay ganz schön blind sein, eine solche Partei zu wählen.
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